Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Zur Vermeidung weiterer rechtlicher Auseinandersetzungen werden alle Beiträge und Äußerungen über die Firma Gatz-Kanus, den Namen und deren Produkte nicht mehr geduldet.
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 17 Antworten
und wurde 2.198 mal aufgerufen
 Ausrüstung > Boote, Paddel, Zubehör, CanoePacks, Kanubau
Seiten 1 | 2
Donaumike Offline




Beiträge: 993

05.12.2012 13:46
Mad River Independence antworten

Hallo,
auf der Suche nach einem leichtem Solo-boot, bin ich auf den „Mad River Independence“ gestoßen. Dieses Modell wird nicht mehr gefertigt und daher auch selten anzutreffen. Verkauft wurde vor einiger Zeit ein Boot dieser Art hier im Forum. Mich würden ein paar fachkundige Meinungen zu diesem Boot interessieren. Vielleicht ergibt sich ja etwas auf dem kommenden Canadierfest an der Naab.
Grüße Mike

Rheinländer Offline




Beiträge: 375

05.12.2012 14:47
#2 RE: Mad River Independence antworten

Hallo Mike,

da ich noch bei der Arbeit sitze, erstmal nur eine kurze Antwort, mit dem Hinweis, dass mir vor kurzem das genannte Boot(samt Spritzdecke) angeboten wurde. Ich könnte da mal den Kontakt herstellen.
Ausserdem besitze ich das Boot selber, sehr leicht in der Kevlarversion. Mehr später.

Gruß Björn

Da wir im gleichen Boot sitzen, sollten wir froh sein, daß nicht alle auf unserer Seite stehen.

Herbie Offline




Beiträge: 55

05.12.2012 15:19
#3 RE: Mad River Independence antworten

Hy, Mike,
ich fahre den Independence in der GFK-Version, gebe auch gerne Auskunft,
es wäre für mich aber einfacher, wenn du bestimmte, dich interessierende
Einzelheiten/ Eigenschaften/ Vorstellungen, was du suchst
nennen könntest.
Gruß
Herbie

Wolfgang Hölbling Offline




Beiträge: 2.916

05.12.2012 15:20
#4 RE: Mad River Independence antworten

Alles easy... läuft flott, gute Anfangsstabilität, alles gut vorhersehbar, keine "Marotten" - deshalb habe ich das Kanu auch gern zum Winterpaddeln am Flachwasser verwendet. Endstabilität ist kein Thema, da schon bei recht moderatem Aufkanten das Wasser über den Süllrand kommt und bis dahin alles im grünen Bereich bleibt. In Kevlar recht gut gefertigt, leicht und doch stabil. Vertägt moderate Zuladung. Besonders wendig ist es nicht, zum Flußfahren mit kurzen Wellen ist es nicht gedacht, um wirklich vielseitig zu sein, fehlt einfach Höhe. Wenn man damit dort bleibt, wo es hingehört, ist es für mich eins von den Guten.
LGW

http://www.canoebase.at/
http://www.swiftcanoe.eu/

Wolfgang Hölbling

AxeI Offline




Beiträge: 1.001

05.12.2012 16:38
#5 RE: Mad River Independence antworten

Es ist immer schwierig ein Boot zu bewerten, das man selber fährt. Ich mache mit meinem Independence - in Ermanglung eines geeigneteren Solo-Tourenbootes - alles; und weil ich damit vorwiegend auf Flüssen unterwegs bin muss ich mit dem Boot auch in Wellen zurecht kommen. Ich habe lange mit dem Boot gehadert weil es aufgrund des V-Bodens (in der Mitte verliert der sich) so stur geradeaus läuft, wenn man es nicht aufkantet (was angesichts der niedrigen Süllränder schnell an Grenzen stößt). Ich habe mich immer gefragt, warum sie diesem Boot nicht ein/zwei Zoll mehr Süllrand spendiert haben. Der Independence ist eins der breiteren Soloboote. Deshalb kann man auch gut stehend damit zurechtkommen. Ich halte den Independence mittlerweile für ein gutes Allround-Boot.

