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 Ausrüstung > Boote, Paddel, Zubehör, CanoePacks, Kanubau
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Gersprenzfischer Offline




Beiträge: 194

21.11.2007 09:54
#16 RE: tipi antworten

Die Idee mit der Hutze ist gar nicht soo schlecht für offenes Feuer! Eine flexible Abspannung durch Gummischnüre müsste dies gewährleisten können. Eventuell müsste die Hutze ein paar cm verlängert werden, um wirklich dicht zu sein. Probiert hab ichs aber noch nicht. Meine Überlegungen gehen mittlerweile in Richtung Ofen. Dann kann man die Hutze auch mückendicht ausführen. Eine richtig regulierbare Hutze ist aber beim offenem Feuer vorteilhafter, um die Hitze möglichst im Zelt und den Rauch möglichst raus zu lassen.

Wenn Gewicht keine Rolle spielt und Packmaß auch nicht, kann ein Tipi gar nicht groß genug sein :D
Die einzigen noch verbleibenden Nachteile sind die große Stellfläche, eventuell findet sich kein Platz mehr und die große Höhe, falls man im Zelt noch mal in die Spitze muss, um z.B. Schnüre zu entwursteln oder irgendetwas aufzuhängen. Je höher, desto stärker muss es bei Starkwind auch verspannt werden..., da mehr Fläche im Wind. Für eine Durchschnittsfamilie mit 2 Kindern und Hund ist ein 5m Tipi aber wunderbar bequem, da passen sogar 4 Feldbetten rein, allein fühlt man sich vielleicht ein bisschen verloren.

Uwe

maromaier Offline




Beiträge: 259

24.11.2007 19:34
#17 RE: tipi antworten
Habe heute mittag im Garten mit dem Kultalavvu herumexperimentiert - die Idee war, die Stange innen durch eine Außenkonstruktion zu ersetzen. Damit hätte ich im Zelt etwas mehr Bewegungsfreiheit, könnte theoretisch auch mal diagonal liegen, oder es gäbe mehr Platz für einen Mitschläfer (nein, ich sagte schon, das Kultalavvu ist nicht wirklich klein!).

Für eine Außenkonstruktion kann man sich viele Möglichkeiten ausdenken, auf jedem Fall müßte das Zelt irgendwodran hängen, denke ich. Natürlich ginge ein Baum, aber der steht halt nicht immer in der geeigneten Größe neben einem geeigneten Stellplatz. Ein klassischer A-Rahmen, oder eine Bogenkonstruktion sind mir schon durch den Kopf gegangen, oder verschiedene Varianten eines Galgens. Ich wollte aber etwas interessanteres, es soll aber auch nicht lächerlich kompliziert werden, verglichen mit der bewährten Mittelstange.

Also eine Angel. Genau - so eine, wo normalerweise eine Schnur und ein Haken dran gehören. 6 m Glasfaserrohr, ausziehbar in sechs konischen Segmenten (Zwölf Euro Fuffzig). Im Boden zu befestigen mit einem soliden Sonnenschirmhäring (ohne Gewichtsangabe). Erstes Problem war: Wie befestige ich eine 4 mm-Schnur an einer Angelspitze, die nur ca. 2 mm dick ist und eine 3 mm-Öse am Ende hat? Erste Versuche mit einer Klemmung mittels Aluröhrchen ergaben, daß das zwar hält, aber wahrscheinlich nicht lange. Außerdem stellte sich heraus, daß die Angelspitze so weich ist, daß sie schon bei wenig Zug senkrecht nach unten zeigt. Also habe ich die beiden oberen Segmente wieder eingeschoben und für das verbleibende Rohrende einen paßgenauen Holzpfropfen geschnitzt. Loch quer durchgebohrt, Schnur eingefädelt, Knoten - prima! Dann habe ich vorsichtig ein gaaanz kleines Loch in die Hutzenspitze geschnitten und die Schur durchgesteckt, dann durch ein Aluröhrchen und die Holzplatte, auf der die Lederscheibe mit den Spanngurten liegt (das Aluröhrchen dient als Abstandhalter, um die Spitze spitz zu halten). Knoten rein, so daß etwa 50 cm Abstand waren zwischen Angel- und Zeltspitze.
Beim Aufstellen mußte ich den Schirmhäring schon ziemlich schräg nach außen einschlagen, damit die Angelspitze überhaupt über der Zeltmitte war. Trotzdem hing das Kultalavvu recht schlaff am Seil; es war windig, und es wurde ordentlich eingedrückt und gebeutelt. Darum habe ich, im Zelt stehend, den Knoten weiter nach oben gesetzt , um die Spannung zu erhö... - KNACKS! Hmpf - der Blick nach draußen bestätigt: Doppelte, offene Angelfraktur. Diese Idee funktioniert also nicht. Außer es gibt bessere Angeln - und wahrscheinlich gibt es die auch, aber nicht für zwölffuffzig.

