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Dieses Thema hat 29 Antworten
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 Allgemeines Canadierforum
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markuskrüger Offline




Beiträge: 1.011

03.04.2008 06:30
#16 RE: mal wieder eine blöde Anfängerfrage antworten

@ganzmanchmalpaddler:

Wir wohnen im ersten Stock in Berlin und haben es zeitweise für eine akzeptable Idee gehalten, den 16'' Explorer in unser 'Mehrzweckzimmer' durchs Fenster zu wuchten. Nach einigen Touren haben wir uns dann doch einen Platz im Bootshaus gesucht...

Was wollte ich sagen? Ach so: EG ist OK, 1.OG ist dafür zu hoch.


Markus

ganz-manchmal-Paddler Offline



Beiträge: 17

03.04.2008 21:43
#17 RE: mal wieder eine blöde Anfängerfrage antworten

Also,gehen würde das bei uns schon.Wenn ich vor dem Hausstehe berührt meine Nasenspitze die Fensterbank.
Als wir hier eingezogen sind haben wir die großen Teile (Sofa usw...)auch durchs Fenster reingewuchtet weil das Treppenhaus viel zu eng ist.

Eine optimal Lösung stellt das sicher nicht da.Mir Persöhnlich wäre da ein einfach zu handhabendes Luftboot schon lieber.Und läd auch eher mal dazu ein es spontan zu nutzen.Aber was nützt mir das wenn meine Frau soetwas ablehnt.Wenn man mal die Chance hat auf ein gemeinsammes Hobby das sollte man das auch wahrnehmen und evtl. Kompromise eingehen.
Und eigentlich muß ich ihr ja sogar recht geben,als Laie betrachtet sieht ein Festrumpfboot halt erstmal vertrauenserweckender aus....wir werden sehen...

Voitsberg Offline




Beiträge: 91

03.04.2008 22:42
#18 RE: mal wieder eine blöde Anfängerfrage antworten

Ist Deine Frau schon mal in einem Boot gesessen?
Fahrt doch mal zu Globi oder einen Bootsverleih um verschiedene Boote zu testen, auch Faltboote und Schlauchis.
Ich befürchte nämlich dass Deine Frau mit der "Kippeligkeit" von einem Festrumpf eventuell nicht klar kommt.
Wenn Ihr dann zum Vergleich einen Schlauch testen könnt, wäre Sie sicher um ein Vielfaches beruhigter und Ihr könnt dann wirklich ein gemeinsames Hobby pflegen.

Ich bin übrigens auch grad drann meine Frau ins Boot zu bringen, Lagerfeuer und Zeltleben liebt sie - nur das mit dem Boot und Wasser und dann bewegt sich das Zeug noch...

Grüße
Voitsberg

.
= Vergiss nie Deine Träume, denn sie könnten wahr werden... = (Hans Theessink)