Axel

P A D D E L B L O G - 2. Sicherheitstreffen am 21./22.09.2013
There's more means to move a canoe than paddles

canoes72 Offline



Beiträge: 22

05.12.2012 19:35
#6 RE: Mad River Independence antworten

Hi Mike,

dieses wirklich schöne und fähige Allroundboot habe ich in GFK-Bauweise mit Holzsüllrand bis zum Jahr 2001 gefahren. Bei den meisten Punkten kann ich meinen Vorschreibern nur zustimmen, aber nicht bei allen. Die Subjektivität lässt grüssen.
Für mich gab es damals drei Gründe dieses Kanu zu verkaufen. Erstens wollte ich auf ein leichteres Kevlarboot umsteigen. Zweitens war mir die Zuladung bedingt durch die sehr niedrige Bootshöhe bei ca. 100 kg Lebendgewicht zu gering. Und drittens war mir der Independence auf den von mir meistens befahrenen Gewässern zu drehfreudig. Ich möchte eben auch bei Wind und Welle auf meinen Heimatgewässern (Mecklenburg) vorwärts kommen und nicht nur korrigieren.
Deshalb fiel mir der Umstieg auf einen Prism nicht schwer, der in der Tat viel besser geradeaus läuft, mehr Zuladung hat und trotzdem um die Ecke fährt.

Gruß Sven

Rheinländer Offline




Beiträge: 375

05.12.2012 20:19
#7 RE: Mad River Independence antworten

Ich nochmal,

nun wurde schon einiges geschrieben und das deckt sich im Großen und Ganzen mit meiner Erfahrung.
Mag sein, dass es schnellere Rumpfformen gibt(ich paddelte bisher nichts flotteres), ich empfinde es als wahre Pracht, mit dem Indy beispielsweise durch Seen zu schneiden. Ich habe nur den Vergleich zum Supernova und da liegt der Indy in Sachen Tempo natürlich um LÄNGEN vorne! Man kann damit schon ziemlich gut Meter machen. Bzgl. End- und Anfangsstabilität hatte ich nie Bedenken. Geradeauslauf ist gut, was auch bedeutet, dass es nicht so geschmeidig wendet wie ein Canadier mit richtig Kielsprung, aber dafür wurde es auch nicht gebaut!
Des Weiteren passt ne Menge Zeug für ausgedehnte Touren rein(siehe unten, 2x Zargesbox, großer Packsack, Kleinzeug und ich, mit rund 80kg).







Durch seine scharfe Bugform schneidet es durch die Wellen. Es gibt sicher Boote mit mehr Flare und gepaart mit dem flachen Seiten des Indy, kann man da schon mal mehr oder weniger Wasser nehmen. Von daher würde eine Spritzdecke schon Sinn machen, ich habe jedoch keine. Man sollte also überlegen, ob man überall durchfährt(bzw. welche Linie man wählt) oder ob Treideln nicht auch eine Alternative ist.

Alles in allem habe ich nie bereut für diese leichte Schönheit(ca.17kg in Kevlar/Holzsüllrand) nicht wenig Geld gezahlt zu haben. Für mich ne gute Option als Allrounder auf Seen und nicht zu wilden Flüssen.

Gruß Björn

Da wir im gleichen Boot sitzen, sollten wir froh sein, daß nicht alle auf unserer Seite stehen.

scandibuss Offline




Beiträge: 281

05.12.2012 23:01
#8 RE: Mad River Independence antworten

Ich fahre auch einen Independence in Kevlar und bin sehr mit ihm zufrieden.
Über mangelndes Freibord und schlechte Wendbarheit kann ich mich wirklich nicht beklagen, liegt wohl auch an der Zuladung, ich bin 72kg. Was die Breite angeht, ist er mit 72cm nicht wirklich breit, vergleichbare Boote wie z.B. Prism oder Bell Magic sind am Süllrand zwar schmaler haben aber durch die Flares auch eine Breite von 78cm b.z.w.73cm. Stabil würde ich ihn nicht nennen, ich find ihn eher kipplig und drin stehen kann nur ich abraten.
@Björn Eine Spritzdecke kann man sich selber machen...)

AxeI Offline




Beiträge: 1.001

06.12.2012 09:18
#9 RE: Mad River Independence antworten

Das ist aber mal eine ausgesprochen hübsche Spritzdeckenkonstruktion. Davon würde ich gerne noch ein paar Detailfotos sehen. Insbesondere die Befestigung am Süllrand ist mir schleierhaft. Meine eigene Spritzdecke habe ich aus LKW-Plane und einem Holzrahmen konstruiert. Die ist längst nicht so elegant.

Natürlich will ich nicht versäumen Deine Warnung vor dem Stehen im Independence zu relativieren. Es steht sich hochkomfortabel in diesem Boot. Insbesondere wenn man eine stabilisierende Polingstange in der Hand hat.

Axel

P A D D E L B L O G - 2. Sicherheitstreffen am 21./22.09.2013
There's more means to move a canoe than paddles

sputnik Offline




Beiträge: 2.004

06.12.2012 09:25
#10 RE: Mad River Independence antworten

Zitat von AxeI im Beitrag #9
......
Natürlich will ich nicht versäumen Deine Warnung vor dem Stehen im Independence zu relativieren. Es steht sich hochkomfortabel in diesem Boot. Insbesondere wenn man eine stabilisierende Polingstange in der Hand hat.
........