Vielleicht probiere ich morgen noch eine meiner ersten, eigentlich schon wieder verworfenen Ideen: Eine einzelne, schräg gestellte Stange neben dem Zelt, ganz flach zur Seite abgespannt. Hoffentlich knickt sie unter dem Druck nicht durch...

To be continued.
Mark.

w w w . F r e e s t y l e C a n o e i n g . n l

Frank_Moerke Offline




Beiträge: 1.432

25.11.2007 12:38
#18 RE: tipi antworten

hi mark, eine angel MUSS elastisch sein. zum aufstellen des zeltes (spez. kata u.ä.) ist elastizität fehl am platz, da ja ordentlich zug auf den außenhärigen gebraucht wird, um das zelt straff abzuspannen ...

frank

maromaier Offline




Beiträge: 259

25.11.2007 14:06
#19 RE: tipi antworten

Klar, daß Angeln elastisch sein müssen. Als Laie nehme ich an, daß die Elastizität u.a. von der zu erwartenden Fischgröße bzw. Zugkraft abhängt. Nach der Erfahrung von gestern schätze ich, daß ich fürs Tipi wahrscheinlich eine Angel bräuchte, wie sie zum Hochseefischen verwendet wird, wo größere/stärkere Fische am Haken sind, und ich glaube auch vom fahrenden Boot aus gefischt wird.

Wenn die Angel der Bogen ist, wäre das Tipi die Sehne. Der E-Modul des Bogens und seine Vorspannung bestimmen die Zugkraft in der Sehne. Keine Ahnung, vieviel Zugkraft so ein Tipi eigentlich braucht. Vielleicht sollte ich die Mittelstange mal auf eine Waage stellen, um das herauszubekommen.

Gruß,
Mark.

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Frank_Moerke Offline




Beiträge: 1.432

25.11.2007 15:05
#20 RE: tipi antworten

mark, ich denke du verrennnst dich da in eine idee. wenn schon, müßtest du mal den zug auf allen 8 häringen messen, der gebraucht wird, um das zelt straff zu spannen. jede elastizität der angel oder was auch immer ist dabei nachteilig.

maromaier Offline




Beiträge: 259

25.11.2007 16:15
#21 RE: tipi antworten
... hmm, irgendwie glaubt mir einfach keiner, daß die Angel funktionieren müßte. Alle, denen ich es erklärt habe, haben mich für verrückt erklärt und in Frank's Stimme schwingt auch schon ein leiser Zweifel an meinem gesunden Menschenverstand... Und ich kann es nicht beweisen! Na gut, vorläufig lege ich diese Idee mal zu den Akten - aber noch nicht endgültig!

Anderes Thema: Die Sache mit der schrägen Stange. Ich komme gerade aus dem Garten und kann berichten, daß es funktioniert! Leider habe ich die Stange im Eifer des Gefechts erst zu lang gemacht und beim Aufrichten des Zeltes ist mir schon wieder ein Segment verbogen. Jetzt habe ich sie auf ca. 3,50 m verkürzt und so geht es. Die Schur geht von der Zeltspitze ca. 55 cm nach oben und wird an der Stangenspitze mit einem Achterknoten befestigt, bevor sie schräg nach unten zum Häring geht. Zuerst ist die Stange durch den Druck im Boden versunken, jetzt steht sie auf einem Dachziegel (hab ich auch sonst immer dabei...), dann rutscht sie auch nicht weg. Der Abstand zwischen Stangenfuß und Häring (der Sonnenschirmhäring von gestern) ist 3,50 m, also gar nicht mal so extrem.
Es weht hier schon den ganzen Tag ganz ordentlich, und natürlich hat es während des Aufbaus angefangen, zu regnen. Deshalb laß ich das Kultalavvu erst mal stehen. Das war vor einer Stunde, und es steht immer noch! Jetzt hagelt es auch.

Die Stange (Stahl, Einfachausführung) ist an der Grenze ihres Knickwiderstandes. Da werde ich mir noch was besseres ausdenken, ansonsten betrachte ich dieses Experiment als 100% erfolgreich!!!

