Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Zur Vermeidung weiterer rechtlicher Auseinandersetzungen werden alle Beiträge und Äußerungen über die Firma Gatz-Kanus, den Namen und deren Produkte nicht mehr geduldet.
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 6 Antworten
und wurde 739 mal aufgerufen
 Ausrüstung > Boote, Paddel, Zubehör, CanoePacks, Kanubau
Eddy Offline



Beiträge: 30

24.03.2011 16:31
Royalexkleber lösemittelfrei? antworten

Moin, moin liebe leute,

nur noch drei Wochen bis zum Frankreich-Urlaub. Höchste Zeit, das Wildwasser-Outfit in unserem Boot zu vervollständigen.

Ich hatte mehrmals gesehen, wie D-Ringe, Kneepads etc. mit einem lösemittelfreien sikaflexähnlichen Kleber eingebaut wurden. Leider habe ich keine Bezeichnung von dem Zeugs. Meine bisherige Suche ergab Hinweise auf MS-Polymer-Kleber. Ist das das Richtige? Wenn nicht, was sonst? Kennt jemand Hersteller und Bezugsquellen? Gibt es Langzeiterfahrungen mit der Haltbarkeit? Wie häufig oder üblich sind eigentlich Schäden am Royalex durch die Einwirkung von Lösemitteln in Klebern wie Vynabond usw.?

Für alle Infos schon mal vorab besten Dank.

Viele Grüße
Peter

Wala Offline



Beiträge: 28

24.03.2011 21:58
#2 RE: Royalexkleber lösemittelfrei? antworten

Hallo Peter

Ich verwende wegen schlechter Erfahrungen keine lösungsmittelhaltige Kleber mehr an Booten.
Eiine lösemittelfreie Lösung: Polyflex 444 der Fa. Gyso (www.gyso.ch)
Anwendung: Ankerplatten anschleifen, Royalex anschleifen und mit Papierband Umrisse abdecken, dann mit Zahnspachtel einseitig auftragen und Ankerplatten andrücken. Wichtig ist, dass man die Luft vom Zentrum her nach aussen drückt und dass überall Klebmasse drunter ist. Nach dem Aushärten kann überschüssiges Material weggerubbelt werden. Das Material ist ähnlich wie Silikon zu verarbeiten, deshalb etwas lästig zu handhaben. Allerdings hält es über viele Jahre bombenfest. Wichtig ist eine gewisse Luftfeuchtigkeit. Laminatboote sollte man vorher mit dem Primer 414 vorbehandeln.
Wo man in Deutschland die Gyso-Produkte bekommt, findest Du sicher heraus...

Grüsse aus der Schweiz

Wala

Gerhard Offline




Beiträge: 638

25.03.2011 07:55
#3 RE: Royalexkleber lösemittelfrei? antworten

Hallo Peter,

ich verwende Royalexkleber.
Du musst ihn nur lange genug ablüften lassen (15 Min.), dann ist das kein Problem.

Vorgehen: anschleifen, säubern mit Verdünung o. ä., dann beidseitig dünn mit Kleber einpinseln, 15 Min. ablüften lassen, nochmal beidseitig dünn einpinseln, wieder 15 Min. ablüften lassen, dann beidseitig anfönen, dann zusammendrücken.
D-Ringe auf Pads drücke ich immer mit einer Kunststoffrolle fest. Gibts im Baumarkt. Kniepads und Sattelsitze presse ich durch Körpergewicht fest. Hält!

Grüße Gerhard

lej ( gelöscht )
Beiträge:

25.03.2011 18:05
#4 RE: Royalexkleber lösemittelfrei? antworten

Moin Eddy
Was ist der Grund, dass du keinen lösemittelhaltigen Kleber benutzen möchtest?
Ich habe nach vielem Probieren UHU Alleskleber Kraft genommen. Einseitig die die D-ringe eingeschmiert, bootsseitig nur ganz leicht angeraut und drangepappt. Über Nacht aushärten lasse und fertig.
LG Jürgen

Kanuotter Offline




Beiträge: 551

26.03.2011 07:44
#5 RE: Royalexkleber lösemittelfrei? antworten

Hallo Eddy,

MS-Polymerkleber sind Dichtungskleber mit leidlicher Festigkeit. Du kannst hier bei guter Oberflächenvorbereitung mit Festigkeiten von 2-3 N/mm² rechnen. Das ist für D-Ringe zu weinig. Die haben zwar eine riesen große Fläche. Die Einleitung der Kraft erfolgt aber doch ziemlich punktuell, so dass eine hohe Belastung unmittelbaren Umkreis des D-Ringes entsteht. Der Kleber sollte höhere Festigkeiten erreichen, wobei 5-8 N/mm² sicher schon Klasse wäre. Kunststoffe sind keine Metalle!

Habe D-Ringe in meine Royalexboote nicht für harten Wildwassereinsatz (mit viel Wasser im Boot und stark auftreibenden Luftsäcken), sondern nur als Kenterschutz und Hilfe beim Wiedereinstieg. Meine Erfahrungen/Experimente:
Patex-Hart-PVC-Kleber: stark anlösend in der Oberfläche, funktioniert nur wenn das Timing beim Ablüften sehr gut stimmt. Bin hier nicht zufrieden.
Patex-Transparent: würde ich für meinen Bedarf wieder machen. Hat funktioniert, war kostengünstig. "Man" sagt aber, es gäbe Kleber mit höherer Festigkeit...

Verarbeitung:
- Umriss der Klebestelle mit Edding aufzeichnen
- beide Seiten 60er Schmirgel, beide Seiten Azeton zur Grundierung/Reinigung, ablüften lassen.
- beide Seiten flächig einstreichen.
- Ablüften lassen bis Oberfläche trocken (wie beim Fahrradreifen reparieren).
- Mit kleiner Malerrolle (Schaumstoff) kräftig anpresen.
- Zum Nachwirken: Schaumstoffmatte drauflegen und hohes Gewicht fächig einleiten (Stapel Pflastersteine z.B.).

Gruß Norbert

Eddy Offline



Beiträge: 30

13.04.2011 21:02
#6 RE: Royalexkleber lösemittelfrei? antworten

Moin, moin,

vielen Dank für die Tipps.
Ich habe nun beide Kleber parallel verwendet: Sattelsitze mit Polymer-Kleber ( Walter, das entspricht in etwa dem von Dir empfohlenen Kleber - Danke), knee-pads einmal mit dem Rest Vynabond (ähnlich) und einmal auch mit MS-Polymer. Die Zeit wird zeigen, was hält und was nicht. Bisher macht beides einen guten Eindruck. Wenn`s Erfahrungen gibt, melde ich mich.

Bis dahin, viele Grüße
Peter

MrDick Online




Beiträge: 1.234

13.04.2011 21:08
#7 RE: Royalexkleber lösemittelfrei? antworten

Hat schon mal jemand ein 5-minuten-Epoxy dafür versucht? Das sollte eigentlich sehr gut funktionieren und enthält auch keine Lösungsmittel, da polyadditionsvernetzend.
http://shop.r-g.de/Klebstoffe/Epoxyd-Kle...uten-Epoxy.html

Liebe Grüße, Sebastian

-
"It's not the equipment!" (Pat Moore)
-
100% pure canoeing: http://www.canoespirit.de

 Sprung  

Canadier.com ACA Kanuschule