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Dieses Thema hat 141 Antworten
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 Ausrüstung > Zelte, Öfen, Kochen, Lagerleben
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Donaumike Offline




Beiträge: 993

12.01.2016 15:01
#16 RE: Lavvu Mittelstangen(-problematik) antworten

Hallo,

endlich gibt es einen Thread.

Natürlich, wenn das Testteam vom Hersteller nicht im Pappschnee aufgewachsen ist, nur die schönen guten Seiten vom Winter her kennt, von woher soll es denn kommen.

Ich bin mir sicher, dass bestimmt schon vor dem Versagen der Mittelstangen, negative Gedanken oder Erfahrungen über die Leidensfähigkeit dieser Mittelstangen unter Schneelast oder Sturmlast, gemacht worden sind. Ich meine nicht vom Hersteller, sondern vom Endverbraucher. Sicher waren dies nicht die ersten Mittelstangenbrüche unter Schneelast?

Beim vergangenen Kringelfieber war ich erstmalig zu Gast in einem Tentipi. Als ich eintrat, lies ich sofort bedenken anklingen, was die Stabilität der schlanken Mittelstange aus Alu anbelangte...

Tarnstangen gibt es nicht nur in Aluausführung. Es gibt auch Tarnstangen aus GFK, sprich aus Glasfaserverstärkten Kunststoff. Tarnstangen aus Alu bekommen bei robusterem Umgang schnell eine Beule oder Macke weg, sodass die zusammensteckbaren Teile schwer oder gar nicht mehr zusammensteckbar oder zerlegbar sind. GFK Tarnstangen sind in der Haptik angenehmer. Wer auf Geräuschtarnung steht, fährt damit im Kanu auch besser....

Grüße von der Donau oder nicht weit weg davon Mike

Olaf Offline




Beiträge: 341

12.01.2016 16:14
#17 RE: Lavvu Mittelstangen(-problematik) antworten

Hej hej,

muss nun einfach mal meinen Senf dazu geben.

Ostern 2015 im Spreewald, anhaltend nasses, windiges bis stürmiges Wetter. Null Problem im 9ner Tentipi mit angebautem Tatonka Tarp in TP. Dann DER Tag, mit Orkan. Um uns herum und in ca 5 Metern Entfernung auch einer, knickten reichlich Erlen und auch Eichen.
Klar, bleibt man da nicht mehr so ganz entspannt. Das Tipi aber schon.
Vernünftig abgespannt geht da fast alles. Hätte das Tarp im Wind gestanden, hätte ich es sicherlich abgebaut. Im Orkan, war daran aber eh nicht mehr zu denken.

Meiner Meinung nach, sind es bei dem Black Forest Winter Camp, die reichlichen Schneelasten mit großer Nässe gewesen. War ja selbst nicht dabei, wenn ich aber die Bilder sehe... Schnee runter und nicht schlafen/alleine lassen, oder Tarp abbauen, dass wäre sicherer gewesen. Und Schnee alleine auf dem Tipi, kann ich mir nicht als Problem vorstellen.

Ob die vorgeschlagenen Glasfieberstangen dies können?
Konen, sind sicher eine Lösung. Schön steil und auf evtl 100mm Länge. Dann müssen sie aber passgenau sein. Nur, wer bringt die wieder auseinander, ohne die Passung zu beschädigen? Dann halten sie beim nächsten Mal nämlich auch nicht mehr.
Größere Durchmesser in Alu, weniger Segmente, keine Verjüngung, auch klasse denke ich. Nur dann auch aus dem richtigen Material. Wandstärke ist da ziemlich unerheblich.

Mein Gedanke seit längerem (bin nur ziemlich faul in letzer Zeit) ist ein außen stehendes Dreibein. Kann ich mir stabiler vorstellen. Ist aber nicht mein Gedanke dabei. Dazu würde ich Bambus in ganzer Länge nehmen wollen (Laden ist Null Thema bei mir). Aber nur aus dem Grund die zentrale Stange weg zu bekommen und den Ofen am Rand stehen zu haben. Dies auch nur für Standlager.

