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Dieses Thema hat 41 Antworten
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 Allgemeines Canadierforum
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MrDick Offline




Beiträge: 1.234

22.04.2011 12:13
#16 RE: Dachtransport Boot in Boot antworten

Hallo Thomas!
Danke für´s Raussuchen dieses Textes. Nachlesen lohnt sich wiedermal. Was mir allerdings fehlt ist, wo steht, dass ein Dachträger als Ladung anzusehen ist. (Mir ist schon bekannt dass es so gehandhabt wird, aber wo steht`s?)

Liebe Grüße, sebastian

-
"It's not the equipment!" (Pat Moore)
-
100% pure canoeing: http://www.canoespirit.de

Andreas Schürmann Offline




Beiträge: 2.067

22.04.2011 18:12
#17 RE: Dachtransport Boot in Boot antworten

Danke Thomas, ich glaub jetzt hab ich es begriffen.

Das Fahrzeug und die Ladung darf max. 2,55m breit sein, aber es dürfen keine schmalen Dinge über die Fahrzeugkontur ragen.
Fahrzeug, Träger, Ladung ist Alles gleich max. 2,55m, aber Nichts schmales außerhalb der Kontur. FERTIG!

Ich hätte besser gleich in die StVO gesehen, die Texte im WWW verschlimmbessern den Inhalt nur.
(Ich hab auch nie begriffen, was das (von mir falsch Verstandene) soll, Träger -> Fahrzeugbreite, Ladung max. 2,55m)

Gruß
Andreas

"Doch es ist mit dem Feuer ähnlich wie mit dem Schwimmen, mag kommen was will, man sollte es beherrschen." :Feuer, Andy Müller

raftinthomas Offline




Beiträge: 555

22.04.2011 23:03
#18 RE: Dachtransport Boot in Boot antworten

Ja,
eigentlich ganz einfach. Das mit den herausstehenden Holmen ist auch ganz einfach, man soll sich halt nicht verletzen können, weil man die Teile kaum sieht.

Das der Träger Ladung ist, steht nirgens. Wäre es aber anders, dh gehörte er zum Fahrzeug, so bräuchte er eine ABE oder ähnliche Freigabe.
Übrigens: Eigentlich muss ein solcher Träger werkzeuglos zu montieren sein. In den 80ern war das auch nahezu immer so. Heutzutage mit Spezialfüssen zu jedem Fahrzeugtyp gibt es fast nur noch Träger, die mit Inbusschlüssel befestigt werden. Entweder hat sich da etwas an den Vorschriften geändert oder das hat sich so eingeschlichen. Ich vermute letzteres.

Interessant ist übrigens der Satz "Dabei sind die anerkannten Regeln der Technik zu beachten."
Dieser beinhaltet zB, dass ausschliesslich normgerechte Spanngurte zum Zurren benutzt werden dürfen.

grüsse vom westzipfel, thomas

Kanuotter Offline




Beiträge: 551

30.04.2011 08:02
#19 RE: Dachtransport Boot in Boot antworten

Hallo,

wenn wir mit 2 Canadiern und Kajak los ziehen lege ich den Royalex-Canadier mit Sülrand nach oben. Das Kajak liegt mit Schaumstoffmatte gepolstert auf dem Canadier.
Das funktioniert auch bei Regen. Während der Fahrt kommt entweder durch den Fahrtwind (fast) nichts rein oder es geht genaus soviel raus, wie rein regnet. In den Canadier legen wir dann meistens noch die großvolumigen, leichten Packstücke (z.B. Schlafsäcke).

Das funktioniert bei (elastischem) Royalex, wenn man Gefühl für die Vorspannung hat. Unser Boot hat sowieso einen ausgeprägten U-Boden. Bei GFK etc. würde ich das nicht machen wollen.



Beim Beladen auch die zulässige Dachlast im Fahrzeugschein nachlesen.

Gruß Norbert

Angefügte Bilder:
transport1.JPG  
raftinthomas Offline




Beiträge: 555

30.04.2011 11:16
#20 RE: Dachtransport Boot in Boot antworten

"Beim Beladen auch die zulässige Dachlast im Fahrzeugschein nachlesen."


