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Mein erstes Mal im Regenwald
#1 Mein erstes Mal im Regenwald
Ich habe mal wieder ein besonderes Schmankerl für euch, die Kurzfassung meines neuesten Reiseberichtes. Sie ist nicht ganz so kurz geraten, wie ihr das mögt, aber doch viel viel kürzer als meine ausführliche Fassung auf den Outdoorseiten.
Mein erstes Mal im Regenwald
Der Lockruf des Dschungels
Es begann mit einem Traum, der schon seit Jahren in meinem Kopf umging: tropische Flüsse, unberührte Natur und jene Art von Begegnungen mit der Tierwelt, die das Herz höherschlagen lassen. Fünf Jahre zuvor hatte ich im brasilianischen Pantanal einen Vorgeschmack darauf bekommen – eine 900 Kilometer lange Paddeltour durch eine Landschaft voller Leben. Diese Reise, die Erfüllung eines lang gehegten Wunsches, war überraschend reibungslos verlaufen. Brasilien, so stellte sich heraus, hatte in puncto Zivilisation enorme Fortschritte gemacht; das „Wildwest“-Image von vor 50 Jahren gehörte der Vergangenheit an. Alles verlief weitgehend nach Plan, oft sogar einfacher als erwartet. Es war fantastisch, aber es ließ mich mit der Frage zurück: War das schon alles?
Was mich wirklich fesselt, ist das Eintauchen in die Natur, auf dem Wasser zu sein und abends wild zu campen. Nahezu natürliche Bedingungen habe ich bereits auf dem Stochid in gemäßigten Zonen erlebt, zB dem Schtschugor in der Taiga und dem Lainio in der Tundra. Diese Sehnsucht nach reiner, unberührter Natur – ein natürliches Flussbett, unbeeinflusst von Begradigungen oder künstlichen Vertiefungen, mit natürlicher Vegetation und reicher Tierwelt – ist mein Antrieb. Das Pantanal war trotz einiger weniger menschlicher Eingriffe (zB Rinderweiden) die Krönung meines Paddlerlebens gewesen, mit einer Tierwelt, die sich nach Jahrzehnten ungebremster Jagd dank zunehmend effektiver Schutzmaßnahmen weitgehend erholt hatte. Es war eine Freude, seine vielfältige Fauna zu erkunden und zu beobachten.
Doch nach einer solchen Erfahrung stellt sich unweigerlich die Frage: War das wirklich alles? Muss ich mich nun mit kleineren Abenteuern zufriedengeben? ;-)
Nein, denn ein bedeutendes Biom blieb bisher unerforscht, eines, das mich schon immer fasziniert hatte: der tropische Regenwald.
Warum Afrika und nicht der Amazonas?
Meine ersten Gedanken galten, wie bei den meisten, dem Amazonas. Er erschien mir jedoch nicht besonders attraktiv, vor allem im Vergleich zum Pantanal. Nach allem, was ich gehört, gelesen und gesehen hatte, sind Begegnungen mit großen Wildtieren dort relativ selten. Zwar gibt es Ausnahmen, aber für einen unbedarften Besucher wie mich schienen sie seltene Zufälle zu sein. Insbesondere große Säugetiere sind im südamerikanischen Regenwald rar gesät. Man könnte gelegentlich einen Tapir oder einen Jaguar sichten, wenn überhaupt, und vielleicht Flussdelphine auf größeren Wasserwegen. Die vielen anderen großen Säugetiere, die dort einst lebten, fielen den ersten menschlichen Einwanderern vor 10.000 oder mehr Jahren zum Opfer.
Afrika hingegen erlebte das am wenigsten schwere Aussterben großer Säugetiere, obwohl Menschen und Megafauna dort seit dem Anbeginn der Menschheit koexistieren. Im Kongo-Regenwald kann man noch immer faszinierenden großen Säugetieren wie Waldelefanten, Gorillas, Schimpansen, Flusspferden, Waldbüffeln und Okapis begegnen. Diese Aussicht jagte mir einen wahrhaft positiven Schauer über den Rücken. Man stelle sich vor: einen Dschungelfluss hinunterpaddeln und Elefanten am Ufer beobachten! Oder Menschenaffen nahekommen, ohne dass Nationalpark-Ranger sie einem auf dem Silbertablett servieren. Das ist die Art von Regenwalderfahrung, die meine Begeisterung wirklich entfachen konnte.
Es gab jedoch gewichtige Vorbehalte. Flusspferde und große Nilkrokodile waren eine große Sorge. Sie können beim Paddeln ziemlich gefährlich werden. Auf einem schmalen Fluss wären Begegnungen fast unvermeidlich, falls sie dort vorkommen.
2019 begann ich mit der Suche nach paddelbaren Flüssen im Kongo-Regenwald. Mein Suchmuster ist immer dasselbe: Finde einen Fluss, dessen Oberlauf leicht über eine Straße erreichbar ist, und der dann durch unberührte Natur fließt. Nach kurzer Suche fand ich einen inmitten der weitgehend unberührten Regenwälder der Northwestern Congolian lowland forests (Karte). Dieses Gebiet ist 21% größer als Deutschland und umfasst etwa 22% des gesamten Kongo-Regenwaldes. Die Paddelstrecke würde etwa 242km betragen, davon 211km auf dem Fluss selbst und 31km auf einem größeren Fluss bis zur nächsten Kleinstadt. Die Entfernung zur parallel verlaufenden Straßenpiste variiert zwischen 4 und 23km, meist sind es größere Abstände.
