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Dieses Thema hat 22 Antworten
und wurde 2.348 mal aufgerufen
 Allgemeines Canadierforum
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Raphael Offline



Beiträge: 6

26.10.2010 23:42
#16 RE: knieend paddeln antworten

Naja.
Ein Freund von mir stand daneben, als vor wenigen Jahren auf dem Lech bei Häselgehr ein Paddler ertrank. Er war an einem Felsen stromauf gekentert, das Boot hat sich um den Felsen gewickelt und ihn mit den Füßen unter der Sitzbank eingeklemmt, weswegen er in dem Boot mit den Füßen unter der Sitzbank eingeklemmt ertrank. (Eine Säge war nicht zur Hand). Der Paddler hatte keine Wanderschuhe an. Ein Argument für einen Sattelsitz.

Gruß T o m m y

maromaier Offline




Beiträge: 259

28.10.2010 09:31
#17 RE: knieend paddeln antworten

Oder für eine Säge.

Erst vor 2 Wochen habe ich in Wales von einem vergleichbaren Unfall gehört, der allerdings glimpflich abgelaufen ist, weil eine Säge zur Hand war. Dieses Problem scheint vor allem für Soloboote zu gelten, wo die Knickstelle sehr warscheinlich unter oder in der Nähe des Sitzes ist. Ray Goodwin (UK-Kanuguru) hat seitdem immer eine Klappsäge dabei und propagiert sie als ebenso wichtig wie ein Rettungsmesser.

Ich habe auch schon Kanus gesehen mit klappbaren, an Seilen oder herausnehmbar eingehängten Sitzen, um die Gefahr des Eingeklemmtwerdens zu eliminieren.

Gruß,
Mark.

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lej ( gelöscht )
Beiträge:

28.10.2010 10:58
#18 RE: knieend paddeln antworten

Moin
Nun sind ja einige brauchbare Alternativen genannt, das mit der Säge ist vielleicht auch berechtigt aber doch schon sehr speziell. Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, wie ich mit Kopf unter Wasser baumelnd, dabei mit den Füßen eingeklemmt, mir meine Säge suche und mich dann befreie. In der Gruppe beim WW fahren ist das vielleicht was anderes.
Als kleines Licht bezüglich WW, habe ich trotzdem schon in den nördlichen Ecken reichlich km darauf zurück gelegt, sicher auch viele davon entlang des Ufers. Ich hatte nie dabei die Füße unter der Bank sondern halte es für mich viel praktischer, sich frei im WW aufrichten zu können, um die Lage zu peilen.
WW und WW sind sicher zweierlei Dinge. Für die große Mehrzahl der Wanderpaddler, wozu ich Schwedenfan dem Namen nach einfach mal dazu zähle, halte ich das Mitnehmen einer Säge zum Befreien für eingeklemmte Paddler für Schwachsinn. Ich halte die Wahrscheinlichkeit für hoch, dass dieser englische Paddelpapst nen Knall hat, dass mit der Säge so zu verallgemeinern.

Gruß Jürgen

Nachtrag: Auch ein Sattelsitz ist schon beschränkt speziell

maromaier Offline




Beiträge: 259

28.10.2010 11:31
#19 RE: knieend paddeln antworten

@Jürgen: Durch meine verkürzte Information habe ich dich offensichtlich verführt, ein vorschnelles und ungerechtfertigt hartes Urteil zu fällen über jemanden, von dem du sonst nichts weißt. Das tut mir leid.

Die Wahrscheinlichkeit, eingeklemmt zu werden, hängt natürlich vollkommen von den Umständen ab, unter denen gepaddelt wird. Es ist vernünftig, wenn man seine Sicherheitsausrüstung den Umständen anpaßt. Beim Freestylen auf spiegelglattem Wasser z.B. beschränkt sie sich bei mir allein auf eine Schwimweste. In verblocktem Wildwasser scheint es mir aber nicht übertrieben, wenn eine geeignete Säge dabei ist. Ich denke dabei übrigens mehr an Hilfe von außen als an Selbstrettung. Beim Wanderpaddeln auf unverblocktem Wasser ist diese Notwendigkeit wohl geringer, einverstanden.

Gruß,
Mark.

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lej ( gelöscht )
Beiträge:

28.10.2010 11:57
#20 RE: knieend paddeln antworten

@Mark
Ray Godwin dürfte nicht nur mir bekannt sein und ist trotzdem kein Heiliger.
Die Aussage ist so nur sehr generell zu verstehen und das allein halte ich für problematisch und käme dem gleich , wenn man behaupten würde, ein Kompass gehört unbedingt zur Ausrüstung eines Paddlers.
Sogenannte Gurus neigen manchmal dazu allgemeingültige Aussagen zu machen ohne dabei zu bedenken, dass der Durchschnittsmensch das 1zu1 übernehmen könnte.
Differenziert sehe ich das exakt so wie du.
Gruß Jürgen

martinaundflorian Offline



Beiträge: 490

28.10.2010 12:12
#21 RE: knieend paddeln antworten

Hallo zusammen!

Auch bei Tandem ist das Sitzbankproblem vorhanden da, wenn das Boot mit dem Boden Flussab vor einem Felsen liegt und knickt, sich die Süllränder aufeinander zu bewegen und damit schmaler sind als die Sitzbank. Um die Klemmgefahr zwischen Sitzbank und Boden völlig zu eliminieren müsste der Sitz mittig über ein Scharnier nach oben knicken können UND seitlich nicht fest verankert sein. Ich glaub ich hab sowas schon mal irgendwo gesehen...

Säge hab ich fast immer dabei, nicht nur wegen Klemmgefahr, auch wegen Schwimmern im Baumverhau oder einfach nur praktische Aspekten. Gute kleine Klappsägen kosten nicht die Welt, sind nicht schwer und leicht zu verstauen. Bei mir liegt sie unten im Standardsack der fast immer beim Paddeln dabei ist macht so praktisch keinen Aufwand.

Gruß
Florian (der zwar relativ selten im Tourenboot auf WW fährt, dann aber auch die Füße unter einer Standardsitzbank hat)

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Keep the open side up!

Gerhard Offline




Beiträge: 638

28.10.2010 12:47
#22 RE: knieend paddeln antworten

Die Problematik gibt es aber nicht nur im Wildwasser.
Auch bei leichter Ströhmung läßt sich ein Wandercanadier (ohne Auftriebskörper) relativ leicht um einen Felsen oder Brückenpfeiler wickeln.
Unfälle passieren meißt da wo man nicht mit rechnet.

Grüße Gerhard

sputnik Offline




Beiträge: 2.004

28.10.2010 13:01
#23 RE: knieend paddeln antworten

Oha, dann stehe ich ja gar nicht alleine da mit meinen Überlegungen wegen hängenbleiben.
Hier gibt es ein paar Ideen zu beweglichen Sitzen Daten zu Nova Craft Prospector 15'

Und zum Thema Säge verfolgt ihr glaube ich den falschen Ansatz. Kennt den niemand die "Mad Max" Filme? Da wurde in einer
Episode ein Rocker vor die Wahl gestellt entweder sein Bein oder die Kette, mit der er angekettet war, durchzusägen, bevor alles in
die Luft fliegt. Er hat es mit der Kette versucht, da hat ihm die Zeit dann nicht gereicht........

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