Hejdå Olaf

cb1p111 Offline




Beiträge: 130

12.01.2016 16:27
#18 RE: Lavvu Mittelstangen(-problematik) antworten

Interessanter Thread... bin gespannt, welche Lösung es dann wird...

Vielleicht entwickelt die Gemeinschaft sogar ein geodätisches Zelt...

Damals... Zelte wie diese... oder ähnlich Fjällräven Everest


Heute... hat man die Schneelasten und Windkräfte meist im Griff... z.B. Mountain Hardwear EV3

elch62 Offline




Beiträge: 142

12.01.2016 18:25
#19 RE: Lavvu Mittelstangen(-problematik) antworten

Hab das jetzt mal mit meinem Bakannten aus Goose Bay CA durchgemailt, Zeitverschiebung, Lavvu ist auch dort bekannt, aber mit 1 Stange gar nicht im Angebot. http://lavvu.com/index.html Da wird das Teil nur mit mehreren Pools benutzt.In Canada ist der Winter ne Zeit zum draussen sein,in Labrador sollst die beste Outdoorzeit sein auch wenn Nachts ein haber Meter Schnee kommt, halten die Zelte. Wir in D bekommen halt nur die Schönwetterversion. Da ihr ja im Winter mit Auto zum WTL fahrt, einfach ein paar Stangen mehr mit nehmen.

Leichtgewicht Offline




Beiträge: 1.294

12.01.2016 18:27
#20 RE: Lavvu Mittelstangen(-problematik) antworten

DAS sind doch keine Zelte - DAS sind Dackelgaragen

(sorry)

Im Ernst, cb1p111, mach darin mal Feuer im Ofen und leb darin eine Woche, dann weißt Du, was ich meine.

cb1p111 Offline




Beiträge: 130

12.01.2016 21:58
#21 RE: Lavvu Mittelstangen(-problematik) antworten

Geodäten gibt es ja zum Glück auch für Grossraum Liebhaber.

6 Meter Durchmesser und 2,5 Meter Höhe bei der Mountain Hardware Space Station.

Wird schon nen Grund geben warum man die in Gegenden mit extremem Wetter sinnvollerweise einsetzt.

Irgendwie sind die base camps an den schneereichen Bergen dieser Welt überzogen mit Geodäten.

Und die Leute leben da ganz gut mehrere Wochen...

Angefügte Bilder:
CYJtGl_UQAAQ0Ah.jpg  
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Nurdiehartenkommingarten Offline




Beiträge: 141

12.01.2016 22:15
#22 RE: Lavvu Mittelstangen(-problematik) antworten

... bei den "amerikanischen Wintertrekkern" habe ich in einem Forum auch gerade über die Problematik der gebogenen Tipistangen gelesen. Das ist dort aber nicht weiter erschöpfend diskutiert worden. Tipis sind dort nicht ganz so verbreitet, man steht dort mehr auf die "traditionellen" Baumwoll A-Tents u.ähnl., v.a. von Fa. SNOWTREKKER. Dort gibt es die Empfehlung, bei starken (nassen) Schneefällen ein zusätzliches Tarp (nennt sich dort FLY) über das Zelt (nicht Tipi) zu spannen. Verkauft wird dafür ein unschönes unstylisches Plastikteil, auf dem der Schnee aber abgleitet.
Hatte bei meinem Helsport noch nie ein Problem mit der Mittelstange, aber auch noch nie massiven Schnee drauf, dafür Wind, Sturm, Böen- und da ging alles gut.. Mit einem Ofen drinn ist so ein Einsturz natürlich ein gefährliches Desaster, ansonsten gibt's wohl mal gegebenen Anlaß zum Selberbauen.

Angefügte Bilder:
Biber Jan. 2014 026.JPG  
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georg.boehner Offline



Beiträge: 305

12.01.2016 22:31
#23 RE: Lavvu Mittelstangen(-problematik) antworten

Hallo zusammen,

Kann mir gerade die gebrochenen Stangen nicht vorstellen. Wollte ja diesmal mit Familie kommen und weis jetzt nicht, ob ich weiterhin traurig oder doch froh sein sollte. nicht vorstellbar, wen wir mit dem neuem Ofen im Zelt sitzen und mir dann die Stange bricht.

