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Dieses Thema hat 52 Antworten
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 Allgemeines Canadierforum
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sputnik Offline




Beiträge: 2.007

26.11.2011 17:46
#31 RE: Aufkanten im Tandem beim Solopaddeln - am Beispiel Prosoector 16 antworten

Zitat von Troubadix

Nachtrag: nun habe ich vor lauter Schreiberei das Wichtigste versäumt nämlich darauf hin zu weisen oder darum zu bitten, da der Thread alt genug ist um ein paar Manöverbilder mit ordentlicher Beladung ein zu stellen.



Jürgen, dein Nachtrag ist viel zu klein. Das liest keiner. So muß das



Gruß, Stefan

Troubadix Offline



Beiträge: 1.216

26.11.2011 21:02
#32 RE: Aufkanten im Tandem beim Solopaddeln - am Beispiel Prosoector 16 antworten

Hallo Stefan,
ihr seid da im Süden der Republik ganz schön brutal veranlagt.
LG Jürgen

Troubadix Offline



Beiträge: 1.216

26.11.2011 21:09
#33 RE: Aufkanten im Tandem beim Solopaddeln - am Beispiel Prosoector 16 antworten

Hallo Bene,
wenn ich das am letzten Wochenende nicht selbst gesehen hätte, würde ich zweifeln. dein Ally läuft tatsächlich völlig anders als die Faltcanadier die ich bisher gesehen oder gepaddelt habe, flott wie ein Feststoffcanadier, sehr guter Geradeauslauf und wendig, etwas kanten kein Problem, vielleicht etwas mehr Freibord könnte er haben. Mit genügend Auftrieb würde ich mit dem Kanu ohne zu zögern an der Küste paddeln.
LG Jürgen

Mxrtyn Offline



Beiträge: 89

27.11.2011 14:17
#34 RE: Aufkanten im Tandem beim Solopaddeln - am Beispiel Prosoector 16 antworten

Hallo zusammen,

ich lese hier ja immer sehr interessiert mit.

Ich fahre selber ein 14er Canadier und bin ja auch immer noch Anfänger. Meistens bin ich mit wenig Gepäck und Hund unterwegs und sitze auf dem Rücksitz, Hund vorne, Gepäck soweit vorne wie möglich ist der Trimm leider immer noch nicht ganz ausgeglichen, aber der Bug bleibt noch im Wasser.
Ich "schiebe" mein Boot also vor mir her und dabei ist die "Paddellinie" ja auch günstig nahe an der Kiellinie.

Meine Frage: "Vorwärts vom Rücksitz" wird hier ja garnicht als Möglichkeit genannt. Ist das nach Eurer Meinung noch schlechter als "Rückwärts vom Vordersitz"?

Rückwärts vom Vordersitz aus hab ich mal gemacht, nachdem mich beim Flußqueren starker Seitenwind gnadenlos in die falsche Richtung gedreht hat(Notbehelf). Bei normalen Bedingungen hab ich das dann nochmal ausprobiert und gar nicht gemocht: An dieser Position ist das Boot einfach zu breit (in der Mitte 87 cm), das Paddeln ist ungemütlich und das Paddel zu weit weg vom Kiel, also das Verhältnis von Vortrieb zu Korrektur ungünstig.
Wenn ich jetzt starken Seitenwind hab (90 Grad, nur bei Flußquerung), dann rutsch ich lieber in die Bootsmitte, kniend.

Aufkanten hab ich auch spaßeshalber mal versucht, aber im Sommer sind hier (an der Mosel) meistens zuviel Wellen. Jetzt in der ruhigen Zeit könnte ich das eher nochmal probieren.

Hier auf dem Großfluß bin ich ja eher ein "Geradeausfahrer", aber ein paar Kringel (ohne Anleitung, also bloßes Ausprobieren) hab ich in letzter Zeit doch schon versucht, sehr entspannend wenn ich nach der Arbeit auf dem Heimweg ohnehin grad im Boot sitze, und ein bißchen Bootsbeherrschung kann ja nie schaden.