Die Anreise
Meine Reise beginnt mit einem Flug in die Hauptstadt des Landes an der Atlantikküste. Doch der aufregendste Teil – der 700 km lange Trek quer durch das Land zu meinem Paddel-Startpunkt – liegt noch vor mir. Die Reise zum Startpunkt der Paddeltour ist eine Kombination aus einer 550 km langen Minibusfahrt an einem Tag und einen weiteren Tag klassische afrikanische Buschtaxi-Erfahrung: eine überfüllte, oft unbequeme 189 km lange Fahrt über holprige Straßen, erfüllt von lokalem Leben und unerwarteten Stopps:


Die Landschaft wandelt sich allmählich von den entwickelteren Küstengebieten zu dichtem Regenwald.
Am Morgen des sechsten Tages nach meiner Ankunft in Afrika stehe ich an meinem Fluss, erfüllt von einer Mischung aus Aufregung und Beklemmung:
Das Wasser ist klar, aber hat die Farbe von starkem Tee, verfärbt durch Huminsäuren. Niemand ist zu sehen. Selten verkehren auf dem Fluss ein paar Einbäume (Pirogen), die von lokalen Fischern und Jägern genutzt werden und an einer versteckten Stelle im Sumpfwald abgelegt werden. Das wird mein Aufbauplatz.
Nachdem ich begann, mein Ally-Faltkanu auszupacken und zusammenzubauen, tauchen drei Männer aus dem Wald auf. Sie beobachten mich mit großem Interesse, und als es darum geht, das Gestänge in die Bootshaut einzusetzen, bieten sie spontan ihre Hilfe an, um das widerspenstige Gestänge in Position zu halten.
Am 20. Juni 2024 um 9:30 Uhr ist das Kanu dann komplett aufgebaut und alles bereit, in die Wildnis abzutauchen. Ich bin bereits ziemlich erschöpft und schwitze in Strömen.

Paddeln auf dem Regenwaldfluss
Das erste Stück durch den Sumpfwald zum Hauptfluss ist flach, mal schmal, mal breiter, aber zwischen den Bäumen relativ gut befahrbar: 
Nach 80 Metern erreiche ich den Hauptfluss. Etwa 200 Meter weiter vorn, noch außer Sicht hinter einer Biegung, befindet sich die Brücke über den Fluss. Zwei Kinder angeln von dort oben. Sie bemerken mich erst, als ich bereits unter ihnen hindurchgefahren bin. Werden dies die letzten Menschen sein, die ich für die nächsten 242 Kilometer sehen werde?
Der Fluss windet sich wunderschön durch den Dschungel:

Nach 1.5km stoße ich auf das erste nennenswerte Baumhindernis:
Es ist ein einfaches Hindernis: Ich muss auf den Stamm klettern und mein voll beladenes Kanu rüber zerren – ein Manöver, das ich schon oft auf der Pleiske geübt hatte. Ein paar weitere werden folgen.
Der Fluss verengt sich, und der Sumpfwald ragt auf beiden Seiten hoch hinauf:


Die gute Strömung hilft beim Paddeln. Ich muss um etliche weitere umgestürzte Bäume herummanövrieren. Eine unerwartete Gefahr taucht auf: herabgefallene Raphia-Palmwedel, spitz, scharfkantig und dornig.
Nach 3.3km erreiche ich eine Struktur, die ich auf dem Satellitenbild ursprünglich als Furt oder Weg gedeutet hatte. Sie stellt sich als eine natürliche Sandbank heraus, die derzeit flach unter Wasser liegt. Ein Weg durch den Sumpfwald, so erkenne ich nun, ist unmöglich. Ein kleiner Seitenarm des Flusses fließt hier in den Sumpfwald. Ich folge ihm für 70 Meter bis zu einer Stelle, an der auf dem Satellitenbild eine kleine Sandbank zu sehen ist.
Dies ist meine allererste Gelegenheit, aus dem Boot zu steigen. Die feuchte Sandbank liegt nur wenige Zentimeter über dem Wasser und misst etwa 3x6 Meter.

Ich legte eine dringend benötigte Pause ein, da ich bis dahin heute weder etwas gegessen noch getrunken habe. Ich will frühstücken und meine Ausrüstung neu organisieren, die ich vor der Abfahrt hastig ins Boot gepackt hatte. Der Ort ist herrlich: klares, huminstoffreiches Wasser, keine Zivilisationsgeräusche aus der 500 Meter entfernten Stadt, nur das Konzert der Vögel und anderer Tiere (Video 19 Sek.).
