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Dieses Thema hat 61 Antworten
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 Ausrüstung > Boote, Paddel, Zubehör, CanoePacks, Kanubau
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Felix aus Baden Offline




Beiträge: 111

16.11.2013 21:08
#31 RE: Prospector vs Chestnut Prospector antworten

@ Stefan

Wie wir beide gut wissen fahre ich nun seit einem Jahr einen Nova Craft Prospector 17 RX und bin sehr zufrieden damit. Ich habe den Thread hier verfolgt, hatte aber vor mich nicht zu äussern, da ich hier im Forum manchmal das Gefühl habe, dass man erst ab 200 Posts oder vielen Jahren Erfahrung und mehreren Kursen richtig ernst genommen wird. Gleiches ist auch der Grund, warum ich noch keinen Canoe Review geschrieben habe.

Ich habe ein Boot für meine Bedürfnisse gesucht und fühle mich in meiner Wahl bestätigt. Ich kann als großer und vor allem schwerer Mensch gut solo fahren, ebenso kann ich aber die Familie oder zwei Kumpels einpacken und eine Tour fahren und das Angeln mit meinem Vater am Sonntag Abend auf dem nahegelegenen Baggersee ist auch gemütlich möglich.
Das Boot hat mir nie den Eindruck schlecht zu laufen und ich hatte nie das Gefühl mit anderen nicht mitzukommen. Die Verarbeitung ist solide, das Boot ist robust und sehr variabel einsetzbar, in nichts das Beste aber einfach ein treuer Begleiter mit massig reserven. So weit meine Eindrücke.

sputnik Offline




Beiträge: 2.006

17.11.2013 20:11
#32 RE: Prospector vs Chestnut Prospector antworten

Eigentlich hatte ich heute ja überhaupt keine Zeit zum Paddeln. Axel meinte jedoch, ich solle mir unbedingt einmal
Matthias Wenonah Royalex Prospector anschauen und kam mit einem ganzen Schwung tübinger Paddelfreunde in mein
"Revier", sodaß ich die läppische Anfahrt von 10km hatte.

Mein Fazit: die Bugradien werden völlig überbewertet Wie Uwe hier auch schon feststellte.

Matthias in Action:



Dank euch Allen, die heute Nachmittag dabei gewesen sind. Ohne euch hätte ich diese Wellenritte nicht gewagt.

Gruß, Stefan
__________________________________________________
Stark und groß durch Spätzle mit Soß'

yo_eddie Offline




Beiträge: 124

17.11.2013 21:44
#33 RE: Prospector vs Chestnut Prospector antworten

Zitat von Felix aus Baden im Beitrag #31
@ Stefan


Das Boot hat mir nie den Eindruck schlecht zu laufen und ich hatte nie das Gefühl mit anderen nicht mitzukommen. Die Verarbeitung ist solide, das Boot ist robust und sehr variabel einsetzbar, in nichts das Beste aber einfach ein treuer Begleiter mit massig reserven. So weit meine Eindrücke.




Deckt sich mit diesem review. Irgendeinen Grund wird es für die Beliebtheit dieser Boote schon geben...

Frank_Moerke Offline




Beiträge: 1.433

18.11.2013 08:54
#34 RE: Prospector vs Chestnut Prospector antworten

Irgendeinen Grund wird es für die Beliebtheit dieser Boote schon geben...

Die waren zuerst mit einem Prospector auf dem europäischen Markt - und die Verarbeitung ist ja auch gut, der Preis okay.

Trapper Offline




Beiträge: 1.561

18.11.2013 09:13
#35 RE: Prospector vs Chestnut Prospector antworten

Zitat
Mein Fazit: die Bugradien werden völlig überbewertet Wie Uwe hier auch schon feststellte.


...die nächste Staustrecke kommt aber bestimmt und dann sind sie wieder relevant!

Zitat
Irgendeinen Grund wird es für die Beliebtheit dieser Boote schon geben...



Dürfte auch an der Zielgruppe liegen. Eher mit Flachboden versehen fühlen sich da auch Anfänger auf Anhieb wohl und wenn es mal gröber wird sind noch ausreichend Reserven da. Ein gutes all-around-Modell aber auch nichts aufregendes wie zumindest ich finde.

