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Dieses Thema hat 29 Antworten
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 Ausrüstung > Boote, Paddel, Zubehör, CanoePacks, Kanubau
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Andreas Schürmann Offline




Beiträge: 2.067

17.02.2011 10:44
#16 RE: Richtige Bootsform antworten

@sam456 Jörg

Bei der ganzen, immer wieder gern geführten, Diskussion zur Bootsgeschwindigkeit muß Du immer den Spruch:
"Once the boat, twice the men."
im Ohr haben.

Mein Eindruck ist, das der tatsächliche Geschwindigkeitsunterschied den verschiedene Boote (bei gleicher eingesetzter Energie) erreichen, eher klein ist, solange mann sich im unteren Leistungsbereich bewegt. Wir können ja mal im Forum eine Umfrage starten wieviele Ihren Kanadier aus Geschwindigkeitsgründen gewechselt haben, und wieviel das in Tagesstrecke aus machte.

Ein Paddelkurs hat bei mir ca. 1/3 mehr Dauergeschwindigkeit gebracht, verschiedene Boote eher einige Prozent.

Ich weiß einen der sein Pakboat gegen ein schnelleres "Festboot" gewechselt hat. Das könnte ich aus Erfahrung bestätigen und würde eine Änderung von ca.4 auf ca.5,5 km/h Dauergeschwindigkeit bestätigen.

Gruß
Andreas

"Doch es ist mit dem Feuer ähnlich wie mit dem Schwimmen, mag kommen was will, man sollte es beherrschen." :Feuer, Andy Müller

lej ( gelöscht )
Beiträge:

17.02.2011 14:10
#17 RE: Richtige Bootsform antworten

Hallo Andreas
Das ist ein sehr stimmiger Hinweis, speziell zum Wanderpaddeln. Mich mit einem Canadier sicher fühlen, ist das Entscheidende. Trotz entsprechender Zuladung mit den Wellen eines vorbeibretternden Motorboots, Rückläufern von Spundwänden, etwas härterem Wetter, plötzlich ihr Gewicht verlagernden Kindern oder Hunden, sich sicher sein, dass man das Boot gut im Griff hat, das hat was.
Einen verhaltensrobusten Wandercanadier ziehe ich einer vielgepriesenen Rennziege gerne vor. Stressfrei ankommen ist besser als verunsichert gar nicht erst los zu fahren.
LG Jürgen

sam456 Offline



Beiträge: 10

17.02.2011 17:35
#18 RE: Richtige Bootsform antworten

Hallo alle miteinander,
da habt Ihr mir ja ne menge zu lesen geschickt.
Klar ist unter den Gesichtspunkt der Sicherheit ein Boot mit hohen Seiten besser (was ich eh schöner finde) und ich will ja auch keinen Renner aber auch bei dennen gibts bestimmt Unterschiede in Punkto Leichtlauf und so, nicht?
Da wir mit unseren Wauwis und 10 Kg Gepäck bestimmt 200 Kg ins Boot bringen sollte das Boot wohl schon etwas größer sein.
Habe heute erstmal das Buch (canoecraft) bestellt und würd auch gern den ein oder anderen Canadier probepaddeln.Weiß nur nicht ob das zu dieser Jahreszeit möglich ist.
Ich hatte gehofft das ich mein Boot bis zum Spätfrühling fertig gebaut zu haben.

viele grüße und nur weiter so.
ps. Fährt von Euch auch jemand mit nem Canadier auf dem Rhein, oder lieber nicht?

MrDick Offline




Beiträge: 1.234

17.02.2011 18:46
#19 RE: Richtige Bootsform antworten

Zitat
Habe heute erstmal das Buch (canoecraft) bestellt und würd auch gern den ein oder anderen Canadier probepaddeln.Weiß nur nicht ob das zu dieser Jahreszeit möglich ist.



Ein obligatorischer Hinweis zum Buch: Die metrischen Angaben der Tabellen sind anscheinend falsch umgerechnet. Mit der Suche findest Du in diesem Forum einige Hinweise dazu. Andreas hat auch mal was zum übertragen der Tabellenwerte in eine Zeichnung reingestellt, soweit ich mich erinnere.

Die Jahreszeit sollte grundsätzlich kein Problem sein. Hängt halt vom Bootseigner ab.