Allerdings ist es nicht immer so eine helle Stimmung wie bei uns im Frühling, wenn sich die verschiedensten Singvögel im Sängerwettstreit überbieten wollen. Das Vogelkonzert ist oft eher verhalten und von Rufen von Affen und größeren Vögeln, zB verschiedenen Taubenarten, ein paar Papageien, sowie Nashornvögeln und Turakos geprägt. Ihre Rufe vermitteln eher eine geheimnisvolle oder auch unheimliche Stimmung. Für mich passt das zum afrіkаnischen Rеgenwald.
Meine Reise geht immer tiefer in den Regenwald hinein. Der Hauptlauf des Flusses ist stellenweise durch herabgefallene Äste, Palmwedel und ganze Bäume blockiert (Video 5:31 Min.):
Ich habe großes Glück, diesen Otter mit der Kamera einfangen zu können, einen Kongootter (Aonyx capensis congicus):
Der Kongo-Otter wurde erstmals 1901 vom schwedischen Zoologen Einar Lönnberg wissenschaftlich beschrieben. Er wiegt etwa 15 bis 25 kg, was dem südamerikanischen Riesenotter sehr ähnlich ist. Laut Jonathan Kingdon können die Tiere sogar ein Gewicht von bis zu 34 kg erreichen. Über diese Art ist nur sehr wenig bekannt.
In jedem Fall ist dieses Tier ein hervorragendes Beispiel für den gewaltigen Unterschied zwischen den Arten des bekannten Amazonas-Regenwaldes und des fast unbekannten Kongo-Regenwaldes. Im Internet gibt es hunderte Bilder und andere Belege für den südamerikanischen Riesenotter, während über den zentralafrikanischen Kongo-Otter fast nichts zu finden ist.
Kurz darauf sehe ich ein weiteres größeres Tier 15-20 Meter vor mir über den Fluss gleiten. Ich sehe nur einen Hals, der aus dem Wasser ragt, und einen waagerecht gehaltenen Kopf. Es ist wahrscheinlich eine große Schlange, vielleicht ein Python (Kevin Casey 2010, ganz in der Nähe: Riesiger Python im Dschungel, 32 Sek.).
Dann, hoch oben in den Wipfeln der höchsten Bäume am Flussufer, höre ich und sehe eine Gruppe Affen herumtollen. In einer kurzen Filmsequenz sieht man einen der relativ großen Affen von einer Stelle hoch oben im Blätterdach zum nächsten Baum springen (Video 21 Sek.). Ihr Fell ist überwiegend schwarz, aber es gibt auch weiße Flecken. Colobus?
Das nächste große Hindernis durch einen umgestürzten Stamm muss ich übertragen:
Mit der Zeit beginne ich, ständig nach potenziellen Lagerplätzen Ausschau zu halten. Dies erweist sich als vergebliches Unterfangen. Immer wieder finde ich keine geeigneten Stellen. In einem Sumpfwald gibt es kein „Land“.
Der heutige letzte Versuch:
Nach der 14.5km langen Paddelstrecke heute verbringe ich meine allererste Nacht im Regenwald auf einem Wurzelstock – einer kleinen Insel aus Brettwurzeln, zwischen denen sich etwas Humus gesammelt hat, kaum größer als mein Tarp:


Ich verbringe die Nacht damit, dem Wald zu lauschen: dem Kreischen von Affen, den Rufen der Vögel, dem Krachen von Ästen (Elefanten?) und dem ständige Summen von Bienen, die in großer Zahl von meinen flüssigen Exkrementen (Schweiß und Urin) angelockt werden (Soundscape 30 Sek., Grünbülbül & Schwarzhelm-Nashornvogel im Hintergrund).
Der zweite Tag auf dem Wasser beginnt genau wie der erste. Ein paar Baumhindernisse, der Kanal mal breit, mal durch Grasmatten verengt, eine Begegnung mit einem Fischer und seiner Frau in einem Einbaum:
Nach einer Stunde verschwindet das Wasser plötzlich unter einer grünen Matte. Der Fluss ist über seine gesamte Breite mit hohen, dichten Grasmatten zugewachsen. Ich bin gezwungen, eine „alternative Route“ durch den Sumpfwald zu finden:
So etwas hatte ich bereits befürchtet. Aber auf den Satellitenbildern liegen die zugewachsenen Bereiche noch 12 Kilometer voraus.
Ich kann den ersten zugewachsenen Bereich durch den Sumpfwald umgehen. Paddeln durch einen Sumpfwald ist wie das Navigieren durch einen überfluteten Hindernisparcours. Man weicht Brettwurzeln, untergetauchten Baumstämmen und hängenden Lianen aus (Video 2:33). Mein Hauptaugenmerk liegt darauf, die einfachste Passage zu finden und dabei das Boot nicht aufzuschlitzen.
Danach gibt es wieder einige gut paddelbare Abschnitte. Der Urwald präsentiert sich von seiner schönsten Seite, sowohl vor als auch nach der Sperrung. Die Geräuschkulisse ist grandios, Beispiele sind meine Riesenturakos und die Tamburintaube.
