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Dieses Thema hat 69 Antworten
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 Allgemeines Canadierforum
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MiSchaKu Offline




Beiträge: 129

25.06.2014 08:51
#16 RE: Neuling stellt sich vor und fragt gleich nach welchem Boot antworten

Hallo Alex,

ich will hier auch mal noch ein zwei Gedanken einstreuen....

Ich persönlich bin kein Fan von großen „Familiendampfern“.
Denke vielmehr Kinder im Alter von 8 und 12 Jahren sollten die Chance bekommen selbst aktiv zu werden,
im eigenen Boot.
Sich von den Eltern spazieren fahren lassen, mal ein zwei Paddelschläge zu tun,... wie langweilig.

Ob das Jugendboot nun ein Kajak oder Canadier sein soll, nun beides ist möglich…..

Als „Familienboot“ für Donau, Altmühl, Iller, Lech wäre ein 16 oder 17 Fuß Boot wie z.B.
ein Prospector, der Mistral von Esquif, Youkon oder Dumoine von Swift, ….. sowie manch anderes Boot in der Klasse, eine gute Wahl.
Ergänzt durch ein „Jugendboot“…..

Anschauungsmaterial zu meinen Überlegungen findest Du z.B. hier
http://www.g-o-c.de/berichte/747-kuerbissausfahrt-2013
http://www.g-o-c.de/berichte/741-sommar-i-smaland
http://www.g-o-c.de/berichte/528-pfingsten-im-jura


Viele Grüße
Michael

Paddelkurse im Süden,
http://www.mischaku.de/

sputnik Offline




Beiträge: 2.005

25.06.2014 08:53
#17 RE: Neuling stellt sich vor und fragt gleich nach welchem Boot antworten

Zitat von Ulme im Beitrag #12
...
Ich war voriges Jahr mit einer OT Columbia unterwegs (leichter als Trip XL) und wir mussten die infolge zu hohen
Wasserstands von der geplanten Einstiegsstelle wieder 300m hochtragen zum Auto: das war Schwerarbeit,
vom Hochwuchten eines plus 40kg Bootes auf ein hohes Auto rede ich gar nicht.

.....


Hej Ulme,

ich hatte acht Jahre lang einen Columbia. Ohne Probleme den auch auf mein Alkoven-Womo geladen. Kann ich nur empfehlen, gibt mehr Muckis. Wie war das mit dem Deltamuskel?
Wie lang muss ein Stechpaddel sein? (2)

Beim Trip XL stellt sich jedoch dauch die Frage, mit welchem Auto man das Boot transportieren möchte. Bei Kangoo, Caddy & Co. steht er schon heftig weit hinten über.

Ich würde es machen, wie Axel vorschlägt. Erst einmal ein Gebrauchtes kaufen. Manche Verleiher machen zu Saisonende Abverkauf. Nicht alle ihre Canadier sind heruntergeritten. Meinen Columbia hatte ich auch aus dem Verleih.

Gruß, Stefan
__________________________________________________
Stark und groß durch Spätzle mit Soß'

Troubadix Offline



Beiträge: 1.213

25.06.2014 10:10
#18 RE: Neuling stellt sich vor und fragt gleich nach welchem Boot antworten

Moin Alex,
Familiendampfer deutlich jenseits der 5 Meter sind die ideale Lösung für Touren mit kleinen Kindern wegen Bewegungsfreiheit, Platz zum rumklettern, spielen, etc..
Außer beim Segeln bekomme ich meine Kinder heute aber nicht mehr vom Vordersitz in die Mitte, die wollen selber, sind 8+12 und gerade umgestiegen in ihren eigenen Canadier.
Damit deine Kinder sicher im eigenen Canadier zurecht kommen könntest Du etwas in Schulung investieren.
Da ich mich in Norditalien nicht so gut aus kenne kann ich dir nur den GOC oder die Lake Constance Canadierschmiede empfehlen, letztere bauen auch kindergerechte leichte Canadier.

http://www.lakeconstance.de/de/

Gruß
Jürgen

AxeI Offline




Beiträge: 1.001

25.06.2014 10:20
#19 RE: Neuling stellt sich vor und fragt gleich nach welchem Boot antworten

Ich kenne mich in "Norditalien" erheblich besser aus als Jürgen, der knapp unterm Nordpol wohnt, und weiß, dass der Kanuverband in Bayern - als einziger Landesverband - eine eigenständige Canadier-Trainerausbildung anbietet. Die örtlichen Vereine könnten also über einigermaßen kompetentes Personal verfügen und - wenn in ihnen Stechpaddler zugange sind - auch über eine Auswahl unterschiedlicher Boote, die sicher auch mal ausprobiert werden können. Wer bei der Unterscheidung zwischen "Kanu-Wandern" und "Canadierwandern" und der sprachlichen Uneinheitlichkeit keine Gänsehaut bekommt sollte deshalb ggf. die Vereinsdatenbank bzw. die Kartenansicht bemühen und mit den umliegenden Klubs Kontakt aufnehmen.