Meinst du so?

Gruß, Stefan
__________________________________________________
Stark und groß durch Spätzle mit Soß'

Rheinländer Offline




Beiträge: 375

06.12.2012 12:31
#11 RE: Mad River Independence antworten

Zitat
@Björn Eine Spritzdecke kann man sich selber machen...)



Jawoll, Mamas Nähmaschine wurde auch schon von mir angefragt!

Schick, was du da genäht hast, so in der Art hab ich mir das auch vorgestellt. Eine Frage taucht bei sowas immer auf: Wie hast du die Spritzdecke befestigt, Klett?

Beste Grüße

Da wir im gleichen Boot sitzen, sollten wir froh sein, daß nicht alle auf unserer Seite stehen.

Donaumike Offline




Beiträge: 993

06.12.2012 13:19
#12 RE: Mad River Independence antworten

Schön zum Nikolaus gute Nachrichten zu lesen.
Wie ich sehe ist dieses Boot nicht so selten wie ich gedacht habe. Vielen Dank für die vielen mühsamen elitären Auskünfte und Einblicke.
Mein Hausfluss wäre die Donau, weil nur zwei Steinwürfe entfernt. Wie ich herauslese und sehe ist dieses Boot zum Poling ambitioniert (die Altmühl ist in der Nähe und dafür stellenweise interessant und so allemal). Wildwasser würde ich nicht mit diesem Boot anstreben.
Welcher Bootswaagen wäre für dieses Boot denn optimal? Wie schwer ist denn dieses Boot in den verschiedenen Kunststoffmaterialen, evtl. mit Holzsüllrand? Ich würde kniend paddeln. Müsste der Sitz aufwendig verändert werden? Mein Kampfgewicht ist unter 70 kg, deshalb könnte ich mit den niedrigen Süllrändern leben, mit Spritzdecke würde ich nicht paddeln. Wie ich sehe sind riesige Auftriebskörper auf dem Foto zu sehen, liegt das am Einsatzgebiet oder sind diese ratsam wenn es zum Beispiel auf die Donau gehen sollte?

Viele Grüße Mike

scandibuss Offline




Beiträge: 281

06.12.2012 15:23
#13 RE: Mad River Independence antworten

Meiner wiegt zo rund 15kg, ein Genuß um ihn auf's Auto zu heben!



Ich paddle auch kniend, mit dem Hinterteil auf der Sitzkante abstützend, an den Knieen trage ich Gummischützer vom Pflasterer, zwar nicht sehr elegant, aber praktisch!





Für Interessenten der Sprizdecke werde ich eine Beschreibung in einem neuen Thread posten.

Herbie Offline




Beiträge: 55

06.12.2012 22:53
#14 RE: Mad River Independence antworten

Hallo, Mike,
dank der geringen Seitenwandhöhe war mir auch der Sitz - trotz sehr kleiner Schuhgröße -
zum Knien zu niedrig, sodass ich ihn durch einen recht hoch angebrachten Knieholm ersetzt habe,
jetzt fahre ich ohne Angst, bei einer Kenterung steckenzubleiben.

Zu deinen Gewässern könnte ich mir vorstellen, dass der Independence bei den Bootsrutschen der Altmühl
schnell Wasser übernimmt. die Seiten sind zu niedrig, der Bug nicht voluminös genug;
dafür ist er-wie oben beschrieben-auf Flachwasser flott zu fahren;ein Rennboot ist er allerdings nicht.

Mein GFK-Indy wiegt mit Holzsüllrand 22 kg, eine Ausführung in Kevlar wäre schon ein Traum.

Gruß aus dem Norden
Herbie

Atze69 Offline




Beiträge: 179

05.08.2013 21:31
#15 RE: Mad River Independence antworten

Hallo Zuammen,

Weia, die Meinungen gehen bei dem Boot ja weit auseinander!
Dem Einen (72kg) ist das Boot recht "kippelig", dem Anderen (100kg) erscheint es sehr stabil. Besteht da ein Zusammenhang zwischen Stabilität und Gewicht?
Wenn ja, habe ich dann mit 130kg ein U-Boot oder die Stabilität eines Katamaran?
Und wie ist das mit der geringen Bordwandhöhe, kriegt man, bei einem unter dem Süllrand befestigtem Sitz, noch Schuhgröße 46,5 zwischen Rumpf und Sitz durch (keine Moon-Boots, höchstens Surfschuhe o.ä. ) ohne sich übermäßig zu verrenken?

Grüße,

Martin



"a canoe named SUE"

Seiten 1 | 2
«« Paddel Bau
 Sprung  

Canadier.com ACA Kanuschule