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Dieses Thema hat 5 Antworten
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 Allgemeines Canadierforum
Blue Clover Offline




Beiträge: 2

12.10.2012 08:38
Gedanken vor Anschaffung antworten

Hallo zusammen,

bevor ich das Forum mit der typischen "Welches-Canoe-Passt-Zu-Mir-Frage" nerve habe ich noch ein paar grundsätzliche Fragen. Viele Antworten habe ich mir schon durch Recherche im Forum und sonst. Internetseiten selber geben können, aber einiges ist mir noch nicht ganz klar.

Lagerung
Ich würde das Canoe gerne bei mir am/im Haus lagern können. Leider habe ich keine Garage, also muss das gute Stück entweder in den Keller (wird knapp), in den Schuppen (Hochkant o. unter das Dach wird auch knapp), oder nach draussen (wahrscheinlich nicht sehr gut für's Material). Daraus ergeben sich folgende Fragen.

1. Ist es egal wierum ein Canoe gelagert wird (normal, auf dem Kopf oder auf der Seite)?
2. Kann ein Canoe hochkant gelagert werden?
3. Ist ein ungeheizter Schuppen bei Minusgraden ein Problem für die Holzteile? Ich habe bei Mad River (glaube ich) gelesen, dass aller unter 0° dem Holz schaden könnte.
5. Alle möglichen Lagerstätten wären auf jeden Fall etwas kniffelig, ich würde das Canoe also in der Saison am liebsten draussen lagern. Ist das ein Problem? Wie mache ich das am besten und genügt es wenn ich eine dicke Plane drüberziehe?

Transport
1. Habe einen kleinen Audi A2 und habe da unterschiedliche Aussagen zur Dachlast gelesen. Hat da jemand Erfahrungen und kann mir evtl. sogar einen Dachgepäckträger empfehlen?
2. Jetzt was zum schmunzeln. Wenn es stark regnet könnte ich quasi von Zuhause zur Ruhr paddeln, so nah ist die. Also habe ich mich nach alternativen Transportmethoden für die Kurzstrecke umgesehen, und bin auf Fahrradanhänger gestossen. Hat jemand Erfahrung mit so einem Anhänger, oder ist von sowas grundsätzlich abzuraten?



Vielen Dank,
BC

Wolfgang Hölbling Offline




Beiträge: 2.918

12.10.2012 09:08
#2 RE: Gedanken vor Anschaffung antworten

Hallo BC
ein Hinweis, welches Wasser Du befahren willst. welches Material Dir vorschwebt, ob Solo oder Transportschiff, macht natürlich schon einen Unterschied. Ein PE Boot zum Wasser bringen, ist was völlig anderes, als ein Kevlar Solo über die Schulter hängen und ein Liedchen zu pfeifen.

Generell Lagerung: kopfüber, trocken, UV-geschützt ( Plane sollte nicht am Rumpf anliegen).
RX Kanu mit Holzsüllrand bei Kälte: Schrauben lockern nahe Bug und Heck sollte reichen. Mir ist kein Schaden im Umfeld bekannt.

Transport 1: Unter 40 kg wird die Dachlast wohl nicht liegen? Das sollte auch für ein schweres Kanu reichen. Sonst gibt es ohnedies Probleme beim Be- und Entladen.
Transport 2: Wenn es wirklich so nahe ist, tragen. Nächste Stufe: Bootswagen. Mit Fahrradanhängern habe ich keine Erfahrung.

Grüße aus dem Süden, W

http://www.canoebase.at/
http://www.swiftcanoe.eu/

Wolfgang Hölbling

Mattes71 Offline



Beiträge: 199

12.10.2012 09:10
#3 RE: Gedanken vor Anschaffung antworten

Lagerung
zu 2. warum nicht, schau mal im Verkauf eines Händlers, z.B. Schröer in Unna, die lagern ihre WW Kayaks so. Nur ein Boot was vielleicht 5,50 hoch ist und 42 kilo wiegt ist das weniger spaßig.
zu 5. (wo ist denn Punkt 4?) auf Böcken, Plane drüber, kieloben kann nicht schaden.