Was für mich persönlich allerdings gegen das Aufkanten spricht: Ich wechsle die Paddelseite immer wieder, weil ich meine Knochen, Gelenke und Muskeln nicht einseitig belasten will. So nach 10 bis 15 Minuten, oder wenn ich mal mehr auf die andere Seite gucken will, oder wenn leichter Seitenwind kommt...
Jeden Kringel, den ich rechtshändig übe, übe ich auch linkshändig und komme damit ganz gut zurecht.

spritzige Grüße (Paddelstütze genannt)
............................................Martin
Paddeln? Ja, bitte

Andreas Schürmann Offline




Beiträge: 2.067

27.11.2011 14:49
#35 RE: Aufkanten im Tandem beim Solopaddeln - am Beispiel Prosoector 16 antworten

Vom Rücksitz aus gefahren und mit Hund und Gepäck oder mit einem (Noch)-Nicht-Paddler auf dem Vordersitz getrimmt, merkt man doch recht schnell, das vieles nicht oder nur sehr schlecht geht. Ohne sich zu verrenken kann man halt nur Schläge hinter dem Drehpunkt des Bootes machen. Auf Seen oder breiten Flüssen vielleicht, aber auf einen engen Fluss mit Strom hängt man mit ausschwenkendem Heck unweigerlich im Ufer. Zum Beispiel: ein praktische Manöver wie der Sideslip geht eben nur wenn man das Paddel dicht vor oder hinter dem Drehpunkt hat.

Noch eine Anmerkung zum Aufkanten:
Weder ich im Boot, noch das Boot im Wasser sind "festgenagelt".
Wenn ich eine Welle kommen sehe nehme ich die Kante hoch und wenn ich auf der Anderen Seite paddeln will, dann kante ich zur anderen Seite.
Für übergegriffene Schläge richtet man sich halt ein wenig mehr zum Offside-Knie auf und dann geht das ohne Mühe (unser Boot ist wirklich breit 90+ und trotzdem gehen auch Crossmanöver).

Gruß
Andreas

"Wie wir die Welt wahrnehmen, hängt davon ab, wie wir uns in ihr bewegen." F. Schätzing

Trapper Offline




Beiträge: 1.561

27.11.2011 16:54
#36 RE: Aufkanten im Tandem beim Solopaddeln - am Beispiel Prosoector 16 antworten

Ok, wenn es alle glücklich macht, hier ein paar Bilder mit beladenen Booten auf Wanderfahrt
jeweils leicht aufgekantet zur Paddelseite.Wo soll das Problem sein?

Internette Grüße Thomas

Angefügte Bilder:
innen.JPG   Mühle.JPG   wiebke.JPG  
Als Diashow anzeigen
sputnik Offline




Beiträge: 2.007

27.11.2011 20:10
#37 RE: Aufkanten im Tandem beim Solopaddeln - am Beispiel Prosoector 16 antworten

Zitat von Trapper
Ok, wenn es alle glücklich macht, hier ein paar Bilder mit beladenen Booten auf Wanderfahrt
jeweils leicht aufgekantet zur Paddelseite.Wo soll das Problem sein?



Weil jeder eine andere Vorstellung von einem beladenen Boot hat. Es könnte ja auch so beladen sein:
http://www.soundslideshow.de/tatonka/player2.html?i=822161356965

Gruß, Stefan

ronald Offline



Beiträge: 209

28.11.2011 09:07
#38 RE: Aufkanten im Tandem beim Solopaddeln - am Beispiel Prosoector 16 antworten

Hi Martin,

zu deiner Frage: Bin selbst oft allein im Ally Tramp unterwegs, und zwar selbstverständlich "vorwärts vom Rücksitz". Vorne sind dann Hund und/oder Fahrrad und/oder zur Not ein paar Steine oder Holz. Der eher kleine Ally ist steif genug, um auch so einen vernünftigen Trimm zu haben.
Und genau wie du rutsche ich bei entsprechenden Situationen in die Mitte, um besseren Schwerpunkt plus Manövrierfähigkeit zu haben.

