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Dieses Thema hat 92 Antworten
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 Allgemeines Canadierforum
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Bernd-pgl Offline



Beiträge: 387

05.12.2008 11:00
#76 RE: CanoePacks - Vor- und Nachteile antworten
Hej Klaus

Das GOC Treffen findet am 25.4-26.4 2009 wie immer in Wertheim statt.
Zu finden im GOC - Ausfahrten 2009.

Hallo Klaus. Bestelle mal das Wetter von letzter Woche,dann können wir Kaffee kochen und Duluth Packs austesten.
Gruß
Bernd
Frank_Moerke Offline




Beiträge: 1.433

05.12.2008 11:40
#77 RE: CanoePacks - Vor- und Nachteile antworten

Mal wieder zu den Packs:

Wenn man auf deutschen Wasserwandererwegen mit betoniertem Umtragepfad und einem deutschen Kanuwagen unterwegs ist, spielen die Packs nur wenige Vorteile aus.

Entscheidend ist bei den Tüten: Es lassen sich große und schwere Lasten wasserdicht verpackt gut über kurze bis mittlere Distanzen tragen. Das Gepäckstück trägt man auf dem Rücken und hat die Hände für Kleinigkeiten, wie Paddel usw. frei. Der Tragekomfort mit einer gut eingestellten Tumpline ist erheblich besser, als bei einem gleich großen und schweren Kunststoffsack. Weiterer Vorteil: Der Canvas-Sack bietet einen guten mechanischen Schutz gegen Abrieb im Boot, am Ufer usw. Der wasserdichte Liner (was immer man dafür nimmt) liegt relativ geschützt. Bei den Kunststoffsäcken wird die Wasserdichtigkeit durch eine äußere PVC-Beschichtung erreicht, die da wesentlich empfindlicher ist.
Ein Pack schmiegt sich auch der Bootsform besser an, als z.B. eine runde Tonne. Tonnen können auch 100% dicht sein, bieten einen mechanischen Schutz, dienen auch mal als Sitz oder Tisch, sind aber sehr schlecht zu tragen.

Fazit: Je mehr und länger die Portagen, desto besser kommen die Canoe-Packs ins Spiel.

Es sind also ganz praktische Vorteile, die die Dinger haben. Nachteilig sind die superfetten Preise, das etwas fummelige Packen und manchmal ist es nicht angenehm, den nassen Trageriemen aus Leder oder die nasse Tumpline anzulegen.


Klaus ( gelöscht )
Beiträge:

05.12.2008 13:00
#78 RE: CanoePacks - Vor- und Nachteile antworten
Warte mal auf die Antwort von Jörg Wagner ab. Könnte mir auch vorstellen mit meinem Solo und einem CanoePack, das ich beides gleichzeitig tragen kann.
Der 25 April ist ja Ideal hab einige Tage vorher Geburtstag vielleicht bleibt was über
und es reicht für so ein Gutes Teil

Hi @ Bernd für das Wetter in WERTHEIM hab ich keinen Einfluss, schade hätte es gerne übernommen.
Bin nur für die Gegend Rhein/Neckar zuständig

Gruß Klaus
Toolboxafloat Offline




Beiträge: 502

05.12.2008 13:15
#79 RE: CanoePacks - Vor- und Nachteile antworten

Fürs gleichzeitige Boot- und Packtragen sind die Tumblines aber völlig ungeeignet, Klaus. Dafür brauchts vernünftige Schulterriemen (die haben die Packs ja auch aber die sind - finde ich - bei regulären Rucksäcken meist besser ausgeführt - auch wenn man Gefahr läuft, dass die gepolsterten Dinger sich vollsaugen). Wenn ich mit dem Soloboot länger unterwegs bin (viel zu selten!) nehme ich einen guten Rucksack oder laufe zweimal.