Doch eine halbe Stunde nach der ersten stehe ich vor der nächsten Totalsperre:
Hier gibt es jedoch einen schwach erkennbaren Kanal, auf dem sich bereits andere Boote ihren Weg durch das hohe Gras gebahnt haben. Ich überlege ein paar Minuten lang, ob ich es wagen soll, ziehe dann aber meine Handschuhe an und versuche es.
„Paddeln“, sich am Gras festhalten und nach vorne ziehen – es ist relativ einfach, durch das hohe Gras zu kommen, aber nur wegen des bereits vorhandenen „Kanals“. Die hakenbesetzten Blätter des hohen Grases verfangen sich oft in meinem Nosilife-Netzhemd und sind nur schwer zu entfernen. Aber auf Dauer würde das für mich nicht funktionieren, und niemand kann mir sagen, wie viele zugewachsene Abschnitte noch vor mir liegen. Die Satellitenbilder von 2013 sind offensichtlich unzuverlässig, da sich seither viel verändert hat.
Mir ist ein wenig mulmig bei dem Gedanken an eine dicke Python, die hier im Gras schlummern könnte. ;-)
Nach 50 Metern, für die ich 3 Minuten brauche, gibt es wieder ein kleines offenes Wasserloch:
Jetzt kann ich 200 Meter weit um die nächste Ecke links blicken:
Dieser Abschnitt scheint ebenfalls komplett zugewachsen zu sein, wobei das Gras noch höher steht. Von hier an gibt es keine Anzeichen mehr für einen zuvor genutzten Kanal durch das Gras, sodass ich mir meinen eigenen Weg bahnen müsste. Es würde eine enorme Anstrengung erfordern, durch das dichte, hohe Gras voranzukommen.
Es wäre schön, hier eine Drohne zu haben, um das aktuelle Ausmaß des zugewachsenen Gebiets beurteilen zu können. Wer weiß, wie weit sich diese Barriere um die nächste Ecke erstreckt?
Aber auch hier gibt es möglicherweise eine alternative Route. Von der kleinen offenen Wasserfläche fließt rechts ein Teilstrom des Flusses in den Sumpfwald:
Auf den ersten Blick sieht es passierbar aus, also folge ich dem Teilstrom tief in den Wald hinein:
Man darf sich das jedoch nicht als einen ordentlich definierten Kanal vorstellen, sondern eher als ein sehr langsames Fließen in verschiedene Richtungen vorbei an den Brettwurzeln der riesigen Bäume:
Die schönsten Brettwurzeln:
In erster Linie suche ich nach der einfachsten Passage und nach erkennbaren Strömungen. Oft ist überhaupt keine Strömung auszumachen. Eine Orientierung am Sonnenstand ist hier nicht mehr möglich, zumal es jetzt bewölkt ist. Mit Locus Pro, Openandromaps oder Satellitenbildern und GPS-Tracking auf meinem Smartphone klappt es jedoch ganz gut, die allgemeine Richtung beizubehalten. Natürlich nur, solange das Smartphone Strom hat. Die Dunkelheit unter dem Blätterdach verhindert effektiv das Solarladen.
Wieder halte ich auch Ausschau nach potenziellen Übernachtungsmöglichkeiten. Ich möchte ein Gefühl dafür bekommen, wie erfolgreich die Suche nach Schlafplätzen hier im Sumpfwald sein wird. Leider bleibe ich immer wieder erfolglos.
Nach 230 Metern komme ich nicht mehr wirklich weiter. In alle Richtungen wird das Wasser flacher und die Hindernisse nehmen zu. Ich scheine in einer Sackgasse zu stecken:
Mir wird klar, was für ein unglaubliches Glück ich am Vorabend gehabt habe, diesen Wurzelstock für mein Lager zu finden. Solch enorme Schwierigkeiten, während der gesamten Tour einen Schlafplatz zu finden? Das ist das Letzte, was ich erwartet hätte. Es bedeutet, dass ein erheblicher Teil meiner Nachmittage jeden Tag mit der Suche nach einem Schlafplatz verbracht werden würde.
Das Ausmaß des umgebenden Sumpfwaldes ist auf den Satellitenbildern recht deutlich zu erkennen. Aufgrund ihrer unterschiedlichen Artenzusammensetzung erscheinen die Sumpfwälder insgesamt heller als die Urwälder auf höher gelegenem Gelände. Dies bietet einen hervorragenden Blick auf das Flusssystem:
Die Sumpfwälder um den Fluss erstrecken sich in meinem Gebiet über 1 bis 3 km entlang des Flusses. Der Übergang zu den dunkelgrünen Waldgebieten auf festem Boden ist deutlich sichtbar.
Auf der „falschen“ Seite des Flusses könnte man sich leicht tief im Sumpfwald verirren. Ohne funktionierendes Navi oder zumindest einen Kompass wäre man dort in echter Orientierungsnot.
Diese deutlichen Konturen waren mir schon vor der Tour aufgefallen, aber ich ging davon aus, dass es sich um normale Auwälder handelte, wie wir sie kennen, dh Land, das in Trockenperioden begehbar ist, und nicht um so dauernd nasse Sumpfwälder.
