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Aller Anfang ist... schön. Hamburg, obere Alster, untere Wakenitz
Moin ins Forum!
Erst vor kurzem habe ich mich vorgestellt und möchte Euch gern von meinen ersten Paddelversuchen erzählen.
Im vergangenen Winter bekam ich den Hinweis, dass es auch Packrafts im "Canadierstyle" gibt.
Mein Problem ist leider, dass mir im tiefen Langsitz regelmässig die Beine einschlafen.
Mit einem Canadier geht`s aber und -große Freude- ich konnte so ein Boot ergattern.
Auf meiner ersten Hamburgrunde war der Stadtparksee noch gefroren.
Ich war allein, hatte zuvor allerlei über Kälteschock & Co gelesen und sass stocksteif im Boot.
Keine guten Voraussetzungen, um sich und sein Boot kennenzulernen.
Der Ausstieg am Holzsteg wäre dann auch beinahe schief gegangen und nur mit Hilfe zweier Passanten und auf allen vieren konnte ich an Land krabbeln.
Den nächsten Ausflug auf der Alster nahe der Poppenbütteler Schleuse unternahmen wir zu zweit. Das fühlte sich schon viel besser an.
Am Wochenende darauf besuchte ich die Wakenitz. Start- und Zielort war Rothenhusen am nördlichen Ufer des Ratzeburger Sees.
Bis zur Fünfkilometermarke wagte ich mich allein in die stille Wildnis, dann ging es zurück.
Das arme Wildschwein war ein Schreck und tat mir leid.
Die Pause in der Hängematte hingegen war wunderbar und meinem Kreuz eine Wohltat.
Die Wakenitz hat quasi keine Strömung und soll ein beliebtes Paddelgewässer sein. In Rothenhusen ist ein Boots- und SUP-Verleih und ich kann mir vorstellen, dass da im Sommer allerhand los ist.
Motorboote sind nicht erlaubt, die Ufer dürfen nicht betreten werden. (Da oben gab es eine offiziell aussehende Bank und gut erkennbare Trampelpfade!)
Die Ufer und das Wasser werden von umgestürzten Bäumen freigehalten. Etliche Stämme waren geschnitten und absolut nichts trieb herum.
Dafür konnte ich bis etwa eineinhalb Meter auf den Grund sehen, so klar war das Wasser.
Ich bin über einige Seerosenrasen gepaddelt, deren erste grüne Blätter sich auf dem Grund ausbreiteten.
Ein toller Tag.
Wenig später kam schon die nächste Tour dran. Zu zweit machten wir uns auf den Weg, die nördliche Hamburger Alster zu erkunden.
Von der Duvenstedter Schleuse ging es "bergab" bis zur Ohlsdorfer Schleuse.
Am späten Nachmittag steckten uns 16km in den Knochen, die auf jedem Schritt zur U-Bahn deutlich zu spüren waren.
Eine, besser zwei Hängematten für zwischendurch wären sehr willkommen gewesen!
Wasserstand seeehr niedrig.
Anwohner hier...
wie dorten.
Ducken.
Und fotografieren.
Wir hatten gut zu tun.
Mein Paddelpartner ist weit erfahrener als ich.
Aber auch mein Vertrauen in Boot und Können wuchs mit jeder kleinen oder großen Hürde.
Kurven, bremsen, rückwärts, anvisieren, flachlegen, ganz nach vorn krabbeln, um die Finne aus dem Wasser zu bekommen und über Stämme zu gleiten, Ein- und Ausstieg an jeder nur denkbaren Stelle. Toll!
Und ab und zu auch mal "richtig" umtragen.
Immer wieder ging`s durch dichtes Buschwerk.
Eine im Verein organisierte Paddlerin erzählte uns, die Stadt würde das Gewässer nicht mehr freischneiden - und den Anwohnenden sei es verboten.
Eine Frage der Zeit also...
Und, nein, hier wurde nicht extra für`s Foto rückwärts eingeparkt. Ich komme da wirklich gerade heraus!
Immerhin eine Hängematte haben wir gesehen. Auf Privatgelände natürlich.
Ach ja, an der Melllingburger Schleuse haben wir uns den Jux gemacht und Wildwasser geübt. 
Es war ein ausgesprochen herrlicher Tag.
Und nachdem wir entschieden hatten, nicht wieder zum Startpunkt zurück zu paddeln, sondern einfach irgendwo in die U-Bahn zu steigen und es uns bis dahin einfach gut gehen zu lassen, war das ganze eine noch viel entspanntere Geschichte.
unterwegs mit einem canadierartigen Anfibio Omega C2(+) Packraft.
#2 RE: Aller Anfang ist... schön. Hamburg, obere Alster, untere Wakenitz
Erneut untere Wakenitz.
Mein Paddelpartner erstmals in so einem Boot. Wir hatten es extra für unser Wochenende gemietet. Lieferung per Post, Rückgabe per Post.
Es ist schon alles deutlich begrünter als bei meinem ersten Besuch.