Gibt es auch ein paar Beispielbilder, mehr die Stangen mit den Bruchstellen als das Zelte von außen? Ich habe mehrere Zelte bei Orkanboen verloren, habe mich aber noch nie so sicher gefühlt wie im jetzigen Tentipi ( Ok, bin aber auch jemand, der immer die komplette Sturmabspannung bis zum letzten möglichen Hering und Leine nutzt.Machen die wenigstens, habe ich aber so in Schweden gelernt).

Bei den letzten Stangenbrüchen ( auch im einen Geodäten der höheren Preisklasse) konnte ich fast immer sehen, wie der Sturm das Zelt eingedrückt und damit die Stangen extrem bis zum Bruch verbogen hat ( damals nahm ich das abspannen auch nicht so wichtig..)

War zu der Zeit auch extremer Wind im Schwarzwald? Irgendwie suche ich nach einem Grund, meinem Zelt weiterhin zu vertrauen.......

Gruß Georg

GünterL Offline




Beiträge: 1.033

12.01.2016 22:37
#24 RE: Lavvu Mittelstangen(-problematik) antworten

Servus Georg,

hier die Links zu den Berichten und Bildern:
2. BlackForestWinterCamp 2016 (6) ab Beitrag #83 und bei Welfis Ofenthread ab Beitrag 321 -- -- -- -- -- -- Der faltbare OSZ40 ZELTOFEN© Tent Stove oder OriginalSchwäbischerZeltofen© -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- (12)

Und es wareh die Stangen verschiedener Tipiproduzenten betroffen. Also kein Problem einer einzelnen Firma

LG Günter

A bad day on the water is better than any good day at work (Jerry Vandiver)

Solist Offline



Beiträge: 356

12.01.2016 22:37
#25 RE: Lavvu Mittelstangen(-problematik) antworten

Servus Georg,
kein nennenswerter Wind, nur starker Schneefall. Der dazu noch extrem nass.
Ich vermute, bei den meisten war die zusätzliche Belastung durch Tarp usw. das Tüpfelchen auf dem I.
Gruß
Frank

jörg i Offline



Beiträge: 45

13.01.2016 01:00
#26 RE: Lavvu Mittelstangen(-problematik) antworten

Sorry Olaf,
da muß ich Dir widersprechen. Wandstärke der Alurohrstangen spielt sehr wohl eine Rolle und die bekommen auch nicht so schnell Beulen bei normalem Umgang. Wandstärke der Rohrstangen (nicht Gesamtdurchmesser wohlgemerkt). Aber 1,5mm Wandstärke reicht halt nicht.

Die Tipis waren sehr wohl vom Schnee befreit. Nur was nützt mir in kalter dunkler Winternacht ein Zelt, wenn ich dauernd dabei stehen muß, um es vom Schnee zu befreien. Da kann ich mich gleich für den Rest der Nacht unter einen Baum stellen oder gleich die Nacht im Auto oder in der Kneipe verbringen.
Natürlich ist jede Behausung irgenwann überlastet, aber sooo extrem war es nicht.

GünterL Offline




Beiträge: 1.033

13.01.2016 09:15
#27 RE: Lavvu Mittelstangen(-problematik) antworten

Hi Donaumike,

das die Tarnstangen aus GFK robuster als die Alus sind wage ich zu bezweifeln. Bei einem Armyshop in meiner Nähe (Shop ist viell. übertrieben, ein alter Steinbruch voll mit Militaria, die nur alle paar Wochen ein, zwei Tage offen haben) hat eine Kiste mit GFK Stangen, aber ca 90% davon unbrauchbar, da gesplittert (und zwar richtig gesplittert). Und die Tarnstangen werden ja auch nicht im "robusten" Gebrauch eingesetzt. Beulen sind bei meinen Alus kein Problem, eher Verbiegungen (ein Heeresfahrzeug ist doch massinver als ne Stange)

Aber Danke für die Erinnerung, mir fällt gerade ein, der Shop hat ja auch noch Zeltgestänge von den Großzelten dort liegen. Muß doch wieder mal hinfahren.