Transport
Dachlast beim A2, er wird wohl ein normales Boot plus Gepäckträger locker tragen können. In der Regel empfiehlt der Hersteller eine Dachlast von 50 bis 75 Kilo. Da kommst du in der Regel außer mit einem 45 Kilo nicht hin.
Fahrradanhänger, gibt es einen Artikel im aktuellen Kanumagazin, da sind die Jungs mit WW Kayaks durch Norwegen gefahren.

Insgesamt stellt sich die Frage danach, ob du ein kleines, großes, leichtes oder schweres Boot haben willst. Dann welches Material, dann kann man die anderen Fragen seriös beantworten. Ich kenne GFK Canadier, die seit Jahren draußen lagern und im Eimer sind. PE Schlüssel, die damit keine Probleme haben, Royalex Teile die ausbleichen und Boote mit Holzsüllrand die witterungsbedingt zu pflegen sind...

Blue Clover Offline




Beiträge: 2

12.10.2012 09:58
#4 RE: Gedanken vor Anschaffung antworten

Schonmal vielen Dank für die Infos Wolfgang und Mattes!

Habe bisher nur grobe Vorstellungen von dem Canoe.
Es sollte ein Allroundern sein (Seen und nicht allzu wilde Flüsse) und sollte weder ein 40Kg Brocken, aber auch kein fragiles Ultraleichtboot sein. So 25Kg-30Kg vielleicht!? Es sollte Tandem und Solo (fahren und tragen) möglich sein und nicht deutlich über 5m (15er o. 16er) lang sein. Tandem sollten max. Wochenendtrips möglich sein, Solo vielleicht mehr.
Ups, jetzt bin ich ja doch schon bei der "Welches-Canoe-Passt-Zu-Mir-Frage" gelandet. ;-)

Beim Material muss ich mich noch deutlich schlauer machen bevor ich da weiß, was ich will.

Also Hochkantlagerung wäre kein Problem? Das ist schonmal nicht schlecht.

Nochmal zum A2. Der ist ja aus Alu und ich habe tatsächlich von Dachlasten von nur 35Kg bis 40Kg gehört.

Wolfgang Hölbling Offline




Beiträge: 2.918

12.10.2012 10:15
#5 RE: Gedanken vor Anschaffung antworten

Ca.5 kg der Träger, bleiben gute 33 kg für das Kanu ( laut Audi-Fourm )
lgw

http://www.canoebase.at/
http://www.swiftcanoe.eu/

Wolfgang Hölbling

Andreas Schürmann Offline




Beiträge: 2.067

12.10.2012 10:53
#6 RE: Gedanken vor Anschaffung antworten

>>> Lagerung: ....

Wenn Du erst mal ein Boot gefunden hast an dem Dein Herz hängt, findet sich auch der Lagerplatz.
(Die meisten Wohnzimmer bieten diagonal genügend Platz.)


>>> Transport...
>>> Kurzstrecke umgesehen, und bin auf Fahrradanhänger gestossen.
>>> Hat jemand Erfahrung mit so einem Anhänger, oder ist von sowas grundsätzlich abzuraten?

Grundsätzlich abraten würde ich nicht. Aber bei der Länge eines Bootes und dem Gewicht ist man ein Schwertransport, mit allem was dazu gehört. Man kommt schlecht um Kurven, kann nicht schnell fahren und so weiter.
Ich fahre oft mit Hänger, ab 20 Kg hat mein Hänger unangenehme Rückkopplungen durch Schwingungen des Hängers.
Bei der langen Deichsel und einem schweren Boot müsste ich das nicht haben.

Alternativ ein vernünftiger Bootswagen mit großen, kugelgelagerten Rädern. Mit unserem 35Kg Boot mit nochmal so viel Gepäck schafft man geschoben leicht und locker 5km in einer Stunde (in der Ebene), sportlich orientiert sind auch 7 oder 8 km/h drin. Bergauf ist natürlich was anderes, aber das ist beim Radanhänger nicht anders, und man spart die 18Kg Fahrrad.

Wenn es den unbedingt ans Fahrrad muss, dann würde ich weiter einen guten Bootswagen nehmen und das Boot direkt ans Rad koppeln.
Diesem "Futzel"-Hänger auf dem Bild traue ich, mit Canadier und Gepäck, keine 10km Feldweg zu.

Gruß
Andreas

"Wie wir die Welt wahrnehmen, hängt davon ab, wie wir uns in ihr bewegen." F. Schätzing

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