Ich merke langsam, dass ich die Tour unter diesen Bedingungen nicht rechtzeitig beenden kann. Die Passagen durch den Sumpfwald sind sehr mühsam, und es ist unmöglich vorherzusagen, wie oft solche Passagen notwendig sein werden und ob es immer möglich sein wird, die blockierten Bereiche des Flusses durch den Sumpfwald zu umgehen. Auf jeden Fall ist der Fluss derzeit viel stärker zugewachsen, als er es bei der Aufnahme des Google-Satellitenbildes im Jahr 2013 war. Meine Hoffnung war, dass er weniger zugewachsen sein könnte, als es auf den Satellitenbildern erscheint. Jetzt ist es deutlich mehr. Pech gehabt.
Natürlich frage ich mich auch, warum diese schwimmenden Grasmatten jetzt häufiger vorkommen als bei der Aufnahme der Satellitenbilder vor 12 Jahren. Gibt es vielleicht viel weniger Elefanten als früher, die im Fluss stehen und das Gras fressen?
Oder liegt es vielleicht daran, dass es in den letzten Monaten oder Jahren keine wirklich großen Überschwemmungen gab, die diese Gebiete freigespült haben? Der Klimawandel und die massive Abholzung, insbesondere im zentralen Kongobecken, könnten solche Auswirkungen haben. „Es gibt bereits einige Anzeichen dafür, dass die Trockenzeiten im Kongobecken länger werden“ (Riesiger Kohlenstoffspeicher am Kipppunkt?).
Oder nehmen diese zugewachsenen Flächen zu, weil die kleine Stadt an meinem Startpunkt vielleicht ihre Abwässer in den Fluss leitet und so das Pflanzenwachstum im ansonsten extrem nährstoffarmen Wasser fördert? Schließlich sind dort in den letzten Jahren einige Haushalte und Hotels entstanden, die Abwasser produzieren, das irgendwohin fließen muss. Ich bemerke das Abwasser nicht direkt. Das Flusswasser sieht absolut sauber aus, und ich habe nirgendwo nennenswertes Algenwachstum gesehen. Was die Mehrheit der Haushalte betrifft, gehe ich davon aus, dass sie nicht an eine Kanalisation angeschlossen sind. Ich habe auch keine Art von offenem Abwassergraben bemerkt.
Oder ist das Gras, das den Fluss überwuchert, vielleicht eine invasive Art, die neu in der Gegend ist?
Ja, ich finde mich langsam mit dem Gedanken ab, dass diese Flusstour wohl nicht in der geplanten Zeit stattfinden wird. Ich stelle mir vor, dass es absolut schrecklich wäre, diese schwierigen Bedingungen über 50 oder 80 Kilometer ertragen zu müssen und dann möglicherweise doch irgendwo dort stecken zu bleiben und umkehren muss. Zumal mir für lange Abschnitte keine hochauflösenden Satellitenbilder zur Verfügung stehen. Das sieht man schon am linken Rand des obigen Satellitenbildes, das ansonsten hochauflösend ist.
Ja, hoffnungslos stecken zu bleiben, halte ich mittlerweile für relativ wahrscheinlich. Eine InReach-Rettung per Hubschrauber oder ähnliches kann man hier vergessen. Wenn überhaupt, wird der einzige Hubschrauber in der Hauptstadt stehen. Und der wird nicht in der Lage sein, 500 km weit hierher zu fliegen.
Meine einzige Option ist also wohl umzukehren und zurück zu der kleinen Stadt zu paddeln, in der ich gestartet bin. Ich bin schließlich nicht lebensmüde. ;-)
Ich beschließe, die Flusstour hier abzubrechen und zum Startpunkt zurückzupaddeln!
So weit bin ich heute gekommen:
Der Track zeigt die Paddelgeschwindigkeiten in verschiedenen Farben. Ich habe auch die Abschnitte markiert, die derzeit komplett zugewachsen sind (rote Linie). Das konnte ich tun, weil ich nachträglich aktuelle Satellitenbilder (Sentinel-2 L2A) gefunden habe, auf denen ich die zugewachsenen Abschnitte mit meinem heutigem Wissen relativ genau identifizieren kann. Nur bei den randlichen Bereichen, in denen ich offenes Wasser nicht von den Schatten des Sumpfwaldes unterscheiden kann, bin ich mir unsicher.
Copernicus Browser Sentinel-2 L2A Truecolor:
Unten links im Südosten des Bildes fließt der Fluss noch frei und erscheint im Bild schwarz. Die Grasbedeckung ist etwas heller als der umgebende Sumpfwald, was es einfach macht, dem weiteren Verlauf des Flusses hier zu folgen.
Später habe ich die zugewachsenen Abschnitte genau vermessen und bin auf eine Gesamtlänge von ~10km an Blockaden gekommen!
Nun ist klar, ich wäre niemals in der Lage gewesen, mein Ziel innerhalb der geplanten Zeit zu erreichen. Am Ende bin ich ganz froh, dass ich es nicht weiter versucht habe.