trullox Offline



Beiträge: 616

03.04.2008 23:44
#19 RE: mal wieder eine blöde Anfängerfrage antworten

Hallo Mike!
Nachdem ich vor Jahren all Deine Überlegungen auch durchlitten habe, will ich doch noch meinen Senf dazu geben.
Es steht außer Frage, daß ein guter fester Canadier die optimale Lösung für 2 Personen mit Hund und Gepäck wäre. Das würde aber auch +- 5Meter Länge bedeuten. Als Dachlast bei dem kurzen Auto schon grenzwertig; und ein Zimmer im Erdgeschoß damit blockieren...diagonal an die Decke hängen? Na, ich weiß nicht...
Betr. Faltcanadier.... Das ist eine fabelhafte Alternative, ich hatte selbst mal ein Pakboat, aber...wenn Deine Frau Horror vor Faltbooten hat, solltest Du es garnicht erst in Erwägung ziehen; zumal auch das Hundchen sich zwischen den Alugerödelstangen nur suboptimal fühlen wird. Vielleicht würden die Krallen des lieben Tierchen auch mal ein bißchen die Bootshaut ritzen mit äußerst unangenehmen Folgen.
Meines Erachtens wäre ein Schlauchcanadier für euch schon die richtige Alternative; aber kein Wildwasserboot mit hochgebogenen Spitzen. Ein Spreu Otter ist phantastisch im Wildwasser, aber auf langsamen Flüssen oder einem windigen See kannst Du es vergessen.Dasselbe gilt für Grabner outside. Da artet das Paddeln in Schwerstarbeit aus, (ich hatte auch mal einen Spreu).
Ich kann Dir 2 Fabrikate empfehlen mit flachen Spitzen. Damit wirst Du nicht Speedy Gonzales, aber sie lassen sich ganz gemütlich auf See und Fluß paddeln. Du kannst sie sogar auf dem Motorrad unterbringen und last not least, um Deine Frau zu beruhigen....beide Fabrikate haben so starkes Gewebe....das kriegt ihr mit vereinten Kräften nicht kaputt....auch nicht wenn ihr den Hund beteiligt.
Das optimale Boot wäre ein SOAR 14 oder besser,16. Kostet, soweit ich mich erinnere um 1700.-. Gebraucht wohl schwer zu kriegen. Check mal http://www.kanulager.de Die verleihen auch mal für ne Woche und rechnen sicher die Gebühr beim Kauf an.
Das zweite Boot wäre ein Sevylor der neuen Generation. Ein 500er konnte ich letztes Jahr mal probepaddeln und war überrascht von der Qualität des Materials und von dem einzulegenden Hochdruckboden, der den Canadier sehr steif und schnell macht. Die gelbe Banane gibts zum Kampfpreis von ca. 600.- bei http://www.kajak-huette.de
Übrigens....meine Frau hat sich in einem Schlauchcanadier immer sicherer und wohler gefühlt als im Fest- oder Faltboot.
Hoffe, ich konnte Dir mit meinen hints ein bißchen weiterhelfen. Bin gespannt wie Du Dich entscheidest.
Gruß!
Fred


Marcus Offline



Beiträge: 95

04.04.2008 16:07
#20 RE: mal wieder eine blöde Anfängerfrage antworten

Hallo Mike,
also das mit dem Transport auf dem Dach deines Autos sollte kein Problem darstellen. Wir fahren einen Ford Fiesta Bj.'91 mit 50 PS. Seit Kurzem besitzen wir einen Mad River Horizon 17 mit 5,11 m Länge und transportieren ihn mit eben diesem Auto. Das geht völlig problemlos. Die Querträger haben einen Abstand von knapp einem Meter, zwei Spanngurte, Abspannungen an Bug und Heck des Bootes zu den Abschleppösen, und das Boot sitzt auf dem Auto absolut fest. Auch die Fahreigenschaften sind überraschender Weise beinahe unverändert.
Mit etwa 36 kg Gesamtgewicht (Boot + Träger) ist man, was die Dachlast angeht, auf jeden Fall noch auf der sicheren Seite. Sicher ist jedoch immer Vorsicht bei Wind, beonders bei Seitenwind in Böen geboten. Die einschränkende Größe bei kleineren Autos ist eigentlich eher die maximal zulässige Länge einer Dachlast. Etwa fünf Meter sind aber selbst bei den meisten kleineren Wagen in Ordnung.
Ach ja, nochmal zur Auflage des Bootes: Selbst bei wesentlich längeren Autos ist ein Abstand der Querträger von deutlich über 1 m, zumindest wenn es Modelle mit Stufen- oder Schrägheck sind, kaum möglich.
Beste Grüße
Marcus

ganz-manchmal-Paddler Offline



Beiträge: 17

04.04.2008 20:12
#21 RE: mal wieder eine blöde Anfängerfrage antworten
@Voitsberg
Ja meine Frau hat schon mal in einem "Gummiboot" gessesen.Als Jugendliche in so einem handelsüblichen Ruderschlauchboot wie man sie in jedem Baumarkt hinterher geworfen bekommt.Letztes Jahr ist sie mal in meinem Whencke Amazonas mitgefahren.(leider auch nicht viel besser als die üblichen Baumarktboote,nur halt ein Kajak) Deshalb kann sich halt nicht vorstellen das es auch "richtige" Luftboote gibt die funktionieren.Probepaddeln wäre da eine gute Sache,schätze das wir das in den nächsten Wochen auch mal tuen werden.Außerdem wünsche ich dir viel Erfolg bei der Wassergewöhnung deiner Frau.Zumindest das bleibt mir erspart,sie ist ja schon interessiert.Wir haben halt nur kein Boot.