Eine Poling-Stange vielleicht?
Mark.

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schwimmendeWerkzeugkiste Offline




Beiträge: 500

25.11.2007 16:25
#22 RE: tipi antworten
Ja klar, eine Poling-Stange täts! Die ist auf Druck ausgelegt.
Und ideal fände ich, wenn die Abspannung weiter nach oben führte - an einen Baum, einen Zaun, eine Dachrinne, einen Dachgepäckträger vom Auto - steht doch eigentlich immer irgendwo so etwas herum.
Sieht äußerst elegant aus diese seitliche Aufhängung.

Meine Lösung für die Poling-Stange bleibt im Zelt: Ich nehme ein Element meiner sündhaft teuren aber vortrefflichen Karbonstange heraus und ersetze es mit einem Alurohr, das ich in aufwändiger Schleifarbeit auf das passende Maß gebracht habe. Damit nicht genug - ich habe auch noch einen Gummifuß dran gemacht, mit dessen Hilfe das Rohrstück zum Zelthäring-Hammer mutiert und - weil dick und breit - als Zeltstange am Einsinken gehindert wird (seitdem trage ich keine Dachziegel mehr mit mir herum...).

Axel

P A D D E L B L O G

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Gersprenzfischer Offline




Beiträge: 194

26.11.2007 18:47
#23 RE: tipi antworten

Je nach Zeltgröße würde ic für die benötigte Haltekraft 50-100 kg angeben. einfach aus der Tatsache heraus, dass wenn mein Zelt (Durchmesser ca. 4,50) abgespannt ist, ich die Mittelstange nicht ums Verrecken mehr anheben kann. Selbst bei der Größe des Kultalavvus scheinen 20-40kg realistisch. Da die gezeigten Konstruktionen nicht mehr nur auf Druck sondern das Rohr auch auf Biegung belasten, müssen diese Rohre stark dimensioniert werden. Als Lösung bietet sich also die A Form mit 2 dünneren Rohren an. Wenn Du öfters an Waldflüssen unterwegs bist, dann bau doch Dein Zelt unter einem Baum auf und häng es einfach unter einen passenden Ast, dann brauchts gar kein Rohr.

Oder kauf Dir doch ein größeres Tipi, dann stört die Stange auch nicht mehr

Uwe

PeterD Offline



Beiträge: 28

27.11.2007 11:31
#24 RE: tipi antworten

Hallo Mark,

Deine Absicht, was Originelles zu erfinden in Ehren. Aber es gibt einfach Konstruktionen, die sowas von klassisch einfach sind, dass dem meist nix mehr hinzuzufügen ist. Die von Dir schon erwähnte A-form ist eigentlich genau das, was Du für einen stangenfreien Innenraum suchst. Generationen von Pfadfindern haben ihre Kohte mit 2-(das ist die A-Form) oder 3-Bein aufgestellt. Und in der Mitte ein Feuer unterhalten, den Rauch oben durch die Öffnung abziehen lassen, Kochkessel an dem Kreuzungspunkt aufgehängt, zwischen mehreren Kohten am 2-Bein Leinen gespannt usw. usw.
Was hält Dich davon ab, diese simple und bewährte Technik ebenfalls anzuwenden ??
Grüsse
Peter

maromaier Offline




Beiträge: 259

27.11.2007 19:43
#25 RE: tipi antworten
Hi Peter,

Du hast natürlich recht, die A-Form ist altbewährt, so wie die Mittelstange auch. Eine einzige Stange außen am Zelt stellt aber eine technische Herausforderung dar, die mich irgendwie reizt. Insbesondere der Gebrauch von modernen Materialien (hochelastische Glasfaserangel) könnte ja noch ungeahnte Möglichkeiten in sich bergen. Darum will ich zumindest mal den Versuch unternehmen, das Altbewährte (ohne seinen Wert irgendwie schmälern zu wollen) loszulassen und nach Neuem zu suchen. Ob es zu etwas Sinnvollem führt, wird sich unterwegs zeigen. Wenn ja, ist es vielleicht eine Innovation - wenn nicht, ist es halt eine zerbrochene Angel.