Heissa!
Zum gefühlt 3271. Mal: Es gibt keine verbindliche, maximal zulässige Dachlast. Schon gar nicht im Fahrzeugschein.

Die Fahrzeughersteller geben in ihren Betriebsanleitungen meist sog. maximal empfohlene Dachlasten an. Diese haben aber keinerlei bindende Wirkung. Auch wie ebensolche Werte ermittelt werden, darüber lässt sich nur spekulieren ("Hans, was schreib ich für Dachlast rein?"-"Schreib mal 50 Kg, damit sind wir auf der sicheren Seite, egal was passiert, und für drei Paar Ski reicht das allemal.")
Im Rahmen einer etwaigen Fahrzeugkontrolle durch die sog. Rennleitung ist die Herstellerangabe aber bedeutungslos.

Dachträgerhersteller geben meist ebenfalls maximale Lasten für ihre Träger an, die oft deutlich höher liegen als das, was die Fahrzeughersteller sich vorstellen. Speerspitze ist da sicherlich Onkel Heinz.

Die meisten Paddler überreizen die Herstellerangeben deutlich, unter Wildwasserpaddlern sind vier Kajaks auf einem Golf (früher 50kg) nichts besonderes. Und 4x 20Kg+ Träger sind rund 110 Kg. Ich habe noch nie gehört, dass ein Träger bei normalen und üblichen Fahrmanövern (incl. Vollbremsungen) seinen Dienst versagt hätte.

grüsse vom westzipfel, thomas

Claus_Ulrich Offline




Beiträge: 312

30.04.2011 11:45
#21 RE: Dachtransport Boot in Boot antworten

Das Träger versagt hätten, hab ich auch noch nicht gehört. Das eine Reling schon mal (samt Träger und Boot) abreisst, höre ich allerdings des öfteren.

Gruß
Claus

Atze69 Offline




Beiträge: 179

30.04.2011 12:08
#22 RE: Dachtransport Boot in Boot antworten

Wie spanne ich dabei eigentlich am besten mein Boot vorne ab?
Einfach einen Gurt unter der Motorhaube durchziehen oder gibt es da besondere bzw taugliche Haken und wenn ja, wo?

Edit: Hat sich erledigt, dank SuFu



\"Manche können selbst bei Einzeilern zwischen den Zeilen lesen\" *M.B.*

downriver Offline




Beiträge: 92

30.04.2011 12:23
#23 RE: Dachtransport Boot in Boot antworten

@Heinz
Der Thule-Fußsatz 415 für variable Querholmlänge wird meines Wissens nicht mehr produziert, ist aber im Fachhandel vereinzelt noch zu bekommen -z.B. bei:
http://www.vn-bier.de/campingartikel/tra...r/thule-415.php.

Ich habe meinen günstig bei Ebay bekommen und die Querholmlänge innerhalb der zulässigen Breite so gewählt, dass 2 OC1 gut draufpassen und man sich beim Ein- und Aussteigen nicht den Kopf anhaut. Derzeit auch bei willhaben.at: http://www.willhaben.at/iad/kaufen-und-v...7?adId=25912357

@Boot in Boot
Kürzlich habe ich testweise ein Ally auf die beiden OC1 draufgepackt, was jedenfalls für kürzere Fahrten gut funktioniert.

Gruß Markus

Angefügte Bilder:
DSCF6741.JPG  
sputnik Offline




Beiträge: 2.005

30.04.2011 23:53
#24 RE: Dachtransport Boot in Boot antworten

Zitat von raftinthomas
"Beim Beladen auch die zulässige Dachlast im Fahrzeugschein nachlesen."


Heissa!
Zum gefühlt 3271. Mal: Es gibt keine verbindliche, maximal zulässige Dachlast. Schon gar nicht im Fahrzeugschein.

Die Fahrzeughersteller geben in ihren Betriebsanleitungen meist sog. maximal empfohlene Dachlasten an. Diese haben aber keinerlei bindende Wirkung. Auch wie ebensolche Werte ermittelt werden, darüber lässt sich nur spekulieren ("Hans, was schreib ich für Dachlast rein?"-"Schreib mal 50 Kg, damit sind wir auf der sicheren Seite, egal was passiert, und für drei Paar Ski reicht das allemal.")
Im Rahmen einer etwaigen Fahrzeugkontrolle durch die sog. Rennleitung ist die Herstellerangabe aber bedeutungslos.