Liebe Grüße, Sebastian

-
"It's not the equipment!" (Pat Moore)
-
...der will nur spielen!
Für alle die am Bodensee spielen wollen: http://www.freestylecanoeing.org

Panta Rhei Offline



Beiträge: 75

18.02.2011 23:14
#20 RE: Richtige Bootsform antworten

Hallo Sebastian, habe leider kein Video, funktioniert meiner Erfahrung nach wirklich nur auf kurzen Strecken mit sehr hoher Paddelfrequenz, hohem Kraftaufwand und ohne Steuerschläge.

Mit der Geschwindigkeit sehe ich genauso wie Andreas, im unteren Geschwindigkeitsbereich gibt es wirklich wenig Unterschiede, die Steifigkeit des Bootsrumpfes erscheint mir allerdings nicht ganz unbedeutend. Ist wohl auch der Grund, warum die weicheren Pakcanoes mit der beweglichen und einfedernden Kiellinie doch spürbar langsamer sind als die Ally Faltkanadier, von denen vor allem die "rote Baureihe" mit der geraden Kiellinie kaum Geschwindigkeitsunterschiede zu einem Feststoffkanadier spüren läßt. (wir haben mal auf 600km Fluß 3 unterschiedliche Allys gegen einen Feststoffkanadier antreten lassen - allerdings im normalen Tourenbetrieb mit Gepäck, beim Flußaufwärtsfahren ohne Gepäck sind die Geschwindigkeitsunterschiede meiner Erfahrung nach minimal spürbar).

Gruß T o m m y

Wolfgang Hölbling Offline




Beiträge: 2.918

19.02.2011 08:42
#21 RE: Richtige Bootsform antworten

Solange man allein, oder in einer homogenen und / oder rücksichtsvollen Gruppe unterwegs ist, spielt die Geschwindigkeit - vom Fahrspaß abgesehen- eine weniger wichtige Rolle.
Wir fahren gerne Tagestouren an der Drau mit oft gemischter Besetzung, zuerst gegen die Strömung, dann zurück.
Barbara und Albert, die öfter mit dabei sind, hatten bei Ihrer ersten Fahrt auf mein Angebot, ein Feststoffboot zu nehmen verzichtet und ihren "Falter" benutzt.
Fazit: wenn die Strömung stärker wird, trennt sich die Spreu vom Weizen, der Arbeitsunterschied wird offensichtlich. Die Hoffnung, daß die Rückfahrt mit der Strömung ( aber etwas Gegenwind ) zum Vergnügen wird, erwies sich als trügerisch: die "Festen" waren spielerisch flott unterwegs, die Differernz wieder nur zu deutlich.
Beim nächsten Termin saßen die zwei in einem Winisk, und diesmal waren sie es, die immer wieder in einem Kehrwasser auf das Rudel warteten. An dem Tag fuhren wir die ganze Strecke von Wunderstätten bis Edling - ca 1/3 weiter! Die Rechnung ist einfach: + 1km/h Wandergeschwindigkeit, bringt in 6 Stunden ...? ein Lächeln aufs Gesicht der Nutznieser!

Wolfgang Hölbling

lej ( gelöscht )
Beiträge:

19.02.2011 11:06
#22 RE: Richtige Bootsform antworten

Moin Sam
Ja, unter gewissen Voraussetzungen ist es kein Problem, auf dem Rhein zu fahren. Das Stück mit dem Rheinfall würde ich aber erst später, mit genügend Erfahrung probieren.
Gruß Jürgen

Panta Rhei Offline



Beiträge: 75

19.02.2011 12:38
#23 RE: Richtige Bootsform antworten

Hallo Wolfgang,

würde mich interessieren, welch ein Falter das war? Und der Vergleich mit einem Winisk dürfte wohl einige Boote alt aussehen lassen was die Geschwindigkeit betrifft. Trotzdem: ich fuhr auf meinen Touren auch schon meinen Wehnonah Odysee gegen einen Ally Expedition und alle haben am Ende gelächelt ohne jetzt groß Rücksicht zu nehmen (obwohl der Expedition sicherlich alleine von der Form her theoretisch und bei entsprechender Paddelweise auch praktisch natürlich langsamer ist). Trotzdem sind 120km am Tag auch mit einem Ally Expedition (einem eher langsameren Ally) kein wirkliches Problem solange der Fluß ein bisserl fließt. Und das reicht ja meistens. Das ist halt der untere Geschwindigkeitsbereich auf einer normalen Tour im Fließwasser, ohne hard core Sitn Switch, mit deutlich Gepäck im Boot so daß Gegenwind relativ irrelevant wird und die Unterschiede zwischen den Booten im Live Einsatz sich sehr aneinander annähern. Sehe ich genauso wie Andreas.
Ausnehmen würde ich mal die aufblasbaren Canoes, wie etwa Grabner Outside, wo man wirklich, grade bei Gegenwind, in einer anderen Liga unterwegs ist und gemeinsame Touren mit Fest oder Falter wegen der bei unterschiedlichen Verhältnissen doch teilweise sehr unterschiedlichen Tempi nur noch mit viel Toleranz möglich sind.