Zum Thema Faltboote:da wäre sicher auch mal ein Probepaddeln interessant,wobei wenn ich von 30 Kg in zwei riesen Säcken und einer Aufbauzeit von 30 min lese vergeht mir auch die Lust.Aber ein Packboat finde ich persöhnlich schon interessant.

Das Kanu würde ich wenn es denn ein Festboot wird,tatsächlich erstmal versuchen im Zimmer diagonal unter die Decke zu hängen.Daran kann man sich sicher gewöhnen.Ein Freund von mir hat auch immer drei Mountainbikes im Wohnzimmer stehen,(2 Zimmer Wohnung ohne Keller)es ist halt so.

Trotzdem sollte das Boot nicht wesentlich länger als 4m sein.Mein Suzuki ist 3,30m lang,selbst wenn das Boot sicher verzurt wird und das Dach des Altos von 30 kg bestimmt nicht eingedrückt wird,spätestens bei 4,80m setzt die StVo dem ganzen einen Riegel vor.Das hat Marcus schon richtig erkannt.Und mit einem 39 PS Auto....naja....jedenfalls ist das Thema noch lange nicht durch,überlege halt noch in alle Richtungen,ohne dabei den Preis aus dem Auge zu verlieren.

Auf jeden Fall nochmal ein Großes Danke in die Runde für die vielen Ratschläge und Meinungen,ich halte euch auf jeden Fall auf dem laufenden!
HeinzA Offline




Beiträge: 1.367

05.04.2008 11:14
#22 RE: mal wieder eine blöde Anfängerfrage antworten

Hallo!
Vielleicht hätte ich die Lösung für dein Problem anzubieten:

Ally 13,5 DR, Baujahr 1996, inklusive Schalensitze und Eigenbauspritzdecke für den Sologebrauch. Das Boot hat normale Gebrauchsspuren, nur Flachwasser, ein paar Federn müssen ersetzt werden, sonst fahrbereit. Der 13,5 kann solo oder tandem (ideal für Kinder und Jugendliche) gefahren werden.

Technische Daten: Länge 405 cm, Breite 77 cm, Breite Wasserlinie 70 cm, Tiefe 34 cm, Höhe der Spitzen 42 cm, Gewicht 14 kg, Tragevermögen 160 kg. Die Aufbauanleitung gibt es auch noch.

Mit dem Gewicht von 14 kg und einer Länge von 405 cm ist das Boot absolut gut handhabbar, in aufgebautem Zustand ins Zimmer zu wuchten, trägt an der Zimmerdecke nicht sehr auf, und auch zerlegt ist es in einem Sack (wird mitgeliefert) von 120x50x30 noch verstaubar. Und für dein Auto ist er auch noch legal zu transportieren. Meine Preisvorstellung ist komplett mit der Spritzdecke (allerdings für Sologebrauch) und Sitzen und Sack bei 650,- Euro.
LG Heinz

ganz-manchmal-Paddler Offline



Beiträge: 17

11.04.2008 23:20
#23 RE: mal wieder eine blöde Anfängerfrage antworten

@HeinzA
Danke für dein Angebot,es kommt aber wahrscheinlich etwas zu früh.Bin echt im Moment noch in der Orientierungsphase.

ganz-manchmal-Paddler Offline



Beiträge: 17

14.04.2008 19:43
#24 RE: mal wieder eine blöde Anfängerfrage antworten

Es geht wieder ein Stück weiter!
Am Samstag waren wir bei schönstem Frühlingswetter endlich mal gemeinsam auf dem Wasser.Wir hatten uns einen Canadier gemietet.Eins von diesen superträgen,gutmütigen Idiotenbooten,das war jedenfalls meine Meinung dazu.Meine Frau fand das eher wackelig,war aber nicht abgeneigt es weiter zu probieren und auch der Hund hat es besser mitgemacht als befürchtet.Wobei sie einmal fast im Wasser gelandet wäre weil sie einer Ente aufmischen wollte.(ist halt ein Terrier)

Das Paddeln an sich hat ganz gut geplappt,was mich überrascht hat da ich vor ungefähr 15 Jahren das letzte mal in einem Canadier war,(Jugendzeltlager in Schweden)jedenfalls haben wir nicht wilde Kreise gefahren.