Dachträgerhersteller geben meist ebenfalls maximale Lasten für ihre Träger an, die oft deutlich höher liegen als das, was die Fahrzeughersteller sich vorstellen. Speerspitze ist da sicherlich Onkel Heinz.

Die meisten Paddler überreizen die Herstellerangeben deutlich, unter Wildwasserpaddlern sind vier Kajaks auf einem Golf (früher 50kg) nichts besonderes. Und 4x 20Kg+ Träger sind rund 110 Kg. Ich habe noch nie gehört, dass ein Träger bei normalen und üblichen Fahrmanövern (incl. Vollbremsungen) seinen Dienst versagt hätte.





Nun ja, ganz so trivial würde ich das nicht sehen. Hier gab es einen Fall, wo Thule Regressansprüche
abgelehnt hat: http://forum.buschtaxi.org/warnung-vor-t...lte-t26263.html
Es geht dabei nicht um Boote als Dachlast, aber Last ist Last.

Wichtig bei der Befestigung der Träger ist, die vom Fahrzeughersteller definierten Punkte möglichst
einzuhalten. Der Träger wird dort montiert, wo die Kräfte in A-, B- und C-Säule weitergeleitet werden.

@ Martin. 120cm wird knapp, kann aber gehen. Es kommt auf die Kajaks an. Am Besten wäre das System, wie es
Günter vorschlägt mit den variablen Holmen. Da du jedoch schon deinen Träger hast, würde ich an deiner
Stelle erst einmal 1 Satz dieser Eckla Bügel kaufen. Mir reicht je 1 Bügel pro Kajak. Der ist jeweils
vorne (kann aber auch hinten sein) und das andere Ende wird so nahe wie möglich an den Canadier gedrückt.
damit der Spanngurt nicht abrutscht, habe ich unten an den Holm kleine Blechwinkel genietet.

Gruß, Stefan

raftinthomas Offline




Beiträge: 555

01.05.2011 09:00
#25 RE: Dachtransport Boot in Boot antworten

Grundsätzlich ist der Fahrer natürlich verantwortlich und haftbar für seine Ladung. Insofern sollte man schon ein gewisses Augenmass mitbringen.
Ich wollte darauf hinweisen, dass die angegebenen Lasten nicht verbindlich sind und euch niemand von der Polizei oä wegen Überladung die Weiterfahrt untersagen kann. Ab gewissen Grenzen natürlich schon, zB bei offensichtlicher Überladung-Deforamtion der Karosserie oder sonstiger mangelhafter Ladungssicherung.

Was das Buschtaxi angeht: Piste ist ja nun was ganz anderes, das darf man aus meiner Sicht nicht vergleichen mit Strassenbenutzung in unseren Breiten. Nixdestrotz hat der Kerl meiner Meinung nach irgendeinen Fehler gemacht- mit den Thule-Regenrinnenfüssen hab ich schon echte Dinger gedreht. Die haben immer gehalten.

grüsse vom westzipfel, thomas

Kanuotter Offline




Beiträge: 551

01.05.2011 09:38
#26 RE: Dachtransport Boot in Boot antworten

Hallo Thomas,

ist das deine gefühlte deine Meinung oder ausreichend fundiert? Mir fehlt dazu der umfassende Hintergrund.

Allerdings werden im Fahrzeugschein Anz. zulässiger Personen bwz. Reifengröße festgelegt. Zumindest für diese zwei Fälle abweichen bedeutet einen Verstoß gegen zulässigen Zustände und hat bei Polizei bzw. TÜV Konsequenzen.

Natürlich kann ich andere Reifen aufziehen, mehr Personen einladen, höhere Dachlasten auflegen. Geht alles, funktioniert alles, hat jeder schon gemacht. Meine gefühlte Meinung zur Dachlast: Wenn was schief geht hat der Fahrer das Nachsehen.

