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 Ausrüstung > Boote, Paddel, Zubehör, CanoePacks, Kanubau
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welle Offline




Beiträge: 1.525

19.01.2011 19:20
#16 RE: Segelausrüstung antworten

moin Sote,
die Aurora kennt man ja kaum wieder - schnittig schneidig.
Mein Schwager ist der Hafenkapitän vom Marinestützpunkt, der sieht Dich öfters
rumkreuzen und berichtet

Wir haben doch mal einen thread Segelkanus - Kanusegeln angefangen, da wäre
das hier doch gut aufgehoben - so muss man wieder hin und her kreuzen, aber die
kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten ist ja die zickzacklinie....

Gruß aus der Nordheide
Albert

interloper Offline




Beiträge: 59

20.01.2011 16:54
#17 RE: Segelausrüstung antworten

Moin Albert!
Ups da stehe ich ja unter Beobachtung! Und danke für die Blümchen!

Habe ich gesehen. Lej der Threadbeginner hat es wohl auch übersehen. Wir geloben Besserung

Gruß - Sote

*Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten ist eine Zickzacklinie*

lej ( gelöscht )
Beiträge:

20.01.2011 20:37
#18 RE: Segelausrüstung antworten

Moin,
ein guter Regenschirm statt Paddel in der Hand, ist bei 4-5 Bf von keinem Kanu oder Kajak mit Paddel zu toppen.
Gruß Jürgen

PS: vielleicht gibt es irgendwann mal eine Segelrubrik im Forum, das wäre schon schön.

Andreas Schürmann Offline




Beiträge: 2.067

21.01.2011 07:57
#19 RE: Segelausrüstung antworten

Moin Jürgen
Da freu ich mich schon drauf, die Besegelung mal zu fahren.

Bei Deiner Schwertkonstruktion solltest Du nicht zu "massiv" vorgehen. Grundsätzlich tendieren Canadier eher in Richtung Leichtbau, selbst die, die über 40kg wiegen. Kräfte werden in leichten Konstruktionen anders ein- und abgeleitet als in massiven. Mischt man beide Verfahren sind Probleme vorprogrammiert.

Der Schwertrohling ist in relation zur Segelfläche echt gewaltig.
Ja, die Plattbodenschiffe haben auch riesen Schwerter, aber die haben auch richtig viel Segel wenn alles oben ist.

Gruß
Anbdreas

"Doch es ist mit dem Feuer ähnlich wie mit dem Schwimmen, mag kommen was will, man sollte es beherrschen." :Feuer, Andy Müller

interloper Offline




Beiträge: 59

22.01.2011 12:25
#20 RE: Segelausrüstung antworten

Ein größeres Schwert hat nichts mit viel Wind in den Segeln zu tun. Im Gegenteil. Bei schwachem Wind bedarf es einer größeren Lateralfläche um in schmalen Gewässern (Kanäle) aufkreuzen zu können. Deshalb haben die Plattbodenschiffe – die Binnengewässer befahren -ein sehr breites Schwert. Im gegen Satz zum See-Ewer.

Gruß - Sote

*Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten ist eine Zickzacklinie*

lej ( gelöscht )
Beiträge:

22.01.2011 21:43
#21 RE: Segelausrüstung antworten

Moin Andreas und Sote
Seelig sind die, die glauben auch ohne zu sehen! Das ist mein Taufspruch.
Mein Klipschwert habe ich selbst in der Praxis hinlänglich ausprobiert und für ungeeignet empfunden u.a. ,weil es zu klein ist.
Ein einseitiges festes Schwert muss auch auf Grund der Einseitigkeit größer sein. Auf Steuerbordseite befestigt und auf Backbordseite laufend, verkürzt es sich logischerweise.
Plattbodenschiffe segeln übrigens auf Nord und Ostsee sowie im Ärmelkanal und auf Binnengewässern und in der Regel nicht ausschließlich Binnen oder Küste, vorteilhafte Bootsform für Tidengewässer .
Das abgebildete Schwert ist wie schon gesagt der Rohling und wird sicher beim Bearbeiten noch geringfügig schrumpfen.
LG Jürgen

Nachtrag: Mir ist wichtig, bei viel Wind zu kreuzen, nicht bei wenig Wind.

interloper Offline




Beiträge: 59

23.01.2011 17:29
#22 RE: Segelausrüstung antworten

Hallo Lej,
ich nehme an das Klappschwert ist von Solway. Hätte nicht gedacht das es nicht funktioniert. Persönlich halte ich eine feste Schwertbefestigung sowieso für besser. Wenn Du meine Bilder schaust, fahre ich an Stb ein fest angebrachtes Seitenschwert. Es hat natürlich eine dementsprechende Länge um auf dem Bb-Bug noch ausreichende Wirkung zu erzielen. Meine Segeleinrichtung ist so angebracht das ich alles demontieren und das Segelkanu wieder zu einem normalem Paddelkanu verwandelt. Steigert den Wiederverkaufswert. Deshalb ist bei mir auch die Mastfußhalterung nicht fest im Boot eingeklebt.
Zu den Auslegern (Ama) möchte ich nur sagen, seit dem ich sie habe ist das Segeln viel entspannter. Ich bemühe mich den jeweiligen Ama nicht ins Wasser tauchen zu lassen. Das Boot geht dann ab wie 'ne Rakete. Habe aber die Sicherheit bei einer einfallenden Bö die nicht rechtzeitig gekontert wird gleich im Bach zu liegen.

