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Andreas Schürmann Offline




Beiträge: 2.066

18.09.2014 13:48
OC1-Outrigger antworten

Mal was ganz anderes am Dransersee.
Ich darf ein OC1 ausprobieren.

Klick, klick und noch zwei Klicks, der Eigner zeigt mir auch gleich den einfachen Zusammenbau.
Das ganze ist 20kg leicht und auch zusammengebaut sehr handlich.

Der Rumpf erinnert an einen Surfski, ist sehr gut verarbeitet und es finden sich trotz des geringen Hauptrumpfgewichtes keine empfindlichen oder gar wabbeligen Stellen. Der Rumpf ist zweifach geschottet. Ein Staufach mit Deckel und ein offenes Fach unter dem Sitz bieten Kajak ähnlichen "Gepäckraum".

Auf dem Wasser
Ponton ähnlich sitzt man völlig stabil und hoch, das ist etwas ungewohnt, gefällt mir aber gut.
Die Füße liegen zu 2/3 auf einem Stemmbrett, das obere Drittel ist Steuerpedal. Alle Winkel und Längen passen Optimal. Der Schalensitz läßt sich in einem großen Bereich nach vorn und hinten verschieben, das dient aber nur der Positionsfindung zu den Pedalen, die nicht verstellt werden könnnen.(Anders als bei anderen "Schnellfahrcanadiern" mit Schiebesitz zum trimmen.)
Das OC1 reagiert völlig neutral in jeder Fahrrichtung auf Wind, der Heute aber auch nur kleine Wellen erzeugt.

Spaß haben beim schnell Fahren drückt das Boot mit Optik und Dekor aus, und den habe ich.
6,4m Rumpflänge, kleinst möglicher Halbkreis Querschnitt und die Enden leicht hochgezogen, vorne oben mehr Volumen, damit man über und nicht durch die Welle kommt.
Auf geht's, Bentshaft hohe Frequenz, OC1 geht ab. Der Eigner fährt im Voyager neben her, empfiehlt Steuer neutral und "Sit'n switch".
Ich probiere ein bischen herum, noch höhere Frequenz oder länger durchziehen? (GPS liegt im Zelt da nützt es aber auch gar nichts.)

Der Eigner, im Voyager wird etwas stiller, nicht weil es bei mir Nichts zu verbessern gibt - ihm fehlt es ein wenig an Luft. Das finde ich erstaunlich. Ich bin ja schnellfahr Laie und Sit'n Switch geht mir nicht gerade gut von der Hand.

Der Rumpf hat eine Streckung im Bereich von 1:20, auch wenn da noch der Ausleger bremst, beschleunigt OC1 auf jede Geschwindigkeit die man Kräfte mäßig reinsteckt. Keine "Wand", mehr Power, mehr Speed das reißt zum "heizen".
Mir gefällt es am besten zusammen mit dem Catch ein wenig ins Ruder zu treten und das Boot so geradeaus zu halten, aber optimal ist das wohl nicht.

Einseitige Bogenschläge zusammmen mit dem Ruder und OC1 fährt auch um Kurven.

Wir fahren hin und her, es bleibt bequem und wenig anstrengend.

Zurück am Strand versuche ich mich noch etwas im Ausleger "lupfen", beim vierten Mal etwas höher will ich gerade sagen: "Das geht ja ganz einf...- platsch, hat es mich umgehauen.
So habe ich noch das Vergnügen den Wiedereinstieg in OC1 zu testen.
Ich drehe Schwungvoll den Ausleger über das Boot.
("... beim Nächsten mal bitte nicht so aufs Wasser knallen lassen" - der Eigner liebt das Boot)
In OC1 sind nur noch wenige Liter Wasser. Zwischen Rumpf und Ausleger "hangeln", eine Hand auf die Ama, eine hinter den Sitz. hochdrücken, bäuchlings auf Boot legen, 180° drehen und man sitzt wieder. Nur in Boote mit Badeleiter kann man leichter wieder einsteigen.
Der Wiedereinstieg in OC1 klappt auch bei schlechten Bedingungen, da bin ich mir sicher.

OC1 ist ein Sportgerät mit Potential auch mal ein Wochenende oder etwas mehr damit zu touren.
Nur man muss die 6,4m halt auch irgendwo lagern, vielleicht mal bei den Ruderern anfragen für die ist das ja noch kurz.
Und das Auto sollte vielleicht auch 4,9m sein.

Vielen Dank, dass ich probefahren durfte.

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