Nächstes Wochenende geht es erstmal ab zur Globeboot nach Hamburg,dort wollten wir speziell mal Luftboote der unteren Preiskategorie ansehen und am besten mal kurz anpaddeln.Vielleicht finden wir da schon etwas was meinen Anspüchen genügt.Hoffe aber das wir dort wenigstens mal einen möglichst guten algemein Überblick bekommen.

Eine Frage noch zu den oft angesrochehen Kursen,kann man bei soetwas evtl.mit seinem eigenen mitgebrachten Luftboot teilnehmen? Wäre doch sinnvoll wenn man richtig fahren auf seinem Boot lernt.

jan_dettmer Offline




Beiträge: 251

14.04.2008 20:29
#25 RE: mal wieder eine blöde Anfängerfrage antworten

Auf ejden fall kann man mit seinem eigenen Boot beim Kurs paddeln.
Ich wuerde Dir aber dazu raten den Kurs zu machen BEVOR Du das Boot kaufst. Beim Kurs wird sich Dein Verstaendnis fuers Boot stark veraendern. Und Du kannst bei guten Kursen, ne ganze Flotte von Booten ausprobieren.

Bis dann, jan

We are only paddlers between swims.
http://www.open-canoe.de
http://www.bc-ww.com

ganz-manchmal-Paddler Offline



Beiträge: 17

20.04.2008 21:43
#26 RE: mal wieder eine blöde Anfängerfrage antworten

Ich war also heute auf der Globeboot,erstmal ist das generell eine super Veranstaltung für Wassersportler und eigentlich jedem zu empfehlen der ein neues Boot sucht.Besonders ein Neuling bekommt hier einen guten Einblick in den Markt.(danke an den der mir den Tipp "fahr zur Globeboot" gegeben hat)

So bin ich dann auch mit ein paar neuen Erkentnissen nachhause gegangen.Zum einen hat sich mein Gefühl bestätigt das wir ein offenes Boot brauchen.Alles andere wäre zu eng,besonders für den Hund.Ein Kayak in klassischer Bauform scheidet also generell aus,somit auch klassische Faltboote a la Klepper.
Bei den Faltkanadiern bin ich mir auch nicht sicher ob ich jedesmal die Lust habe auf die Bauerei nur um mal eine Stunde zu paddeln.Außerdem ist so ein schaukelder mit Alustangen übersähter Boden auch nicht optimal für ein Tierchen,desweiteren fallen Faltboote generell aus meinem Preislimit.Ebenso wie die meißten Festkanadier,obwohl soetwas für uns wahrscheinlich die besste Lösung wäre,zumindest was das Platzangebot und das unproblematische "spontan mal eben zu wasser" laßen angeht.Wenn da nicht das Transport und Lagerproblem wäre.

Also sind wir mal ein paar günstige Luftboote probegepaddelt.Generell ist mir da aufgefallen das selbst im unteren Preissegment alles besser funktioniert als bei meinem alten Whencke Amazonas,mit dem ich mich nicht auf einen Fluß trauen würde.Von da her war ich erstmal positiv überrascht und ich denke das für uns soetwas erstmal gut genug wäre.Vielleicht bekommen wir ja darüber Lust auf ein "richtiges" Boot.

Das Sevylor Colorado machte da einen recht guten Eindruck,es ist gutmütig,ziemlich fest für ein billiges Schlauchboot und läst sich als Kayak oder Kanadier paddeln.Allerdings braucht man alleine im Wind viel Kraft.(ich kann mir jetzt vorstellen warum Spreu Otter auf einem See keinen Spaß macht)Der Verkäufer sagte aber das er eigentlich abraten würde von Booten die einen PVC Schlauch in einer Nylonhülle haben,dies sei recht defektanfälig.Er verkauft das Colorado als Badeboot,das mit glück 2-3 Sommer übersteht.(Gilt wohl genauso auch für das Stearns Kanu)
Daraufhin riet er mir zu einem Gumotex Twist,das kompakte offene Kayak war zwar etwas weicher und kippeliger,was meiner Frau nicht so gefiel.Es fuhr aber deutlich schneller,ist windunempfindlich und reagierte auch besser auf Richtungsänderungen.Vom Platzangebot ist es grade noch ausreichend,dafür ist das Packmaß/Gewicht hervorragend,grade um es auf im Motorrad mitzunehmen.