Gruß - Sote

*Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten ist eine Zickzacklinie*

lej ( gelöscht )
Beiträge:

23.01.2011 20:14
#23 RE: Segelausrüstung antworten

Moin Sote
Sehe ich ähnlich, mit den Einbauten. Der Mastfuß ist bei mir mit Klettband am Boden befestigt. Die Seitensteueranlage von Solway ist sehr gut, da man keine Löcher in den Rumpf bohren muss, sie ist für ein Kanu unter 17 Fuß aber unnötiger Ballast, da das eingehängte Paddel vollkommen ausreicht. Die Ruderanlage hatte ich für den Yellowstone 4,72 m bestellt, passt aber genau für den Atkinson 5,37 m. Ist mir immer noch ein Rätsel, woher die bei Solway von meinem anderen Canadier erfahren haben.
Für mich steht das Segeln nicht an erster Stelle, es ist eher mein Rückfahrticket bei sich verschlechternden oder generell gröberen Wetterverhältnissen, es eröffnet mir mehr Möglichkeiten und erhöht die Sicherheit.
Das mit den Auslegern kann ich gut verstehen nur bin ich mit ähnlichen schon über Kopf gegangen, oben drauf flach halte ich evtl. für problematisch. Auf runde Ausleger oder Durchstecher würde ich mich eher einlassen.
Mit dem Lugger liegt der Druckpunkt niedriger, dazu habe ich als Wanderpaddler immer ordentlich Gewicht drin. Bin ich mal ohne Ballast unterwegs, muss ich auch aufpassen, da es dann um ganz andere Geschwindigkeiten geht.
LG Jürgen
Nachtrag: Wie hoch ist dein Mast und kannst du bei deinem Rigg die Baumhöhe variieren?

Andreas Schürmann Offline




Beiträge: 2.067

24.01.2011 08:38
#24 RE: Segelausrüstung antworten

@Moin Jürgen

>>>Seelig sind die, die glauben auch ohne zu sehen!
Da kann ich jetzt nicht so recht was mit anfangen, ich bin mehr "physikös".

Die Physik kann allerdings klare Statements zur Segelgröße in Relation zur Schwertgröße abgeben. Das hängt vorallem mit der unterschiedlichen Dichte von Wassser und Luft zusammen.
Und dann will natürlich auch nicht jede Segelform gleich gut vorwärts. Beim dem abgebildeten Lugger, das ohne Beulen platt! auf dem Boden liegt, würde ich die besten Leistungen sicher im Achterlichen Wind suchen.
Es gibt immer einen Winkel am Wind ab dem es "unwirtschaftlich" wird, Katamaranfahrer können ein Lied davon singen.

Ich wollte mit den Bedenken zur Schwertgröße lediglich darauf hinweisen, das ein größeres Schwert auch immer mehr Wiederstand hat. Es gibt also einen Punkt ab dem man zwar BESSER geradeaus fährt, aber langsamer auf dem Weg ins Ziel ist. Berücksichtigt man dann noch die Kräfte aufs Boot und das handling, ist ein zu kleines Schwert besser als ein zu großes.

Ganz nebenbei würde ich was drauf verwetten, dass Schwerter die nicht in der Kiellinie liegen schlechter Höhe laufen als echte Mittelschwerter.
Aber vielleicht ist ja in der Kielerförde jede Linie auch eine Kiellinie.

Viel Erfolg beim basteln, wegsägen geht ja immer noch.

Gruß
Andreas

"Doch es ist mit dem Feuer ähnlich wie mit dem Schwimmen, mag kommen was will, man sollte es beherrschen." :Feuer, Andy Müller

lej ( gelöscht )
Beiträge:

24.01.2011 14:57
#25 RE: Segelausrüstung antworten

Moin Andreas
Physik ist recht umfangreich, wenn man ALLEN zu berücksichtigenden Faktoren gerecht werden will, mein Wissen reicht sicher nicht und meine Erfahrung zeigt, dass es anderen oft ähnlich geht.
Zweifel, untermauert durch praktisches selbst probieren, sind wichtig und sicher beseitigen kann ich sie nur, indem ich selbst sehe und ausprobiere welche Lösung die geeignetere ist.
Noch gut 3 Mon., dann kannst du selbst kontrollieren, was besser funktioniert. Ich freue mich schon drauf.
Wie weit bist du mit deiner Segelausrüstung?
LG Jürgen