Grüße, Ronald

Trapper Offline




Beiträge: 1.561

28.11.2011 09:16
#39 RE: Aufkanten im Tandem beim Solopaddeln - am Beispiel Prosoector 16 antworten

Die Bilder zeigen nur Wochenendgepäck,aber wenn es mehr wird mach ich es genauso! Am Fahrstil ändert sich da bei mir nichts. Der Jörg hat es solo mit viel Gepäck am Allagash ebenso gemacht und es auch bei Wind und reichlich Wellen gut gemeistert.Ich bleibe dabei,angepasstes Kanten erleichtert das Paddeln spürbar.Auf wilderen Wassern geht sowieso nichts ohne!!

Internette Grüße Thomas

Troubadix Offline



Beiträge: 1.216

28.11.2011 16:16
#40 RE: Aufkanten im Tandem beim Solopaddeln - am Beispiel Prosoector 16 antworten

hallo Thomas
das ist ja ganz normale Wanderpaddelhaltung , die sich aus Zuladung und logischen Sitzpositionen von selbst ergibt und nicht absichtlich übertrieben produziert wird.
Gruß Jürgen

Jörg Wagner Offline



Beiträge: 872

28.11.2011 16:40
#41 RE: Aufkanten im Tandem beim Solopaddeln - am Beispiel Prosoector 16 antworten

Jürgen,
genau das habe ich in Beitrag 21 gepostet.
Jörg Wagner

Trapper Offline




Beiträge: 1.561

28.11.2011 16:41
#42 RE: Aufkanten im Tandem beim Solopaddeln - am Beispiel Prosoector 16 antworten

Zitat
das ist ja ganz normale Wanderpaddelhaltung , die sich aus Zuladung und logischen Sitzpositionen von selbst ergibt und nicht absichtlich übertrieben produziert wird.
Gruß Jürgen


..warum sollte man das Kanten denn auch übertreiben???? Immer nur so viel wie nötig um das gewünschte Manöver mit möglichst wenig Paddelschlägen/Kraft zu erreichen. Wie weit dabei gekantet werden muß hängt natürlich auch vom Bootsmodell ab. Das ist ja auch das Ziel beim Kringeln!(soweit ich das verstanden habe)
"Let the boat do the work" wurde mir da immer wieder mitgegeben.
Auf den Bildern soll es möglichst kraftschonend geradeaus gehen und mit den Booten geht es so am besten!Wenn es zb. um enge Kurven-,oder rasant ins Kehrwasser gehen soll, wird entsprechend mehr gekantet,ganz ähnlich wie beim Kringeln.

Internette Grüße Thomas

Troubadix Offline



Beiträge: 1.216

28.11.2011 17:05
#43 RE: Aufkanten im Tandem beim Solopaddeln - am Beispiel Prosoector 16 antworten

Ich hatte aus vorangegangenen Posts den Eindruck bekommen, dass man das Kanten durch eigene (ständige) Aktivität beeinflusst und bin eben der Meinung, dass sich das logisch von selbst ergibt und je nach Zuladung sich mehr oder weniger bis kaum auswirkt. Gewicht richtig verlagern wenn man um die Ecke will ist doch eh klar.