Gruß T o m m y

Sancho Offline



Beiträge: 72

19.02.2011 17:28
#24 RE: Richtige Bootsform, und mein subjektiver senf.... antworten

hallo sam,

ich habe vor 7 jahren vor der gleichen frage gestanden und das buch von TedMoores regelrecht inhalliert... bin schließlich beim Prospektor gelandet und habe es nicht bereut. Den entwurf (... -> originalzeichnung kaufen, die 70€ lohnen sich !! ) habe ich um ca 30,5 cm verlängert; von wegen länge läuft; und den vorsteven um etwa 11 cm höher auslaufen lassen, weil ein boot für mich einen bug und ein heck haben muss. Die puristen werden jetzt mit tomaten nach mir werfen! ABER: der höhere vorsteven hat bei gegenwind den vorteil, daß man das boot etwas angekantet am wind padddeln kann und ohne kompensationsschlag auskommt und strecke macht, bis man eben nicht mehr kann und/oder die schützende uferzone erreicht hat...und er läuft wohl auch etwas trockener.
Bis zum vergangenen jahr waren wir 4 damit immer etwa 2 wochen paddeln, mit vollem gepäck und kocher und kissen und teddys und und und... jetzt werden die kinder langsam zu groß und in meinem schuppen entsteht gerade ein SOF RobRoy....

73 s

Wolfgang Hölbling Offline




Beiträge: 2.918

19.02.2011 18:13
#25 RE: Richtige Bootsform, und mein subjektiver senf.... antworten

Hi Tommy,
der Vollständigkeit halber: Besatzung gute Paddler, beide auch solo unterwegs, Kanu Pack 160.
LG

Wolfgang Hölbling

lej ( gelöscht )
Beiträge:

19.02.2011 20:24
#26 RE: Richtige Bootsform, und mein subjektiver senf.... antworten

Moin Sancho
Freut mich, dass du auf diesen Nutzen der hohen Nase hinweist. Ich verfahre genauso.
Gruß Jürgen

sam456 Offline



Beiträge: 10

19.02.2011 23:07
#27 RE: Richtige Bootsform, und mein subjektiver senf.... antworten

@ sancho,
hast du mal ein Foto von deinem Boot, würd mich ja mal interessieren.

Ich war heut mal in einem Laden für Kanus, dort wurde mir gesagt das Holzboote erheblich schwerer und viel aufwndiger zu pflegen sind.
Würd ich wohl auch sagen, wenn ich GFK und PE Boote verkaufe.

jörg

Panta Rhei Offline



Beiträge: 75

21.02.2011 00:49
#28 RE: Richtige Bootsform, und mein subjektiver senf.... antworten

Danke Wolfgang für Info.

Gruß T o m m y

Sancho Offline



Beiträge: 72

22.02.2011 15:45
#29 RE: Richtige Bootsform, und mein subjektiver senf.... antworten

... ein foto, etwas älter, aber der rumpf ist so geblieben, inzwischen mit ama ( ausleger ) für stabileres segeln ... siehe auch segelkanus... etc...


http://files.homepagemodules.de/b61606/f3t310p9644207n1.jpg


Holzboote, insbesondere wenn sie mit epox verglast sind, brauche nicht mehr und nicht weniger pflege wie ein plasteboot, wenn man werthaltigkeit voraussetzt. Ich schleife aller 2 ... 3 jahre kurz an und lackiere mit epifanes, weils spaß macht und ich gern mit einem gepflegten boot unterwegs bin. Ein plasteboot sollte auch regelmäßig poliert werden, wenns schick aussehen soll.
Reine holzboote sind etwas aufwendiger, was den eigner aber nie stören wird, weil: ein holzboot ist mehr als ein wasserfahrzeug ;-)

73s

sam456 Offline



Beiträge: 10

23.02.2011 22:08
#30 RE: Richtige Bootsform, und mein subjektiver senf.... antworten

Schick
mehr braucht man dazu wohl nicht zu sagen.

jörg

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