Axel

P A D D E L B L O G - "Everyone must believe in something. I believe I'll go canoeing" Henry David Thoreau

Jörg Wagner Offline



Beiträge: 872

05.12.2008 13:53
#80 RE: CanoePacks - Vor- und Nachteile antworten
Hi,
das meiste hat Frank schon recht zutreffend gesagt. Beim Gerbrauch der Tumpline (to tump=kopfüberstürzen, lang hinfallen), handelt es sich um eine native Transporttechnik, die auf dem ganzen Globus seit Jahrtausenden und auch heute noch von Naturvölkern eingestzt wird, dabei sind z.B. die sherpas im Himalaya nicht gerade Modellathlethen im Vergleich mit den europäisch inspirierten Bergsteigern/Touristen, dies ist ein deutlicher Hinweis darauf, daß die Eingeborenen die Tumpline-Technik einfach beherrschen.
Der Gedanke beim "tumpen" ist, daß man Lasten nicht mit der Muskulatur, sondern mit dem Skelett, hier besonders der Wirbelsäule trägt. Das Skelett ist hier bedeutend leistungsfähiger, als die menschliche Mukulatur. Es gilt also, die Tumpline richtig einzustellen, damit die Lastlinien möglichst in der Wirbelsäule verlaufen. Dazu ist es nötig, die Länge richtig einzustellen und die tumpline richtig auf dem Kopf zu plazieren. Fälschlich wird Tumpline oft mit Stirntrageband übersetzt, was sehr mißverständlich ist, denn die Stirn wird nur bei falscher Tumpline-Länge nötig, verbunden mit einem mehr oder weniger stark ausgeprägten Hüftknick, ergo werden dann die Rumpfmuskeln, Hals und Nacken "fällig".
Bei richtig eingestellter TL befindet man sich in aufrechter, ganz leicht vorgebeugter Körperhaltung, im annähernd spannungslosen Gleichgewicht, und im Falle eines "tumping over" ist man mit der Last nicht fest verbunden und kann diese leicht abwerfen. Solche Situationen begegnen einem beileibe nicht nur bei echten Wildnistouren, schon eine bucklige oder steinige Uferböschung kann hier Disaster bedeuten, wenn man mit einem Wanderrucksack mit Hüft- und möglicherweise auch noch Brustgurt unterwegs ist.
Für die Nordlichter : im Frühjahr mache ich für Albert einen Kurs bei Ratzeburg, bei dem ich auch "Randgebiete" mitbehandele, evtl. komme ich auch im Februar zum Wintertreffen.
Bis dahin
happy tumping (over)
Jörg Wagner
welle Offline




Beiträge: 1.525

05.12.2008 14:47
#81 RE: CanoePacks - Vor- und Nachteile antworten
mal so als Anregung, ob die nun
richtig eingestellt ist, sehe ich
nicht
Angefügte Bilder:
Portage historie.jpg  
Jörg Wagner Offline



Beiträge: 872

05.12.2008 15:24
#82 RE: CanoePacks - Vor- und Nachteile antworten

macht von der Körperhaltung her einen guten Eindruck, außerdem sieht man hier 2 urige Wanigans.
Jörg Wagner

jan_dettmer Offline




Beiträge: 251

05.12.2008 21:00
#83 RE: CanoePacks - Vor- und Nachteile antworten
Man sieht auf dem Bild auch wie der Traeger den Winkel der line mit den haendern kontrolliert. Man kann das auch mit einem extra gepaeckstueck machen, was man sich auf die tumline wirft, damit der Winkel am Kopf mehr parallel mit der Gravitation ist.

Noch etwas: Jemand schrieb ueber Rucksaecke und alpine packs. Ich habe ein ganzes arsenal solcher Rucksaecke (vom alpinen klettern und ski fahren), benutze sie aber fuer Kanutouren eher nicht. Sie sind meist hoch geschnitten mit relativ kleinen Oeffnungen (Ortlieb und co sind da uebrigens aehnlich) was beim packen fuer Kanutouren eher nervig ist und es auch schwerer macht sie wasserdicht zu bekommen.