Axel

P A D D E L B L O G
There's more means to move a canoe than paddles

Ulme Offline




Beiträge: 793

25.06.2014 10:56
#20 RE: Neuling stellt sich vor und fragt gleich nach welchem Boot antworten

Zitat von sputnik im Beitrag #17
ich hatte acht Jahre lang einen Columbia. Ohne Probleme den auch auf mein Alkoven-Womo geladen. Kann ich nur empfehlen, gibt mehr Muckis.


Servus.
Schlechte Empfehlung.
Jahre später und 4 Bandscheibenvorfälle reicher habe ich vorrangig ein Ziel:
Eine Wirbelsäulen - OP so lange wie möglich hinausschieben und mit tonnenschweren
Platikbooten die Situation nicht verschlimmern.

---------

Ein Leben ohne Kanu ist möglich, aber sinnlos.

sputnik Offline




Beiträge: 2.005

25.06.2014 10:59
#21 RE: Neuling stellt sich vor und fragt gleich nach welchem Boot antworten

Zitat von Troubadix im Beitrag #18
....oder die Lake Constance Canadierschmiede empfehlen, letztere bauen auch kindergerechte leichte Canadier.

http://www.lakeconstance.de/de/

Gruß
Jürgen


Diese Aussage sollte mit Vorsicht genossen werden. Genauso wenig wie Kinder kleine Erwachsene sind, sind kleine Boote kindgerecht.
Der/das felicity verlangt sauber gepaddelt zu werden. Manches Kind quält sich damit, wenn es keine Vorkenntnisse hat. Nur meine laienhafte Beobachtung zum Kinderworkshop am Faaker See.

@ Ulme: ich habe nur einen Bandscheibenvorfall. Bedingt durch meinen Bürojob habe ich den erlitten. Nerv zerstört, Lähmungserscheinung im rechten Fuß. Fünf Ärzte wollten operieren, ich nicht. Durch intensives Muskeltraining bin ich heute, rund 10 Jahre später, immer noch schmerzfrei. Ach ja, eine Fehlstellung des Hüftgelenkes habe ich von Geburt an. Das wollte man auch schon vor langer Zeit austauschen. Muß jeder für sich selbst herausfinden, was ihm guttut. Bei mir ist es der Sport. Und wenn ich schwere Gewichte heben kann, dann deshalb, weil ich meine Rückenmuskulatur trainiert habe. Auch schon deshalb, weil ich nicht jede Bierkiste einzeln tragen möchte, oder Alufelgen brauche, weil ich kein Stahlrad wechseln kann..... und mich am allerwenigsten durch ein Bootsgewicht
bei der Auswahl einschränken möchte. Aber wie gesagt, daß muß jeder für sich herausfinden.

Gruß, Stefan
__________________________________________________
Stark und groß durch Spätzle mit Soß'

MrDick Offline




Beiträge: 1.234

25.06.2014 12:48
#22 RE: Neuling stellt sich vor und fragt gleich nach welchem Boot antworten

Stefan, dieser Aussage würde ich mich anschließen.
Der Felicity ist kein Kinderboot, auch wenn er für Jugendliche die sich etwas ernsthafter mit der Materie beschäftigen wollen sicher eine interessante Lösung darstellt. Er stellt die selben Anforderungen wie an seine erwachsenen Paddler. Mit Freiheit kommt auch Verantwortung.

Axel, es mag Dich etwas verstören aber auch der Empfehlung für ein Gebrauchtboot schließe ich mich an. Ich denke übrigens dass das die hier anwesenden Händler ähnlich sehen. Die sind nämlich auch nicht blöd und heimtückische Unmenschen sind sie auch nicht.