Pause an einer viel frequentierten Uferstelle mit Sitzbank.
Am Ende bin ich einmal kurz auf den Ratzeburger See raus. Schöner Wind. Schöne Wellen. Schöner Tag. 
unterwegs mit einem canadierartigen Anfibio Omega C2(+) Packraft.
Am Folgetag wagten wir uns auf verkehrsreichere Gewässer.
Hamburg
Hier kann man gut aufbauen und starten.
Ein geräumiger Steg, 3-Stunden-Parkplätze direkt am Wasser. Aber auch die U-Bahn-Station Klosterstern ist nicht weit.

Unterquert man die Brücke, breitet sich das Panorama der Aussenalster vor einem aus.

Zum Feenteich geht es hier entlang:
Stolzer Kapitän.
Nachdem wir die Sitzposition seines für das Wochenende gemieteten Bootes nochmals angepasst haben, hat er richtig Spass auf dem Wasser.
Wir paddeln weiter durch den Uhlenhorster Kanal.
Man zeigt, was man hat. Hanseatisches Understatement.

Wir erreichen das Ende dieser Sackgasse - und kommen tatsächlich ans Ufer!
Zeit für einen kleinen Pausenhäng mitten in der Stadt.

Schön, dass man den Lärm des vierspurigen Winterhuder Weges direkt hinter uns auf dem Foto nicht hört.
Neben uns liegt eine Tankstelle, gegenüber Lidl und der Pizzalieferservice. Ganz kurz überlegen wir, da mal eben anzurufen und uns was über die Straße bringen zu lassen.
Dann geht es aber doch lieber weiter.
Ein Taucher, der nicht taucht, taucht nix.
Die Verkehrsdichte steigt, die Boots- und SUP-Vermieter haben hier ihre Stationen.
In Hamburg gilt das Rechtsfahrgebot auch auf dem Wasser. Aber abgelenkt von der Notwendigkeit von Selfies, Bierkästen auf dem Tretboot, BummBummMusik aus Bluetoothboxen und mangelnder Übung der Bootsbeherrschung kann es schon mal eng werden auf teils den schmalen Kanälen...
Kulinarisch wird der:dem geneigten Paddelnden einiges geboten. Immer wieder gäbe es Möglichkeiten, vom Wasser aus Speis und Trank zu ordern. Da geht die Mietzeit dann gern mal durch Warten daruf. 

Immerhin ist die Überholspur dann frei!
Leider macht Levis Schulter schlagartig auf sich aufmerksam und wir kommen nicht umhin, seine Treidelleine an meinem Boots zu befestigen.
Die letzten Meter sind wir also als Abschleppduo unterwegs. Auch eine "interessante Erfahrung". Aber gemeinsam schaffen wir das.
Ziel in Sicht, da vorn liegt der Steg.

Wir sind wieder zurück und packen in aller Ruhe unser Zeug zusammen.
Dann erstmal nach Hause und die Schulter versorgen. Boote putzen und trocknen können wir auch am nächsten Tag.
Heute Abend warten Pfannkuchen aus der Feuerpfanne* auf uns!
* Dass gerade dann ein Starkregen vom Himmel schütten wird, als unser schönes Feuer so richtig brennt, können wir zum Glück noch nicht erahnen.
Es gibt stattdessen improvisierte Croques aus dem Ofen.
Der Teig für die Pfannkuchen kommt bis morgen in den Kühlschrank. Die gibt`s dann hoffentlich zum Mittagessen!
unterwegs mit einem canadierartigen Anfibio Omega C2(+) Packraft.
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