Ich war anfangs sehr skeptisch, hatte all die Seal Line packs, alpine packs, Tragegestelle, Innengestell Rucksaecke und und und. Das erste mal habe ich ein Duluth pack 1996 in der Kanadischen Arktis gesehen. Mein Freund Rob Kesselring hatte ein Nr 4 fuer Portagen und ich dachte erst, dass das total bescheuert ist. Es war aber doch erstaunlich was alles reinpasse (das Nr 4 is sehr gross) und wie es sich besser trug als meine Seal Line Boundary Packs. Ich blieb aber skeptisch (Baumwolle, Leder...). Dann ueber mehrere Jahre habe ich immer mehr ueber canoe packs gelernt (von Joerg und Heinz und anderen). Es hat aber schon recht lange gedauert bis ich davon ueberzeut war. Ich bin ja Wissenschaftler und glaube nicht einfach alles. Also habe ich mich muehsam durch alle moeglichen Alternativen geackert aber kam immer wieder zum klassischen canvas design zurueck. Wo nix ist, kann nix kaputt gehen. Deswegen mag ich die heavy duty packs wie das HB. Ledergurte, Metallschnallen und nieten und 18 ounce canvas.

Axel: Ich wuerde nicht sagen, dass eine Tumpline bei Canoe und pack voellig nuztlos ist. Ich benutze die tumpline wenn ich beides Trage. Das Pack ist dann aber natuerlich leichter gepackt.

Womit ich mich nie anfreunden konnte, war eine tumpline im Kanadier, um die Last von den Schultern zu nehmen. Da konnte ich nie so richtig die Konfiguration rauskriegen und hab einfach irgendwann aufgegeben.

Noch was allgemein: Es gibt keinen Zweifel, dass das portagieren von schweren Lasten nicht angenehm ist. Die Canoe Packs machen es moeglich, aber nicht einfach. Portagieren ist fuer mich Kontrollieren von Schmerz. Besonders das Tragen von schweren Royalex Wildnisbooten. Ich fange an, Augen auf den Horizont, Schritt fuer Schritt. Irgendwann tut es weh, dann redi ich mir ein, dass das alles nur Einbildung ist ("pain is weakness leaving the body" ;) ) und man geht weiter, bis es nicht mehr geht. Meistens macht bei mir alles nach 1 km tragen dicht. Dann bricht man unter dem Boot zusammen, kriecht heraus, Muecken ueberall, schweiss nass und geht zurueck um das naechste Pack zu hohlen. Der Rueckweg ist die Belohnung wo man sich die Landschaft ansieht und ein paar Beeren isst...

Bis dann, Jan

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moose Offline



Beiträge: 1.478

05.12.2008 21:15
#84 RE: CanoePacks - Vor- und Nachteile antworten

ich bin ganz Deiner Meinung, die Empfehlung galt auch speziell für den thread darüber, der aus gesundheitlichen Gründen auf die Tumbline verzichten muß, nicht zu viel tragen darf und das optimal, also nicht so wirklich kanuspezifisch arbeiten kann, dann sind die eben fürs Wandern speziell gabauten Rucksäcke besser, wenn auch unpraktischer.
moose
(Jörg)

imbush

Toolboxafloat Offline




Beiträge: 502

05.12.2008 23:16
#85 RE: CanoePacks - Vor- und Nachteile antworten
Ich kann mir das rein technisch nicht recht vorstellen gleichzeitig CanoePack und Solocanadier zu schultern - wenn ich die Tumbline auf der Stirn habe verrutscht die doch gleich wenn ich das Kanu aufnehme. Hat das Kanu ein Tragejoch funktioniert die Tumbline nicht - hat es keins muss ich es schultern oder mit beiden Händen über Kopf festhalten - da kann ich dann auch nicht richtig korrigierend eingreifen wenn die Tumbline abrutscht (nach vorn um mich zu strangulieren oder nach hinten damit das Pack zu Boden plumpst). Und was mache ich unterdessen mit den Paddeln, wenn ich sie nicht etwas aufwändig ins Boot binden will?
Ich glaube, ich laufe lieber zweimal oder nehme den Rucksack, der einmal aufgesetzt dort bliebt wo er hin soll...

