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Dieses Thema hat 58 Antworten
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 Allgemeines Canadierforum
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Kanuhans Offline




Beiträge: 74

24.06.2006 12:01
#31 RE: Ist das Bärenloch lebensgefährlich? antworten

In Antwort auf:
Wenn das Problem jenseits Teisnach oft im Ausströmkanal der Papierfabrik liegt und dieser nicht ohne weiteres umtragen werden kann, sollte meiner Ansicht nach die Papierfabrik verpflichtet sein, eine vernünftige Umgehung zu schaffen. Das wäre für einen Konzern wie Pfleiderer zumutbar, denke ich .

Dem kann ich nur zustimmen. Es ist auch nicht übertrieben, eine bessere Ausgestaltung des Einsatzplatzes vor dem Ausströmkanal zu fordern. Normalerweise - wenn die Fabrikanlage ordnungsgemäß läuft - kann man hier ja weitgehend gefahrlos wieder starten.
Die Gemeinde Teisnach sollte hier insofern in die Pflicht genommen werden, als sie Druck auf die Firma Pfleiderer ausüben muss. Das kann aber nur funktionieren, wenn sie selbst mit gutem Beispiel vorangeht und die Aus- bzw. Einstiegstelle unter / nach der Straßenbrücke vernünftig gestaltet. Der Tourismusverband - und Teisnach gehört sicher dazu - macht groß Werbung mit dem Regen als Bootswanderfluss und ist dann nicht gewillt oder in der Lage, für ordentliche Ein- und Ausstiegsstellen sowie Umtragemöglichkeiten zu sorgen. Anrufe oder Schreiben an die Gemeinde(n) können hier möglicherweise etwas bewirken.

Kanuhans

grothauu Offline



Beiträge: 16

24.06.2006 15:24
#32 RE: Ist das Bärenloch lebensgefährlich? antworten

Ich habe mal eine freundliche Email an "tourist-info@teisnach.de" geschrieben.

Uli

raftinthomas Offline




Beiträge: 555

24.06.2006 16:11
#33 RE: Ist das Bärenloch lebensgefährlich? antworten

" ...sollte meiner Ansicht nach die Papierfabrik verpflichtet sein, eine vernünftige Umgehung zu schaffen."

ohne die situation zu kennen: wieso, bitte schön ?
natürlich wäre das (aus unserer perspektive) wünschenswert, aber warum sollte dazu jemand VERFPLICHTET sein/werden? imho völlig abstrus.

Naabadier Offline



Beiträge: 49

25.06.2006 08:38
#34 RE: Ist das Bärenloch lebensgefährlich? antworten

Das ist nicht abstrus. Die Papierfabrik Teisnach liegt am Ende des sogenannten "Bärenlochs". Die letzten 3 - 4 km, vielleicht der schönste und interessanteste Abschnitt, da bei normalem Wasserstand etwas spritzig mit flotter Strömung, kann nicht untragen werden. Endstation Wehr mit Werkskanal und altem Flußbett mit einer 700 m langen Unmtragestelle. Diese endet vor dem Werkstor und man muß die ziemlich steile felsige Böschung mit minimalem Platz am Ufer runter zum Einbooten. Unmittelbar nach dem Einstieg schießt das Wasser von links aus dem Werksgebäude mit ziemlicher Wucht direkt auf einem am rechten Ufer stehenden Felsen zu. Bei normalem Wasserstand ist das noch kein großes Problem. Kommt jetzt erhöhter Wasserstand hinzu, fließt auch eine sehr flotte Strömung vom ursprünglichen Flußbett dazu und führt dazu daß man sehr konzentriert versuchen muß die linke Strömung zu überqueren ohne daß man rechts auf den Felsen knallt. Genau diese Situation macht das ganze für ungeübte zum Problem. Und das ganze, wie gesagt am Ende der Paddelstrecke und nach 700 m Umtragen, da nach ca. 500 mtr., quasi direkt am unteren Werkstor sowieso die Aussatzstelle kommt. Mit einer Öffnung des Werkes könnte diese Stelle umgangen werden. Und ich glaube schon, daß man versuchen sollte darauf einzuwirken, daß diese durch diese Fa. entstandene Situation entschärft wird. Das ist ja nicht naturgegeben, sondern das Werk schafft erstens zusätzliche Gefahr und versperrt die einzig mögliche Umtragestelle. Ob man diese Fa. dazu verpflichten kann, das Werksgelände für Paddler zu öffnen, möchte ich stark bezweifeln, aber über mögliche Lösungsvorschläge sollte nicht zuletzt die verantwortliche Fa. nachdenken.
Der Regen gilt als einer der schönsten Wanderfluß in Bayern. Im Unterlauf ist er auch z.T. mustergültig beschildert und mit Aus/Einstiegsstellen ausgebaut. Warum das im oberen Bereich nicht der Fall ist, ist mir schleierhaft.
Viele Grüße
Paul.