Internette Grüße Thomas

AlexWien Offline




Beiträge: 375

10.12.2013 20:51
#36 RE: Prospector vs Chestnut Prospector antworten

Ich bin einen Novacraft 16 RX 4 Tage gefahren (Fluss Ticino 2x).
Da wabbelt nichts (NC RX hat eine ABS Lage mehr)

Bin einmal einen Wenonah RX gefahren (aber kein Prospector), uns war das unsympathisch dass der Boden wabbelt. Da trage ich lieber 3kg mehr, und habe ein steiferes RX.
Angenehm zu manchen anderen Booten die ich bisher gefahren bin (zB ein Mad River Explorer 16 PE), ist die sehr angenehme Sitzhöhe.
(Kann mich dunkel errinnern, als ich damals mich über den Prospector informiert habe, dass dick-wandigeren RX sich die Sitz position (mehr) nach dem Paddler richten kann, während das bei den dünnwandigen RX die Sitzposition mehr Rücksicht auf die Bootsform nehmen muss - zur Aussteifung, deswegen hatte ich bei den Bootstest ein Maßband dabei gehabt umd den Abstand Boden unterkante Sitz zu messen. Ich möcht mit dickeren Schuhen knien können ohne mich unter dem Sitz einzuklemmen. Den Abstand Boden Sitz gibt keiner der Prospector Hersteller an.)

Zwar kann man die Sitzhöhe ändern, aber das kann auch Nachteile haben, mir ist deswegen ein Boot lieber bei dem die Sitzhöhe schon im Auslieferungszustand passt. Dann stellst sich die Frage gar nicht wie sich das Fahrverhalten ändert wenn du die Sitzhöhe änderst.

Am See bin ich den NC Props RX nur an einem Test Tag gefahren bei mäßigem Wind (2-3 Bf), in den Donau Auen (Stopfenreuth) aber einen ganzen Tag.

Der NC Props 16 RX war uns des der beste Kompromiss aus Fluss + See und der Möglichkeit(in Österreich) so ein Boot überhaupt 4 Tage ausborgen zu können.

Da RX ja jetzt überhaupt knapp wird, habe ich heute den NC RX 16 Holz gekauft.

Frank_Moerke Offline




Beiträge: 1.433

11.12.2013 08:36
#37 RE: Prospector vs Chestnut Prospector antworten

Zwar kann man die Sitzhöhe ändern, aber das kann auch Nachteile haben, mir ist deswegen ein Boot lieber bei dem die Sitzhöhe schon im Auslieferungszustand passt

Die Sitzhöhen sind halt immer nur so ein 0815-Maß am Werk. Bei einem privaten Boot sollte man sich die Sitzhöhen und Neigungswinkel immer nachträglich optimieren, damit es eben gut passt. Nachteile dabei sind mir eher nicht bekannt ...

Wolfgang Hölbling Online




Beiträge: 2.918

11.12.2013 09:12
#38 RE: Prospector vs Chestnut Prospector antworten

... in Österreich ein Kanu 4 Tage ausborgen? Aktuell habe ich 2 Kanus auswärts, zum Testen, 3 als Platzhalter bis das bestellte Booot da ist.

Sitzhöhe: in USA paddeln viele sitzend, dafür werden die Sitze tiefer eingebaut. Ich ordere die Höhe für knieend Paddeln in nicht zu hoher Position. Das erlaubt je nach Situation sitzend und knieend Paddeln abzuwechseln. Durch die gut durchgeformten Sitze, mit geneigter Vorderkante, bleibt diese Position in den meisten Fällen, aber es ist Spielraum zum Anpassen, wenn jemand zB gern mit Stiefeln paddelt. Cafis Sitze sind im Herbst um ca 2 cm nach oben gewandert, mit etwas stärkerer Neigung. Seither sind eingeschlafene Beine kein Thema.
Fazit: ein gut geformter Sitz ohne unangenehme Vorderkante hilft, individuelle Anpassung sind dennoch hie und da nötig.
Viel Freude am Wasser, W

http://www.canoebase.at/
http://www.swiftcanoe.eu/

Wolfgang Hölbling

sputnik Offline




Beiträge: 2.006

11.12.2013 10:49
#39 RE: Prospector vs Chestnut Prospector antworten

Ich kann Alex' Überlegungen gut nachvollziehen und verstehen. Vielleicht weil ich als großer und schwerer Mensch in dieselbe Richtung denke.

Man braucht den Platz unterm Sitz nicht nur um die Füße darunter durchzufädeln, sondern auch um einen nicht allzu spitzen Winkel zwischen Ober- und Unterschenkel beim Knieen zu haben. Ist die Bordwand nun nicht allzu hoch, muß man den Sitz ganz nach oben unter dem Süllrand montieren. Somit sind rund 2/3 des Paddlers über Süllrandniveau. In meinem Fall knapp über 70kg. Dies wirkt sich natürlich auf die Eigenschaften des Bootes aus. Während ein Durchschnittsmensch mit 75kg Körpergewicht auf einem 3cm unter Süllrandniveau montierten Sitz ein Boot überhaupt nicht kippelig findet, sieht das in meinem Fall schon ganz anders aus. Pure Physik.