Axel

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lej ( gelöscht )
Beiträge:

06.12.2008 00:07
#86 RE: CanoePacks - Vor- und Nachteile antworten
Hallo Axel
Man könnte ja den Riemen so ähnlich dimensionieren, wie die Buschmänner und andere Naturvölker das mit Tuch machen, bei denen kann nichts verrutschen.
Habe früher schon einiges Holz mit Kopfband berghoch getragen, das ist ähnlich wie Tumbline, brauchte aber auch jemanden, der es mir erst mal gezeigt hat, war auch besser in Form.
Hast du schon Erfahrung im abwerfen oder hast du es geübt, wie weit weg fliegen 3okg dabei, du hast ja ein großes Teil, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit dass sie nicht auch auf den Hacken landen.
Ist vielleicht ein ACA-Kurs für Tumblinetragen, vor allem mit dem entsprechenden Gewicht nicht notwendig, für die die es noch nicht gemacht haben, würde zumindest den Chiropraktiker ausschließen.
Hab vor kurzem den Atkinson getragen, eine Hand reichte zum Halten, Rucksack drauf und einen schlecht erzogenen Junior an der Hand, es ging so, musste auch noch mal laufen, wegen der Paddel.
Gruß Jürgen

Ps. hab auch schon mal irgendwo so ein Ding mit im Kopfbereich zwei Riemen gesehen
welle Offline




Beiträge: 1.525

06.12.2008 00:51
#87 RE: CanoePacks - Vor- und Nachteile antworten
moin Jürgen,
habe im web gefunden, wie man so eine
tumbline um den wannigan und um den
Trageholm eines canoes bindet, hier
http://www.youtube.com/watch?v=JKmZYdKoYX8
könnte man hier auch direkt reinstellen, weiß
bloß nicht wie das geht. Moose kennt bestimmt den woodsman
von dem ist das
Gruß
Albert
jan_dettmer Offline




Beiträge: 251

06.12.2008 01:49
#88 RE: CanoePacks - Vor- und Nachteile antworten

Axel,

wenn ich beides zusammen trage habe ich portage pads am Boot. Damit klappt es. Es ist nicht ueberaus elegant und ich trage auch lieber mehrmals. Paddel stopfe ich immer ins Boot. Das ist nicht aufwending. Mit zwei Gummibaendern (im Boot installiert oder Gummi-Zeisinge) dauert das nur ein paar momente.

Wenn es zuviele Paddel sind, kommen 2 ins Boot und 2 an ein Pack. Die Haende habe ich am liebsten frei und beutze sie um die Tumpline zu balancieren. Wenn man stuerzt ist nix bloeder als die Haende voll zu haben. Gerade in unwegsamen Gelaende braucht man die Hanede fuer Balance, um sich abzustuetzen und um im Zweifelsfall die Tumpline abzustreifen (dann traegt man natuerlich auch ohne Schultergurte).

Jan

We are only paddlers between swims.
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lej ( gelöscht )
Beiträge:

06.12.2008 01:57
#89 RE: CanoePacks - Vor- und Nachteile antworten

Moin Albert
Bei der Größe bestimmt okay, solche Knoten gibt es auch in der Seefahrt zum löschen von Stückgut, die Zeiten sind aber wohl zumindest hier langsam vorbei. Das letzte mal habe ich das in Tripoli beim Beladen eines Türkischen Frachtseeglers gesehen, das ist nicht so lange her. Hast du auf die Feuergeschichte geachtet, das suchst du doch.
Gruß Jürgen

moose Offline



Beiträge: 1.478

08.12.2008 18:16
#90 RE: CanoePacks - Vor- und Nachteile antworten

bin mal wieder auf dem canvas trip und hab mir die Duluthsäcke (von den Frostys müssen wir uns ja wohl verabschieden, spätenstens dann, wenn die Vorräte verkauft sind, hab mir zur Sicherheit einen auf Vorrat hingelegt :) vorgenommen, wie berechnen die eigentlich ihr Volumen ich komme auf anderes Zahlen. Was habt ihr für Erfahrungen ?

imbush

Angefügte Bilder:
atkinson12.jpg  
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