Gruß Norbert

raftinthomas Offline




Beiträge: 555

01.05.2011 10:10
#27 RE: Dachtransport Boot in Boot antworten

Nein,

das ist schon so. Das ist die Quintessenz aus StVO, technischen Vorschriften und gerichtlichen Urteilen.
Aber du bist als Fahrer immer verantwortlich. Und wenn etwas passiert auch haftbar. Logisch. Daher noch mal meine Kernaussage: Die empfohlenen Dachlasten haben keinerlei verbindlichen Charakter. Für die Ladungssicherung -dazu gehört auch der Träger- ist alleine der Fahrer (im gewerblichen Bereich auch noch der Unternehmer) verantwortlich.

Da Räder/Reifen Fahrzeugteile sind brauchen sie eine Freigabe. Gepäckträger nicht. Daher gibt es da auch keinen Eintrag in der Zulassungsbescheinigung (früher KFZ-Schein). (*Meines Wissens nach stehen in den Zulassungsbescheinigungen I auch nicht mehr alle zugelassenen Reifengrössen drin- dh der kontrollierende Beamte kann gar nicht mehr schnell überprüfen, ob die Reifen ok sind.*)

grüsse vom westzipfel, thomas

markuskrüger Offline




Beiträge: 1.011

01.05.2011 10:24
#28 RE: Dachtransport Boot in Boot antworten

Zitat von raftinthomas
Zum gefühlt 3271. Mal: Es gibt keine verbindliche, maximal zulässige Dachlast. Schon gar nicht im Fahrzeugschein.

Die Fahrzeughersteller geben in ihren Betriebsanleitungen meist sog. maximal empfohlene Dachlasten an. Diese haben aber keinerlei bindende Wirkung.
(...)
Dachträgerhersteller geben meist ebenfalls maximale Lasten für ihre Träger an, die oft deutlich höher liegen als das, was die Fahrzeughersteller sich vorstellen.



Verbindlich sind solche Werte nicht direkt. Im Schadensfalle (besonders, wenn eine Versicherung bezahlen soll, das aber nur ungern tun möchte) wird es aber schon Berücksichtigung finden. 5% Abweichung werden dabei wohl nicht wild sein, bei 100% Überschreitung (gegenüber der Empfehlung) dürfte mancher schon eine gewisse Fahrlässigkeit erkennen wollen. Bei einer Routinekontrolle müssen schon sichtbare Ladungssicherungsmängel auffallen.
[Meine persönliche Meinung]

Gruß,
Markus

rené Offline



Beiträge: 472

01.05.2011 12:34
#29 RE: Dachtransport Boot in Boot antworten

Zitat
Interessant ist übrigens der Satz "Dabei sind die anerkannten Regeln der Technik zu beachten."
Dieser beinhaltet zB, dass ausschliesslich normgerechte Spanngurte zum Zurren benutzt werden dürfen.



Ich habe eben mal ein wenig im Netz gesucht, finde aber keine konkreten Vorgaben für Privatpersonen. Immer wenn von genormten Spanngurten und anderen Zurrmitteln die Rede ist, steht in den zitierten Richtlinien etwas von Gütertransport bzw.-verkehr oder Lastkraftwagen.
Nirgendwo habe ich einen Hinweis darauf gefunden, dass im privaten Bereich auch genormte Gurte verwendet werden müssen.
Hat jemand da eine Fundstelle? Oder Beispiele, wo ein Fahrzeughalter in der Verkehrskontrolle Ärger wegen der verwendeten Gurte oder Seile bekommen hat?

Die wenigsten Gurte aus dem Kanuhandel haben diesen Stoffzettel mit der aufgedruckten Norm, zumindest habe ich es selten gesehen.

Gruß René

MartinG Offline



Beiträge: 37

01.05.2011 15:50
#30 RE: Dachtransport Boot in Boot antworten

Ich hab den Boot-in-Boot-Tranpsort ausprobiert.
Nach ca. 500 km Fahrt auf Landstraßen und Autobahn ist festzustellen, dass sich weder am Fahrverhalten noch am Verbrauch irgend etwas geändert hat. Nur für die Verladung brauche ich jetzt halt immer eine Hilfe.

Allen Hobby-Verkehrsjuristen, die sich hier jetzt über die Zulässigkeit von Dachlasten duellieren müssen empfehle ich ein Ausweichen auf einschlägige Foren wie z. B. unter www.verkehrsportal.de o.ä..
Ist aber nur meine Meinung zur Tendenz Forenthemen unnötig aufzublähen

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