Häuptling kleine Wurzel Offline




Beiträge: 188

29.11.2011 11:05
#44 RE: Aufkanten im Tandem beim Solopaddeln - am Beispiel Prosoector 16 antworten

Hallo Gemeinde,

um mit meinen Tandem-Booten vernünftig solo zu paddeln, kantet man sie natürlich auch mehr oder weniger mit Gepäck an. Die Steuerschläge werden alle auf der Paddelseite ausgeführt, ein Übergreifen ist in den meisten Fällen nicht nötig. Ich trimme mein Boot möglichst neutral, so dass mit ein-wenig-verändern der Sitzposition das Boot bug- oder hecklastig wird. Meine Sitze und Knieholme sind so gewählt, dass auf ruhigen Passagen, das Boot ein wenig hecklastig ist.
Das „um“-trimmen, durch verändern der Sitzposition, ist ein nicht zu unterschätzender Faktor um sein Boot gut zu beherrschen.
Auf Fließgewässer das Boot etwas hecklastig trimmen und rückwärts Paddeln (Seilfähre rückwärts) um z.B. einem Hindernis auszuweichen. Auf Seen oder großen offenen Gewässern mit Wind hilft dann der Trimm, um nicht immer verblasen zu werden. Bei starkem böigem Gegenwind trimme ich das Boot buglastig, so dass der Wind mich von selber ausrichtet. Dann sitze ich relativ nah am Sülrand. Das Paddel verlässt das Wasser im Prinzip nicht mehr. Es wird nach vorne geschleißt und fungiert wie ein Seitenschwert. So habe ich immer Kontakt zum Wasser und der Wind kann mich mal.
In den Tandems paddel ich, wenn es eng wird immer kniend, um mehr Bootskontakt zu haben.
Mit guter Technik fährt man auch so einen Kahn wie den Atkinson Traveler auf kleinen meandernden Flüssen, wie die Örtze oder die Aller ab Wolfsburg. Flüsse wie die Sieg, bei Hochwasser, mit ordentlichen Wellen in den Sohlgleiten sind auch kein Thema. Seen mit Wind sind, auch wenn ihr es nicht hören wollt, mit guter Trimm und Technik kein Problem. Bei höherer Fließgeschwindigkeit gilt das Gleiche. Wobei bei man dort auf Zieh- und Hebelschläge, sowie auf die Seilfährentechnik zurück greifen muss.

Hallo Jürgen mit den Bildern ist das so eine Sache, man fotografiert sich selber ja kaum.

Gruß Frank Münker.

P.S. Die Bilder sind leider beim Hochladen ein wenig durcheinander geraden. Bild 2 bis 4 gehören an den Schluß.

Angefügte Bilder:
DSC06275.JPG   P1000871.JPG   P1000872.JPG   P1000873.JPG   DSC06277.JPG   DSC06278.JPG   DSC06279.JPG   P1000866.JPG   P1000867.JPG   P1000868.JPG   P1000869.JPG   P1000870.JPG  
Als Diashow anzeigen
Troubadix Offline



Beiträge: 1.216

29.11.2011 12:51
#45 RE: Aufkanten im Tandem beim Solopaddeln - am Beispiel Prosoector 16 antworten

Moin Frank,
Ja, genau so. Es gibt sicherlich noch eine große Anzahl Solopaddler, die immer leicht übersehen wird, die mit kleinen Kindern und da halte ich nach wie vor die Variante mit Platztausch für wichtig. Kleine Kinder vor und nicht hinter sich zu haben macht Sinn und somit schließt das dann das paddeln von der Mitte her auf großer Tour aus. Noch vor 3-4 J. musste auch meine große Alukiste noch zwingend in der Mitte vor mir stehen um unterwegs die Milchflasche warm zu machen oder schnell mal ein Brot zu schmieren, da war der Canadier so gewichtig beladen, dass das bisschen natürliche Kanten die Milch nicht überlaufen lassen hat. In der Regel paddle ich von hinten mit Übergewicht zum Wind, wie du geschrieben hast, bei Kursänderung(Wind) tausche ich mit den Kids einfach die Plätze und alles ist wieder optimal getrimmt. Sicher nicht das Optimalste, ein Kanu von hinten zu paddeln, schwierig ist es aber nun auch nicht.
So ein Canadier ist von der Flexibilität der Platz-, Trimm- und Steuermöglichkeiten her kaum durch ein anderes Boot ähnlicher Größe zu ersetzen.
LG Jürgen

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