Im Nachhinein frage ich mich jedoch, ob ich alleine schon die extreme Schwierigkeit, einen Lagerplatz im Sumpfwald zu finden, akzeptiert hätte, selbst wenn der Fluss schiffbar gewesen wäre. Das allein wäre jeden Tag ein enormes Problem gewesen.
Okay, es ist also entschieden, es hier nicht weiter zu versuchen. Da dies wahrscheinlich mein weitester Vorstoß in die tropische Wildnis sein wird, versuche ich, meinen Standort hier im Sumpfwald mit dem InReach Mini nach Hause zu senden. Es schlägt fehl; das Blätterdach ist wahrscheinlich zu dicht.
Das Smartphone-GPS funktioniert natürlich auch unter dem Blätterdach einwandfrei. Ich taste mich langsam zurück und versuche, meine Schritte genau zurückzuverfolgen. Das gelingt mir nicht immer, aber das Smartphone-GPS hilft mir, den Weg zu finden.
Zurück auf dem kleinen Stück offenen Wassers zwischen dem Wald und den Grasmatten versuche ich erneut, die InReach-Nachricht zu senden, und diesmal klappt es.
Jetzt muss ich einen Platz zum Übernachten finden. Da es im Sumpfwald kaum eine Chance gibt, einen zu finden, suche ich auf dem Satellitenbild nach einer Stelle, an der ich vom Fluss aus festen Boden erreichen könnte. Die Grenze zwischen Sumpfwald und Regenwald auf festem Boden ist oft relativ deutlich. Ich habe sie mit einer roten Linie markiert:
1½km flussaufwärts werde ich fündig, genau dort, wo sich die rote Markierung mit der Höhenangabe „504 m“ befindet. Von dort aus sind es nur noch weitere 40 Meter durch den Sumpf, um trockenes Land zu erreichen. Ich erwarte, auf festem Boden bessere Campingmöglichkeiten zu finden.
Dort angekommen, finde ich tatsächlich einen Durchgang zum Land neben einem umgestürzten Baumriesen. Aber was ist das? Da oben hängt an einem Baum am Ufer ein Brett mit der Aufschrift „Cаmpement Mаkowа“:
Ich bin also nicht der Erste hier.
Nach ein paar Metern, vom Hauptstrom aus nicht einsehbar, finde ich ein Stück festes, sandiges Ufer, an dem man leicht anlanden kann. Ich habe festen Boden erreicht!
Nach 50 Metern Fußmarsch erreiche ich eine flache Stelle auf der Anhöhe. Sie wurde einst gerodet, ist aber größtenteils wieder zugewachsen. Es befinden sich dort drei Hütten und zwei Unterstände. Eine Hütte ist verfallen, während die anderen beiden offenbar regelmäßig genutzt werden. Die Türen sind verschlossen. Zum Glück ist im Moment niemand da.


Entspannen in der Hängematte
Ich finde einen Platz für meine Hängematte und verbringe vier entspannte Tage im Jagdlager:
Tagsüber gehe ich auf Fotosafari innerhalb des Lagers, um Schmetterlinge und andere Tiere zu fotografieren:



Nachts lausche ich den Geräuschen des Dschungels. Absolut faszinierend!
Dieser hier klingt wie der Teufel persönlich: der Westliche Baumschliefer. Meine Audioaufnahme ist nicht die beste, daher habe ich es hier noch einmal erklärt.
Mehrmals in der Nacht höre ich das Brüllen großer Affen! Geniale Aufnahme!!!
Für mich klingt es wie der König der Affen. Er ruft gegen Mitternacht von hoch oben in den Bäumen und seine Kollegen antworten aus allen Richtungen des Regenwaldes, aus mehreren hundert Metern bis zu einigen Kilometern Entfernung. Es stellt sich heraus, dass es sich um Mantelaffen (Guerezas) handelt.
Eines Morgens, als ich still in der Hängematte liege und meinen kalten Kaffee genieße, höre ich das Atmen und Schnauben eines großen Tieres im Regenwald östlich von mir, begleitet vom gelegentlichen Knacken von Ästen. Könnte es ein Elefant sein, der dort im Dschungel in aller Ruhe frühstückt? Das wäre wunderbar! Ich weiß nicht, wie weit er entfernt ist, vielleicht 100 bis 200 Meter? Ich traue mich nicht, mich ihm aktiv zu nähern. Es ist mir zu unheimlich, und ich bin einfach froh, dass er nicht zufällig den Weg zu meiner Hängematte findet.
Natürlich bin ich mir nicht sicher, was es wirklich war. Es könnte auch ein Afrikanischer Waldbüffel gewesen sein, obwohl das unwahrscheinlich ist, oder ein Riesenwaldschwein, ein Ungeheuer, vor dem selbst das Tapfere Schneiderlein weglaufen würde.
Mehrere schwere Gewitter ziehen über mich hinweg, genau wie man es im Regenwald erwartet. Ich hatte allerdings nicht erwartet, dass Gewitter so häufig vorkommen, da ich während der dreimonatigen Trockenzeit von Juni bis August hier bin.