LG Günter

A bad day on the water is better than any good day at work (Jerry Vandiver)

Ulme Offline




Beiträge: 793

13.01.2016 09:23
#28 RE: Lavvu Mittelstangen(-problematik) antworten

Hervorhebungen von mir.

Zitat von Solist im Beitrag #25
Servus Georg,
kein nennenswerter Wind, nur starker Schneefall. Der dazu noch extrem nass.
Ich vermute, bei den meisten war die zusätzliche Belastung durch Tarp usw. das Tüpfelchen auf dem I.
Gruß
Frank


Klingt sehr plausibel.

Zitat von jörg i im Beitrag #26
Sorry Olaf,
da muß ich Dir widersprechen. Wandstärke der Alurohrstangen spielt sehr wohl eine Rolle und die bekommen auch nicht so schnell Beulen bei normalem Umgang. Wandstärke der Rohrstangen (nicht Gesamtdurchmesser wohlgemerkt). Aber 1,5mm Wandstärke reicht halt nicht.



Eben.
Dazu ein paar einfache Erklärungen - siehe Bilder.
Das Buch befindet sich in meinem Privatbesitz.

---------
"Be prepared - not scared!"
C. Lundyn

Angefügte Bilder:
wieseuw_13.01.2016_08-21-02.4.jpg   wieseuw_13.01.2016_08-21-02.1.jpg   wieseuw_13.01.2016_08-44-08.jpg  
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Wolfgang Hölbling Offline




Beiträge: 2.918

13.01.2016 10:24
#29 RE: Lavvu Mittelstangen(-problematik) antworten

Ja, aber die Lastannahme ist nicht realistisch, da ein Baum unten "eingespannt" ist, die Stange in einem Tipi eher einer Pendelstütze entspricht und bei diesem Lasteintrag (Punktlast von oben) die Knicklänge entscheidet. Das Modell des Baumes mit eingespannter Stütze hat einen völlig anderen Momentenverlauf, da treten unten die stärksten Biegekräfte auf.
Die dickste Stelle unten entspricht aber nicht dem Kräfteverlauf, die müßte eher in Stangenmitte sein.
Daß auch die Lösung "Material nach aussen" - geringe Materialstärke Grenzen hat und durch Materialeigenschaften limitiert ist, ist klar.
Eine Verringerung der Knicklänge könnte helfen, das Ausweichen der Stange zu verhindern, aber wie, dass es in der Praxis funktioniert? Da ist es einfacher stärker zu dimensionieren.
Holz?
Ist nicht homogen, braucht viel Reserve, daß Unregelmäßigkeiten egalisiert werden. Wer viel damit zu tun hat, ist im Vorteil, da ist viel Erfahrung nötig. Dann kann auch der Dachträger für das Auto aus Holz sein.
LGW

http://www.canoebase.at/
http://www.swiftcanoe.eu/

Wolfgang Hölbling

markuskrüger Offline




Beiträge: 1.011

13.01.2016 10:50
#30 RE: Lavvu Mittelstangen(-problematik) antworten

Zitat von cb1p111 im Beitrag #21
Wird schon nen Grund geben warum man die in Gegenden mit extremem Wetter sinnvollerweise einsetzt.
Irgendwie sind die base camps an den schneereichen Bergen dieser Welt überzogen mit Geodäten.
Und die Leute leben da ganz gut mehrere Wochen...

Ein Vorteil von Geodäten ist, dass sie freistehend sind. Das dürfte im Gebirge für Lavvus das Hauptausschlusskriterium sein.

Ein grundsätzlicher Nachteil ist, dass ein relativ großer Teil der Dachfläche wenig bis gar keine Neigung aufweist, was das Ablaufen von Regen und das selbsttätige Abrutschen von Schnee deutlich verschlechtert. Im Gebirge wiederum dürfte dieser Punkt weniger relevant sein, wenn man keinen Regen erwartet, dafür aber Pulverschnee und viel Wind, der diesen vom Zelt fegt.

Kommt halt immer drauf an, von welchen Umgebungsbedingungen man ausgeht.

Gruß,
Markus

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