bjoernen Offline




Beiträge: 417

24.01.2011 17:38
#26 RE: Segelausrüstung antworten

Moin Andreas,

wenn man mal vom heute üblichen Bau regattatauglicher Joghurtbecher absieht, ist das Seitenschwert in unserer Norddeutschen Tradition tief verankert. Seit vielen hundert Jahren fahren bei uns Plattbodenschiffe mit z.T. Kanadierähnlichen Unterwasser-Rümpfen, die sich z.T. hervorragend dicht an den Wind segeln lassen. Anders als bei Kielschwertern selbst dann noch, wenn ich nur noch die sagenumwobene Handbreit Wasser unterm Rumpf habe. Das liegt einfach daran, dass ein Schwert bei Fahrt und seitlichem Winddruck das Schiff nicht durch seine Eintauchtiefe sondern durch den anliegenden Druckunterschied im Wasser wirkt. Diese "Auftriebswirkung" funktioniert selbst bei großen Plattbodenschiffen so gut, dass das Schwert nicht sonderlich weit in's Wasser getaucht werden muss. Der Widerstand eines sauber ausgerichteten, stabil montierten, Schwertes ist übrigens nicht sehr hoch. Man müsste sogar darüber nachdenken, ob dadurch nicht auch die anrechenbare Wasserlinienlänge erhöht wird. Aber das ist ein anderes, faszinierendes Thema, wie man am Erfolg moderner Kata- und Trimarane ablesen kann.

So, jetzt schalte ich wieder von Klugscheißermodus auf minimalen cerebralen Energieverbauch um.

Grüße

Björn

... der mit dem Ally tanzt ...
(und ständig an's Essen denkt)

interloper Offline




Beiträge: 59

24.01.2011 17:58
#27 RE: Segelausrüstung antworten

Hallo Jürgen.
Mein Mast ist ein 3,5m Surfmast und teilbar. Der Baum ist von einer Jolle. Das Segel kann noch weiter nach unten nur bei der Wende muss ich noch unter durch kommen.
Bei http://www.solwaydory.co.uk/ läuft - wie ich schon einmal geschrieben habe - eine Fotostory über die Eindeckung eines Canadiers. Selbst in so einem Fall bringen sie das Schwert nicht in der Mitte an, sonder seitlich versetzt. Ich hatte diesbezüglich mal angefragt und zur Antwort bekommen - das Gepäck lässt sich auf einer Wanderfahrt besser verstauen. Bei einem offenem Canadier kann ich es nachvollziehen, aber bei einem eingedeckten?

Gruß - Sote

*Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten ist eine Zickzacklinie*

lej ( gelöscht )
Beiträge:

24.01.2011 21:38
#28 RE: Segelausrüstung antworten

Hallo Sote
Bei mir fahre ich das Segel so tief wie möglich, Lej sitzt vor dem Mast und selbst dichtgeholt oder bei Wende und Halse, paßt das Baumende noch vor mir her. Mein Segel sitzt ca 1m niedriger, das ist schon günstig für den Hebel obwohl ich manchmal auf dein Mehr an Tuch neidisch bin, nur dann müßte ich mir wohl auch Gedanken über einen Ausleger machen. Möchte so wenig Entbehrliches als möglich ins Kanu bringen.
Was hältst du von einem flexiblen Vordeck aus Tuch, hast du dir da schon mal Gedanken gemacht?
Das was die bei Solway da gerade machen ist schön aber auch unhandlich und schwer in Bezug auf portagieren und schleppen. Das ist schon mehr Segelyacht.
LG Jürgen

interloper Offline




Beiträge: 59

25.01.2011 17:15
#29 RE: Segelausrüstung antworten

Hallo Jürgen.
Viel weiter runter kann ich mit dem Baum nicht kommen, sonst wird die Wende zu sportlich. Das Segel auf den Bildern hat 30 sqft (2,78qm) im letzten Jahr hatte ich mir noch das 14 sqft (1,30qm) Segel bestellt – für den Einsatz bei viel Wind.
Die Briten fahren es mit dem 30iger als Besan. So kommen sie auf ihre magischen 44 sqft (4,08 qm).
Ehrlich gesagt sind mir 44 sqft zu viel. Übrigens dein Luggersegel wird auch mit der gleichen Segelaufteilung wie das Bermuda-Rigg angeboten.
So einen Planenspritzschutz hatte ich mal angedacht, aber bis jetzt den Gedanken noch nicht weiter verfolgt.

Gruß - Sote

*Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten ist eine Zickzacklinie*

lej ( gelöscht )
Beiträge:

25.01.2011 22:43
#30 RE: Segelausrüstung antworten

Moin Sote
Der halbe qm mehr macht schon was aus, so ab 3 müsstest du ganz schön schnell werden ohne Gepäck. Ich bekomme ab 4 bei leichter Lage auch beladen langsam Wasser rüber, deswegen die Idee mit der Persenning.
Leer wird er bei mehr als 3 am Wind zu schnell und dann muss ich auch ausreiten. Noch in der Erprobungsphase bin ich mit docook auf dem Plöner See bei viel Wind auch recht nass geworden, dann entwickelt so ein canadier Geschwindigkeiten, die kaum vorstellbar sind. Macht Angst und Spaß zugleich.
LG Jürgen

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