Kennt hier jemand so ein Boot?Taugt es für mehr als eine Runde über den Hamburger Stadtparksee?
Hat jemand erfahrungen mit der Dauerhaltbarkeit von "PVC Schläuchen in Schutzhülle Booten"

Voitsberg Offline




Beiträge: 91

21.04.2008 07:09
#27 RE: mal wieder eine blöde Anfängerfrage antworten
??? Sevylor ???
Ich denk daß, das Sevylor Colorado mit 3,3m um 1 Meile zu klein für Dich - Frau - "Flohtaxi" und Gepäck ist, da reicht es schon wenn ihr blos mal eine Übernachtung auf einer Insel machen wollt (Zelt, Kochzeug, Verpflegung für Mensch und Hund, Ersatzkleidung, Regenkleidung, Schlafsack, Thermomatten, Schwimmwesten...).
Dann doch wenigstens das Gumotex Palava mit 3,8m.
Das ist derzeit so an die € 700.-, eventuell bekommst Du ein Gebrauchtes um so 300.- bis 500.-, oder sogar ein XR Trekking (4,0m) von Grabner Gebrauchtbootmarkt:
http://forum.grabner-sports.at

Das Palava ist ein flacher Canadier wie das XR - Trekking und das SOAR 14 (12, 14, 16). Diese Bootsform wurde vor ca 25 Jahren von Metzeler für Expeditionen entwickelt. Wie man sieht gibt es mittlerweile einige Hersteller die in dieser Bootsform bauen.
Ich denk daß selbst ein gebrauchtes Palava noch immer stabieler als ein neues Sevylor oder Stearns ist, Sevylor und Stearns sind eben Badeboote und nicht wirklich für Gepäckfahrten gedacht. Aber genau diese Gepäckfahrten machen das Kanufahren doch so schön, dort stehenbleiben und genießen wo es Dir am besten gefällt!
Ich würd sogar ein Leihboot beim Kanulager Nürnberg (André) oder Grabner holen und mal testen - das ist wirklich nochmal ein gewaltiger Unterschied.
Bzw. bei Globi kannst Du das Palava und sicher auch das XR-Trekking testen, nur sieh zu daß Du auf nen Fluß kommst - im Schwimmbecken sind die Radiergummi nur fade, aber schon ein bischen Strömung und der Spaß geht los.

Solltest Du in 1 Jahr dann mal alleine einenn stärkeren Fluß fahren wollen (bis WW3) geht das mit dem Palava auch noch, mit Sevylor oder Stearns auf keinen Fall und dann geht der Bootskauf wieder von vorne los - erklär das dann mal Deiner Frau...

Der Verkäufer beim Globi hat schon recht, der will Dir nicht einfach das teuerste Boot "reindrücken" sondern das, welches am besten für Deine Anforderungen passt. Und wenn er sagt daß bestimmte Boote grad mal 2 - 3 Sommer überstehen, dann würd ich den Typen noch nen Kaffee zahlen und dankbar sein für den Tip. Denn es könnte ja sein daß Du ein gebrauchtes gutes Boot bekommst und somit nix beim Globi kaufst - bist Du aber mit der Beratung zufrieden kaufst Du sicher andere Dinge beim Globi.

Grüße
Voitsberg

.
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holgercp Offline



Beiträge: 2

04.06.2010 13:28
#28 RE: mal wieder eine blöde Anfängerfrage antworten

ist zwar schon eine Weile her, aber Infos gibts selten, deshalb mal so mein Kommentar zum

Gumotex Twist I 2009

in der 2009er Version verbessertes LitePak, das angeblich ozonbeständiger ist.
Darüber hinaus ab 2009 mit Richtungsflosse, was für mehr Spurstabilität sorgen soll.