Kanuhans Offline




Beiträge: 74

25.06.2006 10:13
#35 RE: Ist das Bärenloch lebensgefährlich? antworten
Ich find's auch nicht abstrus. Die Gewässer sind Allgemeingut und wenn eine Firma finaziellen Nutzen daraus zieht, dann müsste es normal sein, dass die weitere Nutzung für uns Bürger erhalten bleibt oder ermöglicht wird. Für den Pfleiderer-Konzern sind ein paar tausend Euro, die er für das Allgemeinwohl hier investieren müsste, außerdem ein Klacks.

Kanuhans Offline




Beiträge: 74

25.06.2006 11:20
#36 RE: Ist das Bärenloch lebensgefährlich? antworten

In Antwort auf:
Ich habe mal eine freundliche Email an "tourist-info@teisnach.de" geschrieben.

Ich auch. Auf Wunsch stelle ich meinen Brief per Email zur Verfügung. Vielleicht lassen sich ja noch weitere Canaierfahrer ermuntern, bei der Gemeinde oder dem Tourismusverband vorstellig zu werden. Nur meckern im Forum bringt sicher keine Verbesserung der Situation.

Gruß Hans

christian.loehnert Offline



Beiträge: 52

06.07.2006 18:41
#37 RE: Ist das Bärenloch lebensgefährlich? antworten

Hallo Hans,
ich würde gerne den Text als Vorlage haben
(email@kanu-info-isar.de)
Auch ich bin der Meinung: Wer ein Hindernis in einen Fluß baut, muß wenigstens dafür sorgen, daß andere Flußnutzer dadurch nicht mehr als unvermeidbar behindert oder gar gefährdet werden. Die Flüsse gehören uns allen, nicht nur den Kraftwerksbaronen etc. ( Bei natürlichen Hindernisse ist es was anderes.)
Gruß Christian

MarkusQ Offline



Beiträge: 9

08.08.2007 15:16
#38 RE: Ist das Bärenloch lebensgefährlich? antworten
Ganz spät mal nachgefragt: Die Links zu den Bildern vom Gumpenrieder Schwall (Beitrag von groothau vom 22.6.2006) sind inzwischen - ein gutes Jahr später - kaputt. Kann man die Bilder noch irgendwo finden? Hat jemand anderes Bilder von der Stelle bei halbwegs normalem Pegel?

Hintergrund: ich überlege, ob ich als Mensch ohne Wildwassererfahrung mit meinem Pakboat 165 (und Freundin, mit noch weniger Erfahrung) da mal runterfahren soll. Lust hätte ich, Schwimmwesten auch, Badengehen macht auch nix, aber leichtsinnig will man ja auch nicht sein. Da man dort offenbar am Ende ja einigermaßen an Land kommt und sich und das Boot einsammeln kann, scheint das Risiko ja überschaubar. Das Bärenloch scheint mir hingegen ein bisschen zu haarig, jedenfalls ohne erfahrene Begleitung...

Danke und Gruß,

Markus
Gersprenzfischer Offline




Beiträge: 194

08.08.2007 16:34
#39 RE: Ist das Bärenloch lebensgefährlich? antworten

Soweit ich weiß, gibt es auf der Homepage des GOC (http://www.g-o-c.de) Bilder vom Bärenloch und vom Gumpenrieder schwall, dazu noch Paddelberichte vom Regen.
Diesen Bilder nach, würde ich mittlerweile mit Frau und Kind das Ganze wagen, mit einer unerfahrenen Freundin allerdings weniger.
(Ich fahr übrigens ein Pak 170 und finde das Boot für meine Notwendigkeiten super.)