Nun greift man also gerne zum Prospector, da dieser an Bug und Heck stark ansteigende Süllränder hat, man somit genug Luft unter den Sitz bekommt und diesen evtl. überhaupt nicht nach oben versetzen muß.

Interessant wird es erst wieder, wenn dieser große Mensch einen Prospector solo, mit Heck voraus auf dem Vordersitz hockend, paddeln möchte. Nun ist der Sitz nahe der niedrigsten Bordwandhöhe. Eine Erfahrung, die ich vergangenen Sonntag beim Probepaddeln von Eckhards 15er Prospector machen mußte. Die Sitze in Originalhöhe brachte ich meine Füße mit dicken Winterschuhen Gr.47 gerade noch durchgewurstelt. Das Knieen wurde nach kurzer Zeit sehr unangenehm, das Sitzen in einer Art Froschhaltung ebenso.

Nach dieser Erfahrung machte ich mir den Spaß und verglich die mittige Bordwandhöhe diverser Canadiermodelle. Heraus kam Erstaunliches. Laut Herstellerangabe haben der NC Prospector15 und 16 37cm in der Mitte, der MR Explorer 14 ebenso, nur mein uralter MR Courier hat sagenhafte 38cm. Dies ist erstaunlich, weil es optisch ganz anders aussieht.

Gruß, Stefan
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Stark und groß durch Spätzle mit Soß'

Felix aus Baden Offline




Beiträge: 111

11.12.2013 11:20
#40 RE: Prospector vs Chestnut Prospector antworten

Zitat von sputnik im Beitrag #39


Interessant wird es erst wieder, wenn dieser große Mensch einen Prospector solo, mit Heck voraus auf dem Vordersitz hockend, paddeln möchte. Nun ist der Sitz nahe der niedrigsten Bordwandhöhe. Eine Erfahrung, die ich vergangenen Sonntag beim Probepaddeln von Eckhards 15er Prospector machen mußte. Die Sitze in Originalhöhe brachte ich meine Füße mit dicken Winterschuhen Gr.47 gerade noch durchgewurstelt. Das Knieen wurde nach kurzer Zeit sehr unangenehm, das Sitzen in einer Art Froschhaltung ebenso.

Nach dieser Erfahrung machte ich mir den Spaß und verglich die mittige Bordwandhöhe diverser Canadiermodelle. Heraus kam Erstaunliches. Laut Herstellerangabe haben der NC Prospector15 und 16 37cm in der Mitte, der MR Explorer 14 ebenso, nur mein uralter MR Courier hat sagenhafte 38cm. Dies ist erstaunlich, weil es optisch ganz anders aussieht.



@sputnik

Mir wurde beim Kauf meines Prospectors vom PE-Modell abgeraten, weil die Seitenwandhöhe etwas reduziert wurde um Gewicht zu sparen (weil ich schwer bin hätte ich beim PE-Prospector weniger Freibord). d.h. der PE-Prospector von Nov Craft hat eine andere Seitenwandhöhe als der RX. Da Du von einem 15er Prospector sprichts, war es evtl ein PE-Prospector?

sputnik Offline




Beiträge: 2.006

11.12.2013 11:54
#41 RE: Prospector vs Chestnut Prospector antworten

Ich saß tatsächlich in einem 15er PE-Prospector. Die oben erwähnte Maßangabe bezieht sich auf den 15er
RX-Prospector.

Vom Gewicht wird der PE-Prospector immer schlecht geredet. Ich habe am Sonntag mit Eckhard zusammen unsere Boote
an den Wehren umgesetzt. Ohne Entladen, eins rechts, das andere links und los geht's. Wer gelernt hat zuzupacken,
dem macht das wenig aus

Gruß, Stefan
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Stark und groß durch Spätzle mit Soß'

Frank_Moerke Offline




Beiträge: 1.433

11.12.2013 12:49
#42 RE: Prospector vs Chestnut Prospector antworten

Noch was zur puren Physik:
Steife und große Winterschuhe sind ganz sicher nicht ideal zum Paddeln.
Beim Knien lastet nicht das gesamt Körpergewicht auf dem Sitz, der Bootsboden bekommt auch noch was ab.
Ein nach vorn um 2 cm leicht geneigter Sitz erleichtert das Knien deutlich, da die vordere Sitzstrebe nicht so stark in den Oberschenkel drückt. Noch besser geht es mit konturierten Sitzen, bei denen die vordere Strebe leicht bogenförmig ist.

sputnik Offline




Beiträge: 2.006

11.12.2013 13:47
#43 RE: Prospector vs Chestnut Prospector antworten

Zitat von Frank_Moerke im Beitrag #42
...Steife und große Winterschuhe sind ganz sicher nicht ideal zum Paddeln.