Ich hab mir vor zwei Wochen den Twist von 2009 geholt und gestern angetestet.
Es ging die Lippe runter von Sande bis Lippstadt.

Für mich war Gewicht und Packmaß ausschlaggebend, da ich kein Auto hab.

Was mich von Anfang an gewundert hat ist, dass das Boot besonders Anfängern angeprisen wird.
Ich hab nun wenig Erfahrung mit Gummibooten, aber u.a. mit nem Ally Kanadier, nem Klepper Faltboot,
diversen Kanus, etc.
Ich will nicht sagen, dass man das Boot nicht geradeaus bekommt, ganz im Gegenteil.
Mit etwas Übung geht das hervorragend, ich würde sogar sagen es hat genau das richtige Maß
zwischen Spurtreue und Wendigkeit. Aber es braucht etwas Übung und Feingefühl, gerade beim Beschleunigen.
Also nicht unbedingt etwas für ungeduldige Kids, die schnell Spaß haben wollen.
Zumindest nicht als 1er.

Die Lippe war gestern noch recht kalt und das hab ich auch schnell zu spüren bekommen.
Der Twist ist zwar sehr stabil, aber nach 10 Minuten rumdameln zwischen Hauptströmung und Kehrwasser
unterhalb eines Wehrs hatte ich dann ein erfrischendes Bad :-)

Wie man schön hört habe ich einige Sohlschwellen und Wehre mitgenommen, ich hab mir von Anfang an gedacht:
wenn mir das Boot um die Ohren fliegt wars halt Pech.
Bodenkontakt hatte ich auch zur Genüge und gerade wegen der Spurflosse war mir das alles sehr suspekt.
Allerdings ist die bei meinem Gewicht recht gut geschützt (75 kg). Sie befindet sich recht weit hinten - klar -
irgendwo hinter dem Pöter ;-)

Leichtes Wildwasser macht sehr viel Spaß allerdings wird man auch schnell sehr naß.
Mit dem Sitz war ich in soweit zufrieden, dass er ganz bequem war.
Ich fand nur, ich saß zu niedrig. (bin ca. 190cm)
Da die Fußstütze Unsinn ist hab ich sie als Kissen benutzt und meine Füße seitlich unter den Schlauch geschoben.
Da das Boot sowieso nicht für Sprints ausgelegt ist reicht das meiner Meinung nach völlig.
Wenn man dann noch ein Tuch unter das Kissen legt lässt sich auch Wasser schnell entfernen.

Was mich am Ende am meisten gewundert hat war die Untersuchung des Bootes zuhause:
Das Material wies nicht den geringsten Abrieb auf. Wer also behauptet das LitePak wäre nicht stabil, dem
möchte ich darauf hinweisen, das jedes Kaufhaus 50-Euro-Aufbalskajak schon am zweiten Wehr zerlegt
worden wäre, und das Twist ist unterseitig wie neu.
Sicherlich ist das hochwertigere Material von Gumotex oder Vergleichbares stabiler, aber der Zweck
des Twist sind ja auch keine Besuche des oberen Sambesi.

Ich fass mal zusammen: für das Gewicht ist das Material super stabil, das Boot ist recht spurtreu
solange man gefühlvoll paddelt (ich hab etwa 30 km, häufig mit deutlichem Gegenwind zurückgelegt),
es ist recht wendig und man kann ihm schon spaßeshalber einiges zumuten, allerdings eher in Badehose.
Ich hab riesigen Spaß damit gehabt.

Allerdings hab ich jetzt auch einen ordentlichen Sonnebrand :D

---

Holger

Angefügte Bilder:
twist.jpg  
moose Offline



Beiträge: 1.478

04.06.2010 23:04
#29 RE: mal wieder eine blöde Anfängerfrage antworten

was wäre ein o/c ohne ofen + tipi/cft

holgercp Offline



Beiträge: 2

05.06.2010 00:48
#30 RE: mal wieder eine blöde Anfängerfrage antworten

jo, stimmt, hatte nur den post von
ganz-manchmal-paddler
gesehen :)

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