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Dieses Thema hat 17 Antworten
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 Allgemeines Canadierforum
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docook Offline




Beiträge: 884

01.02.2011 09:34
#16 RE: Holzkanadier Lackerneuerung antworten

Moin Forumgemeinde,
bei mir stand mal wieder eine "Runderneuerung" des Holzkanadiers an. Dabei habe ich für weitere Interessierte mal die Informationen und möglichst handfeste Eckwerte (natürlich aus meinem Blickwinkel) mitgeschrieben (für eigene Lackierarbeiten). Die trotzdem einlackierten Fusel könnt Ihr dann ja beim kommenden Holzkanadiertreffen zählen

Pflege Kanadier

Beschläge abbauen 1Std
Namen, Verein (Aufkleber) entfernen 1Std
Schleifen innen und außen :Exzenterschleifer (Profimaschine) kleine Exzenterstufe, hohe Drehzahl 180ger Körnung. Nass-Handschliff 180ger Körnung und Schleifschwamm feine Körnung dann entstauben mit nassem Schwammtuch und mit Staubbindetücher/Honigtücher. besonders Ecken, Kanten, Stoße und Materialansätze reinigen 12 Std
1. Schicht (innen, außen und Decks ohne Weger) 3 Std.
Anschliff Nass-Handschliff 400/500ger Körnung
besonders Ecken, Kanten, Stoße und Materialansätze reinigen 4 Std.
2. Schicht (innen, außen und Decks ohne Weger) 3 Std.
Anschliff Nass-Handschliff 400/500ger Körnung
besonders Ecken, Kanten, Stoße und Materialansätze reinigen 2 Std.
3. Schicht (innen, außen und Decks ohne Weger) 2 Std.
Anschliff (Decks und Weger Nass-Handschliff 400/500ger Körnung 1,5 Std.
besonders Ecken, Kanten, Stoße und Materialansätze reinigen
4. Schicht (innere Mahagonyteile, Deck und Weger) 1,5 Std.
Anschliff (Decks und Weger Nass-Handschliff 400/500ger Körnung 1,5 Std.
besonders Ecken, Kanten, Stoße und Materialansätze reinigen
5. Schicht (innere Mahagonyteile, Deck und Weger) 1,5 Std.
Beschläge anbauen 1 Std.
Namen, Verein (Aufkleber) erneuern 1 Std.

Wahl des Lacks: 1 Komponenten Lack, gute Ergebnisse, Verarbeitung, Verlaufseigenschaften, wenig Nachdunkeln des Holzes (Veränderung der Kohlenstoffanteile im Holz unter Sonneneinstrahlung)

Lack innen International Goldspar satin
Lack außen (inkl. Deck, innere Mahagonyteile) International Schooner
Lackierung mit Hochdr. Schaumrollen und Schaumpinsel (sehr gut). Nur die Hochdr. Schaumrollen verursachen weniger Blasen im Lack. Die Lackdosen ab der zweiten Öffnung durch einen Nylonstrumpf filtern. Das minimiert Fremdstoffe und Staubpartikel, die man insbesondere bei einer glänzenden Oberfläche später sehen würde. Bestes Ergebnis bei guter Neonlichtbeleuchtung ohne direktes Sonnenlicht. Lackierte Fläche auf Fehlstellen „abspiegeln“ mit LED Taschenlampe und nachziehen, bevor die Topfzeit des Lacks endet.

Kostenrahmen: 120.-€ für Lack, Verbrauchsmaterial u.a.
Zeitaufwand 36 Std.

Viele Grüße
docook

KanuKurt Offline



Beiträge: 62

09.02.2011 11:24
#17 RE: Holzkanadier Lackerneuerung antworten

Mit der Problemstellung bei Booten hatte ich zum Glück noch nie zu tun, aber als gelernter Tischler/Schreiner hat man uns immer eingebläut keine Fettflecken auf dem Holz zu hinterlassen, weil das dann unschöne Flecken und Haftungsprobleme ergibt wenn dann lackiert wird. Von dieser Grundlage her, verstehe ich es nicht wie man eine geölte (fette ) Fläche überlackieren möchte. Firnis ist ja meines Wissens auch nur aufgekochtes Leinöl welches mit chemischen Trockenmitteln versetzt wird. Im vorliegenden Fall würde ich mich an einen Fachmann wenden und es eventuell mit dem angesprochenen "Öl-Lack" versuchen , oder wenn es ganz bitter kommt, bis auf,s Holz abschleifen und ein abgestimmtes Beschichtungssystem aufbringen. Eine Beschichtung mit Epoxidharz und Glasmatte wird leider wegen der geklinkerten Außenhaut kaum möglich sein. Auf jeden Fall würde ich auf einem geeigneten Stück Holz Vorversuche bezüglich der Haftung und Verträglichkeit anstellen, wäre schade um ein verunstaltetes Boot. Wünsche euch gutes Gelingen bei der heiklen Arbeit. LG Kurt

Hans-Georg Offline




Beiträge: 656

09.02.2011 12:25
#18 RE: Holzkanadier Lackerneuerung antworten

Hallo Kurt,

Firnis ist nur aufgekochtes Öl, dass man dann, wenn es mit Pigmenten versetzt ist, Lack nennt. Durch das Aufkochen kommt der Prozess des Aushärtens schneller in Gang, beim rohen Öl dauert das entsprechend länger. Auf durchgehärteten Öloberflächen halten also Lacke im Regelfall.
Gruß
Hans-Georg

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