Uwe

MarkusQ Offline



Beiträge: 9

08.08.2007 21:17
#40 RE: Ist das Bärenloch lebensgefährlich? antworten

Danke, die Bilder beim g-o-c sind gar nicht übel. Und sehen irgendwie doch nach Spass aus :-). Wobei ich nicht genau nachvollziehen kann, ob alle Bilder vom Gumpenrieder Schwall sind.

Ich habe allerdings inzwischen auch ein Bild gesehen, auf dem der Kanadier am Ende kieloben treibt. Und dessen Paddler hat sicher mehr Erfahrung als ich. Nun gut.

Wird die Sache bei einem vielleicht eher sommer-typischen Pegel Sägmühle von 60 cm eher schwieriger oder einfacher als bei dem Pegel von 90+ cm, der offenbar für einen Teil der Bilder gilt? "Überschwimmen" von Steinen vs. höhere Fließgeschwindigkeit?

Naja...

Karl-Michael Koch Offline



Beiträge: 414

09.08.2007 08:41
#41 RE: Ist das Bärenloch lebensgefährlich? antworten

Hallo Markus,

Deine Frage zum Bärenloch ist derzeit nur theoretischer Natur, da der Pegelstand in diesem Jahr fast immer unter dem Minimumpegel lag (http://www.kanu-bayern.org/html/pegel/pegel.htm). In der Tabelle findest Du ihn unter Schwarzer Regen. Das gefährliche am Bärenloch, das m. E. leichter zu fahren ist als der Gumpenrieder Schwall, ist, das wenn Du schwimmst, eine lange Strecke hast, wo Du nicht rauskommst.

Der Gumpenrieder Schwall ist ca. 100 m lang und im Notfall leicht zu umtragen. Beim derzeitigen Wasserstand ist er verhältnismäßig leicht. Hinfahren - Einsetzen - Ansehen - Entscheiden! Das ist übrigens im Bärenloch nicht möglich.

Grüße
Michael

MarkusQ Offline



Beiträge: 9

09.08.2007 10:00
#42 RE: Ist das Bärenloch lebensgefährlich? antworten

In Antwort auf:
Der Gumpenrieder Schwall ist ca. 100 m lang und im Notfall leicht zu umtragen. Beim derzeitigen Wasserstand ist er verhältnismäßig leicht. Hinfahren - Einsetzen - Ansehen - Entscheiden! Das ist übrigens im Bärenloch nicht möglich.


Danke, so hatte ich es mir auch gedacht, und genau so werden wir es machen :-).

Gruß, Markus

rené Offline



Beiträge: 472

22.04.2008 14:01
#43 RE: Ist das Bärenloch lebensgefährlich? antworten

Hallo zusammen,

nochmal kurz zum alten Thread.
In forum.outdoorseiten.net ist dieser link plaziert worden Befahrungsregeln fürs Bärenloch.
Hoffentlich bringt es wirklich was für die Sicherheit und nicht nur klingende Kassen.

Gruß René

Frank_Moerke Offline




Beiträge: 1.432

22.04.2008 14:34
#44 RE: Ist das Bärenloch lebensgefährlich? antworten

Aktionismus und wieder eine neue "Anordnung" von oben bringt sicher nicht viel. "Wir haben etwas getan" ein gutes Gefühl für Funktionäre.
Letztlich ist trotz allem jeder Mensch für sein Handeln selber verantwortlich. Diese verantwortung kann man nicht einfach abgeben. Jeder hat die verantwortung für sich selbst, sich vorab über mögliche Gefahren auf einem Bach zu informieren. Ein paar Hinweisschilder an markanten Einsatzstellen könnten dieses vielleicht etwas unterstützen aber nicht die Verantwortung abnehmen.

Es wird immer wieder Paddler geben,die aus Unwissenheit oder Dummheit ihr Leben aufs Spiel setzen.

yohofahrer Offline




Beiträge: 141

22.04.2008 18:45
#45 RE: Ist das Bärenloch lebensgefährlich? antworten

Hier kann ich Frank nur Recht geben.

Bei drastischer Fehleinschätzung der Situation kann schließlich selbst der Badeausflug mit Boot auf dem nächstgelegenen See tödlich enden.

Grüße aus dem Sauerland

Ralf.

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