Liebe Grüße vom Bodensee,

Sebastian

NEU: Infos und News für Canadian-Style- FreeStyle-Interessierte: http://www.freestylecanoeing.org
-
Canadierkurse am Bodensee: http://www.canoespirit.de
Canoes aus Naturfaserlaminaten: http://www.lakeconstance.de/

Mbiker75 Offline




Beiträge: 128

25.06.2014 14:12
#23 RE: Neuling stellt sich vor und fragt gleich nach welchem Boot antworten

Nein, ein Kinderboot werde ich erst mal nicht anschaffen! Ich glaube selbst wenn die Kid´s nicht mehr mit wollen, werden meine Frau und ich ganz gut mit einem 5,30m Boot zurecht kommen!

Ein hier anwesender Händler hat mir ein gebrauchtes Swift Temagami und ein Keewaydin 17 sowie ein gebrauchtes Yukon RX angeboten, das RX ist jedoch auch 35kg schwer.

Kann mir jemand eine Empfehlung (vor und nachteile)für eines oder gegen eines dieser Boote geben?

Vom Gefühl her würde ich mich jetzt spontan für das Temagami entscheiden.

Gruß Alex

AxeI Offline




Beiträge: 1.001

25.06.2014 14:53
#24 RE: Neuling stellt sich vor und fragt gleich nach welchem Boot antworten

Nachteil des Yukon, über den ich lediglich ein Urteil abgeben kann, ist - wie Du schon anführst - das Gewicht und meiner Meinung nach die Optik. Es ist nicht jedermanns Sache in einem Boot mit durchgehendem Flare unterwegst zu sein. Wir haben im Yukon auf dem Schwarzen Regen viel Spaß gehabt. Auch sonst erweist sich das voluminöse Boot als beliebter und schneller Allroundcanadier - wenn man es erst mal ins Wasser gewuchtet hat.
Wenn ich nach Katalog aussuchen müsste fiele meine Wahl vermutlich auch auf den Temagami.

@ Sebastian: ich nehme Dein Mißfallen zur Kenntnis (und in Kauf) und möchte betonen, dass ich weder behauptet habe, dass jemand aus der Händlerschar blöd, heimtückisch oder gar ein Unmensch ist. Einzelne davon schätze ich sehr.

nicht wirklich "verstört"
Axel

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Ulme Offline




Beiträge: 793

25.06.2014 15:48
#25 RE: Neuling stellt sich vor und fragt gleich nach welchem Boot antworten

Zitat von AxeI im Beitrag #24
Es ist nicht jedermanns Sache in einem Boot mit durchgehendem Flare unterwegst zu sein.


Weil?

Zitat von AxeI im Beitrag #24

Wenn ich nach Katalog aussuchen müsste fiele meine Wahl vermutlich auch auf den Temagami.



Dito!

---------

Ein Leben ohne Kanu ist möglich, aber sinnlos.

AxeI Offline




Beiträge: 1.001

25.06.2014 16:01
#26 RE: Neuling stellt sich vor und fragt gleich nach welchem Boot antworten

Zitat
Weil?

Das ist - in meinem Empfinden - ein Merkmal eher archaischer Bootsformen. Meine Skepsis gegenüber diesen Bordwänden ist vermutlich rein subjektiv. Mich erinnert das an breite Ruderboote. Es gefällt mir eben nicht so gut. Beim Paddeln benötigt man etwas längere Arme. Aber im bewegten Wasser bewährt sich das Prinzip schon.

Axel

P A D D E L B L O G
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Ulme Offline




Beiträge: 793

25.06.2014 17:13
#27 RE: Neuling stellt sich vor und fragt gleich nach welchem Boot antworten

Off Topic, ich hoffe der Threadopener sieht darüber hinweg.

Interessante Ansicht Axel, ich finde es immer wieder bemerkenswert, wie unterschiedlich die Zugänge doch sein können.
Ich liebe archaische Bootsformen. (Nein, Galeeren oder Einbäume gefallen mir nicht).
Aber Wikinger- oder nordische Boote in Klinkerbauweise mit - notwendiger Weise - Flare.
Da müssen sich heutige Schnitte anstrengen, um mit dieser Seegängigkeit verbunden mit Speed mitzukommen.
Seit ich weiß, dass es auch historische Kanus mit Flare gab, gefällt mir das noch viel mehr.
Seit ich weiß, wie (m)ein (ex) Kipawa, (m)ein Winisk und meine (ex) Dumoine mit Wellen umgehen, erachte ich Flare nicht als
anachronistisch/archaisch, sondern als absolut zeitgemäß.
Im Falle des Winisk wird sich in gut 3 Wochen erweisen wie der mit den Bodden um Usedom und ggf der Ostsee klar kommt.
Kanus mit geraden Seitenwänden oder Tumblehome nahmen bei mir (immer gleiche Gewässer bei vergleichbaren Bedingungen)
ungleich schneller Wasser auf als Boote mit Flare.
Jedoch: Obwohl ich auf Swift stehe, gefallen mir die Keewaydin - Schnitte von David Jost z.B. nicht.
Aber nicht im Sinne von "optisch unhübsch", sondern im Sinne von "fühle mich unwohl".
Im Keewaydin z.B. wähnte ich mich auf einem Podest hinsichtlich Sitzhöhe, und die ungleich höhere Seitenwand im Vergleich zu Kipawa und Winisk
verursachte mir - trotz Tumblehome - 2013 am Ottensteiner Stausee nach dem 4. unbedarften Paddelschlag einen eingerissenen Daumennagel nebst
Fingerquetschung.
Ich bin halt bloß so gepaddelt wie in meinen Booten.
Aber es ist schön, wenn die Vielfalt den Markt belebt!