Eines Abends nach Einbruch der Dunkelheit treffen nach und nach drei einheimische Jäger mit Pirogen im Lager ein und verbringen hier die Nacht. Am nächsten Morgen interviewe ich einen von ihnen, um mehr über die hier lebenden Wildtiere zu erfahren und wie er die Schiffbarkeit des Flusses einschätzt. Natürlich weiß auch er, dass der Fluss einen Kilometer weiter komplett zugewachsen ist. Er hält es ebenfalls für unmöglich, dort weiterzukommen.



Heimreise
Nach ein paar Tagen habe ich genug gesehen und gehört. Nach einem schweren Gewitter mache ich mich auf den Rückweg. Die 20 Kilometer zurück in die Stadt, gegen die Strömung paddelnd, bilden einen krassen Gegensatz zur anfänglichen, wenn auch herausfordernden Fahrt flussabwärts. Jeder Schlag erfordert mehr Anstrengung, jedes Hindernis, das auf dem Hinweg leicht überwunden worden war, verlangte nun sorgfältiges Manövrieren und stärkere Anstrengung. Insgesamt ist es aber mit meinem Ally Solo 13.7' immer noch ganz gut zu bewältigen.

Plötzlich, etwa 150 Meter entfernt, bemerke ich ein einzelnes lautes Klatschen im Gras am linken Ufer, wobei das Wasser hoch aufspritzt. Ist gerade ein riesiges Krokodil mit dem Kopf auf das Wasser geschlagen? Das ist mein erster Eindruck. Und ich dachte, hier gäbe es keine gefährlichen Nilkrokodile!
Sekunden später meine ich einen geduckten schwarzen Mann zu sehen, der für einen Moment wegläuft und etwas auf dem Rücken trägt, das ich zunächst für einen schmutzig-weißen Polyesterbeutel halte. Nur für den Bruchteil einer Sekunde, dann verschwindet er in der Ufervegetation. Eine weitere Sekunde später sehe ich die vier schwarzen Hände und Füße eines großen Tieres, das sehr schnell an der Rückseite eines hellen, glatten Baumstamms hochklettert. Fünf Sekunden später ist es im Blätterdach darüber verschwunden.
Langsam dämmert mir, dass dies nur ein Gorilla gewesen sein kann, ein Silberrücken.
Ich habe einen Gorilla fliehen sehen!
Ja, er wurde mir nicht von Nationalpark-Rangern auf dem Silbertablett serviert, weshalb die Begegnung so kurz war. Dennoch bin ich froh, sie erlebt zu haben.
Fotos zu machen war in dieser Situation natürlich völlig ausgeschlossen.
An einer offenen Stelle am Flussufer, die mir schon auf dem Hinweg aufgefallen war, schlage ich ein letztes Mal meine Hängematte auf, quer über der „Elefantentränke“:
Ich habe heute fast 11km zurückgelegt. Morgen habe ich noch knapp 9km auf dem Wasser vor mir, um die Stadt zu erreichen.
Nach einer letzten erholsamen Nacht und einem entspannten Morgen im Regenwald mache ich mich auf den Rückweg in die kleine Stadt, in der ich acht Tage zuvor gestartet war. Während dieser mühsamen Rückreise begegne ich dem einzigen anderen Menschen, der an diesem Tag auf dem Fluss unterwegs war: einem Einheimischen in einem Einbaum. Sein Boot ist relativ neu, offensichtlich handgeschnitzt, und er transportiert etwas, das wie Baumaterial aussieht – Palmstängel, oder vielleicht stellte er Fischfallen auf, wie es mir der Jäger und Fischer ein paar Tage zuvor in meinem Lager erklärt hatte. Er betrachtet mein Faltboot mit einer Mischung aus Neugier und vielleicht einem Hauch von Verwunderung:
Nach knapp 3 Stunden Paddeln erreiche ich mein Ziel, den kleinen "Hafen" im Sumpfwald:

Nachdem mein Boot zerlegt und verpackt ist, besteht die nächste Herausforderung darin, mein monströses Gepäck über den 3km langen Weg zurück in die Stadt zu bringen. Ich hatte nicht daran gedacht, mir die Telefonnummer des Mannes aufzuschreiben, der mich hierher gefahren hatte, da ich nicht erwartet hatte, an diesen Ort zurückzukehren. Meine Ausrüstung unbeaufsichtigt im Wald zu lassen, ist jetzt keine Option. Jemanden zur Abholung zu schicken, ist ebenfalls unsicher; wer weiß schon, wie lange ich warten müsste und ob überhaupt jemand käme?
Meine letzte Option ist, das Gepäck selbst zu rollern und zu tragen. Es würde extrem anstrengend werden, aber ich fühle mich fit, und die schwüle feuchte Luft ist nicht ganz so drückend wie an den Vortagen. Um 14 Uhr schleppe ich meine drei Gepäckstücke – den großen grünen Sack für das Boot, den schweren blauen Eureka!-Rucksack und den roten Tagesrucksack – zum Weg:
Der Fahrweg, nass vom schweren Regen des Vortags, ist voller tiefer Pfützen. Ich muss extrem vorsichtig sein, damit die Ladung nicht umkippt. Fußgänger umgehen die Pfützen leichtfüßig, aber mit meiner sperrigen Ladung muss ich oft mitten durch die Pfützen waten. Zum Glück trage ich Crocs, auch wenn meine Hosen zwangsläufig nass werden.