- Zwischenbemerkung: Bogenzelte sind erst nach der Entwicklung moderner Glas/Kohlefaser- bzw. Aluminiummaterialien so populär geworden - und wie! Auch z.B. in der Fahrradtechnik haben moderne Materialien ungeahnte neue Möglichkeiten gebracht, die dem altbewährten Diamantrahmen z.T. weit überlegen sind (Daß die UCI moderne Konstruktionen für den Radrennsport verboten hat, ist meiner Meinung nach ein Armutszeugnis - aber das wußten wir ja schon, seit sie in den 30er Jahren Liegeräder verboten hat.) -

Du merkst schon, ich bin ein Materialfreak und ab und zu überkommt mich der Drang zur technischen Revolution. Zugegeben, nicht immer führt das zu zukunftsweisenden Ergebnissen, aber es macht vor allem Spaß!!! Und wenn's mal nicht hinhaut, kehre ich gerne zurück in den warmen Schoß des Altbewährten.

Mark. (Der Tip von Uwe ist gar nicht mal so schlecht...)

w w w . F r e e s t y l e C a n o e i n g . n l

Trapper Offline




Beiträge: 1.561

27.11.2007 20:29
#26 RE: tipi antworten

Hi Mark,
wenn es Dir um mehr Platz geht,versuchs doch mal folgendermaßen. Besorg dir eine teleskopierbare Mittelstange die Du etwas länger als
Deine jetzige ausziehen kannst. Dann das Zelt ganz herkömmlich aufstellen. Als nächsten Schritt den Stangenfuß schrittweise zu einer
Aussenecke rücken und dabei die Stange entsprechend ausziehen sodaß das Zelt stehts straff gespannt bleibt. Du wirst staunen welche
Schräglage der Mittelstange möglich ist ohne das im Zelt eine Instabilität auftritt. Habe ich lange Zeit in meiner alten Fjällräven-
Pyramide so gemacht. Da war nämlich wirklich wenig Platz vorhanden. Die Stange ließ sich dort bis fast an die Innenwand rücken und ich
konnte mit meiner Liebsten kuscheln ohne störende Mittelstange.

Internette Grüße Thomas

kanute Offline




Beiträge: 549

27.11.2007 20:48
#27 RE: tipi antworten

Versuch doch mal einen Mast von der Windsurfergilde, die gibt es auch als teilbar. Die können ne Menge vertragen.

PeterD Offline



Beiträge: 28

28.11.2007 11:15
#28 RE: tipi antworten

Hallo Mark,

Ok, wenngleich ich in jedem Fall ein A vorziehen würde.
Aber eine Idee hätte ich doch noch für Dich. (Die aus lange zurückliegender Pfadfinderbastelei entstanden ist.)
- Du brauchst 2 Stangen,
- eine davon exakt in der Länge einer Zeltecke vom Boden zur Spitze. Am besten mit Schuh oder Laschen dort fixiert.
- die andere etwa 1/4 höher als die Zelthöhe (mindestes, evt. höher)
- Stange 1 hat die Funktion, ein beliebige Ecke des Zeltes auszusteifen, somit vom Zusammenknicken-/falten zu bewahren. Denn:
- Stange 2 steht in passender Länge ausserhalb des Zeltes und dient als stabile Umlenkung. Die Leine geht dann von der Zeltspitze mindestens 45° weg, über diese Stange und dann wieder fixiert. Das ist dann sehr nahe dem Versuch, den Du schon gemacht hast. Entlasten kannst Du diese äussere Stange bei allen Bestigungsmöglichkeiten, die weiter vom Boden nach oben kommen, also Bäume etc.
Der Unterschied zu Deinem Versuch ist, dass die Kraft über 2 Stangen geht, wobei auf jeden Fall ziemliche Last auf die gegenüberliegenden Häringe kommt. Stange 1 entlastet, weil sie das Gebilde steif hält. Ist dann etwas abstrahiert so ein Gebilde wie ein Schiffskran, mit ähnlicher Kräfteverteilung.
Ich wünsche Dir weitere phantasievolle Ideen und Experimente.
Grüsse
Peter

maromaier Offline




Beiträge: 259

28.11.2007 13:21
#29 RE: tipi antworten
Spannend! Habe ich es so richtig gezeichnet?
Angefügte Bilder:
Zelt1.png  
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maromaier Offline




Beiträge: 259

28.11.2007 13:34
#30 RE: tipi antworten
Man kann also statt einem A auch ein V benutzen, um ein Zelt zu stabilisieren (Bild 1). Gewicht statt Häring?
Der nächste Schritt ist das Doppelhaus: Zwei Zelte, zwei Stangen (Bild 2). Nennt man das dann Symbiose?
Angefügte Bilder:
Zelt3.png   Zelt2.png  
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