P.S.: der von uns beiden für den Threadersteller präferierte Temagami hat: durchgehenden Flare

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Mbiker75 Offline




Beiträge: 128

25.06.2014 17:29
#28 RE: Neuling stellt sich vor und fragt gleich nach welchem Boot antworten

Ähhhmmmmm, würde mir jemand erklären wovon ihr da redet? Flare? Was ist das, wozu ist es gut oder auch nicht?

Keltik Offline




Beiträge: 431

25.06.2014 17:37
#29 RE: Neuling stellt sich vor und fragt gleich nach welchem Boot antworten

Warum kann man über sowas eigentlich nicht quatschen, ohne sich gegenseitig aufzuziehen oder anzugiften?
Oder kennt Ihr Euch nur so gut wie Waldorf & Statler und das gehört zur Freundschaft

Mal meine 2c, wie man in Neudeutsch so schön abkürzt:
Als Anfänger Boote probe zu paddeln finde ich nicht generell schlecht. Hab ich bei meinem ersten Canadier mit nicht wirklich viel Können auch gemacht und mag das damals gewählte Boot immer noch sehr.
Wer welches Boot mag oder auch nicht mag, ist wie hier deutlich zu sehen, oftmals sehr verschieden... komisch, wo doch alle Menschen gleich sind
Die genannten Schulen sind allesamt sicher gute Adressen, wie auch eine der noch nicht genannten: Armin Burzlauer in Nürnberg (von DLG aus deutlich Näher, als Frank, Jörg oder Sebastian).

Wolfgangs Bootsangebote und Beratung kann ich sehr empfehlen. Er hat mit seiner unaufdringlichen und netten Art, seine Boote anzubieten auch bei mir ins Schwarze getroffen.
Da ich auch in "Norditalien" zu Hause bin, und über einen kleinen Bootspark verfüge, kann ich gerne anbieten, bei uns am Wörthsee oder Ammersee in die Materie reinzuschnuppern und sich mal mit fachkundiger Anleitung (meine Allerliebste und ich sind auch ACA-Instructoren) unverbindlich in einen 16' Tandem Prospector oder auch in einen Faltcanadier (Rando 450) zu setzen. Letzteren kann man auch mit einem zusäztzlichen Sitz für 3 Personen ausrüsten oder gleich den 520 als Familiendampfer nehmen. Auch Soloboote und Faltkajaks kann ich zum Test anbieten.

Schöne Grüße
Max

I woas nix G'scheids

AxeI Offline




Beiträge: 1.001

25.06.2014 18:01
#30 RE: Neuling stellt sich vor und fragt gleich nach welchem Boot antworten

"Durchgehenden Flare" hat ein Boot, dessen Bordwände über die ganze Länge leicht nach außen geneigt sind. Der Süllrand bildet dann an jeder Stelle den äußersten Rand des Bootes. Bei vielen Canadiern sind die Bordwände im oberen Bereich eingezogen damit der Süllrand etwas weiter innen liegt bzw. auf gleicher Linie wie die breiteste Stelle des Bootes. Dann muss beim Paddel nicht so weit nach außen gereicht werden.

Flare hat also den Nachteil, dass man "lange Arme" benötigt und den Vorteil, dass hochschwappendes Wasser abgewiesen wird.

Bei klassischen geklinkerten Booten gefällt mir das sogar. Ich habe selbst ein Faible für Wikingerboote. Und viele traditionelle Birkenrindenkanus haben auch durchgehenden Flare. Da gefällts mir schon nicht mehr. Ist vermutlich Geschmackssache.

Axel

P A D D E L B L O G
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