Nach 1.1km steigt der Weg steil zu einem Hügel mit einer Siedlung an. Ich kämpfe mich hoch und schaffe es kaum. Oben frage ich Hüttenbewohner, ob man hier ein Taxi in die Stadt rufen könne, aber die Antwort ist nein; in dieser kleinen, abgelegenen Stadt gibt es keine Taxis.
Also ging ich weiter. Wenige Meter weiter fragt mich ein Mann, ob er helfen könne. Er erwarte 1000 CFA (1.54 Euro), was ich für die verbleibenden 1.5km für angemessen halte. Ein weiterer Mann gesellt sich zu ihm. Einer trägt jetzt den schweren blauen Rucksack auf dem Rücken, während der andere das Boot auf dem Trolley zieht. Ohne den aufgeschnallten Rucksack ist die Ladung weniger kippgefährdet. Ich trage währenddessen nur meinen roten Tagesrucksack. Die Szene erinnert mich an „die gute alte Zeit“. Während es manchen vielleicht peinlich gewesen wäre, bin ich jetzt einfach nur erleichtert:
Die Reise zurück in die Hauptstadt ist die Umkehrung der Hinfahrt. Ich sichere mir einen Platz in einem weiteren Buschtaxi aus der Kleinstadt und überstehe die lange, staubige Fahrt zurück in die Provinzhauptstadt:
Von dort aus besteige ich wieder einen Toyota Coaster Bus und verfolge meine Route durch das Landesinnere zurück:
Die Rückreise verläuft weitgehend ereignislos, ein vertrautes Verschwimmen von vorbeiziehendem Regenwald, kleinen Dörfern und dem rhythmischen Schwanken des alten Fahrzeugs.
Als ich die Hauptstadt erreiche, beziehe ich eine großes, gut klimatisiertes Appartment. Das Erste, was ansteht, ist das Auspacken meiner Ausrüstung und das Ausbreiten aller Teile zum Trocknen. Meine Bootshaut, das Gestänge, die Hängematte, das Tarp, die Tyvek-Bodenplane und die Spritzdecke sind vom Regenwald noch klatschnass. Ich breite die Teile in allen Zimmern aus, in der Hoffnung, dass die Klimaanlage den Trocknungsprozess unterstützen würde:
Ich hatte meinen Rückflug vorsichtigerweise erst auf den folgenden Tag, den 1. Juli, umgelegt, was mir einen vollen Tag Zeit gibt, die Hauptstadt des Landes zu erkunden. Mein Panoramablick nach SW-NW-NE (volle Auflösung hier):





12 gar nicht so scheue Kuhreiher suchen im Müll nach Futter:
Meine Abreise aus der Hauptstadt am nächsten Tag verläuft ebenso unspektakulär wie meine Anreise. Der Flug zurück nach Europa ist eine Zeit für weiteres Nachdenken, ein allmählicher Übergang von der intensiven Sinneserfahrung des Regenwaldes zu den vertrauten Annehmlichkeiten von zu Hause. Als das Flugzeug aufsteigt, blicke ich auf die weite grüne Fläche unter mir hinab, ein letzter Blick auf die Welt, die ich kurzzeitig bewohnt habe.
Resümee
Die Reise in den Kongo-Regenwald war in vielerlei Hinsicht eine Reise der Kontraste. Es war eine Reise in das Herz einer der letzten großen Wildnisse der Welt, und doch war es auch eine Reise in die 'Komplexität' des modernen Afrikas. Es war eine Reise mit einigen physischen und mentalen Herausforderungen, und doch war es auch eine Reise von tiefer Schönheit und Entdeckung.
Auch wenn ich mein ursprüngliches Ziel, den Fluss in seiner gesamten Länge zu befahren, nicht erreicht habe, kehrte ich mit einem tieferen Verständnis für den Regenwald, einer größeren Wertschätzung für die Widerstandsfähigkeit des menschlichen Geistes und einer Sammlung von Erinnerungen zurück, die ein Leben lang halten werden. Der Dschungel hatte in der Tat gewonnen, aber indem er dies tat, hatte er mir eine wertvolle Lektion erteilt: dass es beim wahren Abenteuer nicht darum geht, die Natur zu erobern, sondern sich ihrer Macht hinzugeben und das Unerwartete anzunehmen. Und was den nächsten Fluss auf der Karte angeht? Er ruft bereits meinen Namen.
PS: Ja, das war KI, die ich, faul wie ich bin, für die vorläufige Formulierung einiger Teile der Kurzfassung verwendet habe. Deshalb ist die Sprache stellenweise so amerikanisch schwülstig ;-)
PS2: Mit ein wenig Recherche ist es ein Leichtes, alle tatsächlichen Orte meiner Reise zu finden. Aber bitte erwähnt sie nicht in den Kommentaren, bis ich von meinem nächsten Versuch zurückgekehrt bin! Ich habe meine Gründe dafür.
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