Im Winter schon. Gerne poste ich das Bild vom Hinterteil eines Mitpaddlers vom vergangenen Sonntag, der diese
ungemein anschmiegsamen Chota Mukluks trug Dieses Mal war es nur Matsch, laß ihn nächstes Mal mit dem
Steiß auf einen großen Stein treffen. Shit happens.

Zitat von Frank_Moerke im Beitrag #42
Beim Knien lastet nicht das gesamt Körpergewicht auf dem Sitz, der Bootsboden bekommt auch noch was ab.
Ein nach vorn um 2 cm leicht geneigter Sitz erleichtert das Knien deutlich, da die vordere Sitzstrebe nicht so stark in den Oberschenkel drückt. Noch besser geht es mit konturierten Sitzen, bei denen die vordere Strebe leicht bogenförmig ist.


Völlig richtig. Solange man ein Soloboot oder ein Tandem "richtigherum" paddelt. Nützt man ein Tandemboot solo
mit der beliebten "verkehrtherum" Sitzposition, also auf dem Vordersitz, passt es nicht mehr. Der Sitz, der
zuvor dem Bugpaddler angenehm geneigt war, fällt dem Solopaddler jetzt nach hinten ab. Die Lendenwirbel bedanken
sich spürbar dafür. Bleibt also nur vor Fahrtbeginn den Sitz jedes Mal passend schrauben?

Gruß, Stefan
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Stark und groß durch Spätzle mit Soß'

Wolfgang Hölbling Online




Beiträge: 2.918

11.12.2013 16:07
#44 RE: Prospector vs Chestnut Prospector antworten

Hi Stefan,
.... die umgedrehte Sitzposition zum Solopaddeln ist für mich eine schlechte Lösung. Eben weil der Sitz nicht geneigt sein kann, mehr noch, wirksame Bugschläge kannst Du von da auch nicht einsetzen. Für mich keine Lösung.

Steife Stiefel mag ich auch nicht : wenn der Sitz so hoch ist, daß die Stiefel unten durch passen (dann vielleicht noch ein nicht geneiter Sitz) .... da finde ich beim Knien keine angenehme Situation vor, und zum Sitzen ist der eigentlich auch zu hoch. Passt vielleicht in ein sehr "gutmütiges" Kanu, wo das keine Rolle spielt, oder in ein großes Modell, wie das EM White Guide Canoe.

Was denkst Du?: ist das von Dir beschriebene Setup ein Mitgrund für die Beliebtheit einiger, gar nicht steifer oder flotter RX Prospector Modelle?

LGW

http://www.canoebase.at/
http://www.swiftcanoe.eu/

Wolfgang Hölbling

AlexWien Offline




Beiträge: 375

11.12.2013 16:41
#45 RE: Prospector vs Chestnut Prospector antworten

Zitat
Steife und große Winterschuhe sind ganz sicher nicht ideal zum Paddeln.



Ich habe Wanderschuhe gemeint, mit Wollsocken. Die trage ich Sommer und Winters zum Wandern.
(Sind eigentlich Klettersteig schuhe)

Zum Paddeln im Knien sind sie nicht ideal aber:

Am See finde ich Sie ideal. Hat sich am Inarisee bestens bewährt.
Man kommt gar nicht in die Versuchung beim Anlanden ins (11-12°) Wasser zu steigen (mit neopren Schuhen kein Problem)
Man hat den ganzen tag trockene und warme Füsse.
Das Anlanden muss man dann halt sauberer / aufwendiger ausführen.
Ich kann nur jedem empfehlen der noch nie mit Wanderschuhen am See gepaddelt ist, das mal auzuprobieren.
Das war am Inarisee (gegenüber Schweden/See mit neoprenschuhen) ein großer Komfort gewinn.

Solange der Wellengang nicht mehr als mäßig ist paddle ich am See im Sitzen.

Am Fluss siehts natürlich ganz anders aus, aber auch mit 43er Tauchneoprenschuhen war der Platz unterm Sitz schon mal zu knapp in einem Leihboot (Ein jahr später habe ich dann erfahren dass der Boostbesitzer die Sitze extra tief monitiert hat, damit seine Kursteilnehmer am Flusskurs nicht so leicht kentern)

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